Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

"Erfolgsgeschichte" und "Ausgewählter Ort der Ideen 2009"

16.02.2009
Im Osten geht auch technologisch die Sonne auf: Land und Bund zeichnen Fraunhofer CSP in Halle/Saale aus

Mit dem im Aufbau befindlichen Fraunhofer-Center für Silizium-Photovoltaik CSP, einem weltweit einmaligen Kristallisations- und Materialanalysezentrum für den Photovoltaik-Werkstoff Silizium, ist heute eine weitere Einrichtung als "Erfolgsgeschichte - Made in Sachsen-Anhalt" ausgezeichnet worden.

Wirtschaftsminister Dr. Reiner Haseloff enthüllte ein 480 x 480 cm großes Banner an der Außenfassade eines Institutsgebäudes am Standort Halle/Saale. Der Text "2:1 für Solar Valley." verweist darauf, dass im Fraunhofer CSP zwei Institute ihre Kompetenzen für die Photovoltaik bündeln: Das Fraunhofer-Institut für Werkstoffmechanik IWM in Halle und Freiburg und das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE in Freiburg.

Gleichzeitig wurde das Fraunhofer CSP im Rahmen des bundesweiten Wettbewerbs "Deutschland - Land der Ideen" als "Ausgezeichneter Ort 2009" prämiert. "Deutschland - Land der Ideen" ist eine Initiative von Bundesregierung und deutscher Wirtschaft unter der Schirmherrschaft von Bundespräsident Horst Köhler. Sie zeichnet mit diesem Projekt 365 Orte aus, die für Innovation und Ideenreichtum stehen.

"Das Fraunhofer CSP wird nach seiner Fertigstellung im Jahr 2011 der zentrale Forschungsdienstleister für Solarunternehmen in Mitteldeutschland. Aber bereits jetzt ist das Forschungszentrum eine Erfolgsgeschichte - Made in Sachsen-Anhalt, weil es die Attraktivität unseres Landes für Neuansiedlungen innerhalb dieser Zukunftsbranche deutlich steigert", betonte Haseloff. "Das CSP trägt dazu bei, dass im Osten auch technologisch die Sonne aufgeht." Nur durch gemeinsame anwendungsorientierte Forschungsprojekte könne der Innovationsvorsprung der heimischen Unternehmen im internationalen Wettbewerb auf lange Sicht gehalten werden.

"Das Fraunhofer CSP stellt sich mit seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern einer großen Herausforderung in der Photovoltaikbranche: Wir wollen daran mitarbeiten, dass die alternative Energie zu gleichen Preisen wie konventioneller Strom angeboten wird. Dass wir für unsere Innovationsfreude heute doppelt ausgezeichnet werden, freut uns sehr", sagte Prof. Gerhard Willeke zur Eröffnung der Auszeichnungsveranstaltung.

Das Fraunhofer-Center CSP wird von Professor Gerhard Willeke und Dr. Jörg Bagdahn gemeinsam geführt. Schwerpunkte der Arbeiten liegen in den Bereichen für Siliziumkristallisation, Herstellung dünner Siliziumwafer, Beschichtungstechnologien, Modulfertigungstechnologien sowie in der chemischen, mechanischen, elektrischen und optischen Materialanalyse von Materialien der Photovoltaik. Das Fraunhofer CSP wird Forschungsleistungen für die regionalen Solarunternehmen anbieten und frühzeitig die Vernetzung mit der Industrie und den weiteren Forschungseinrichtungen der Region herstellen. Der Aufbau des CSP an den Standorten Halle und Schkopau wird mit 60 Millionen Euro von EU, Land und Fraunhofer Gesellschaft gefördert.

Erst im vergangenen Herbst wurde die Initiative "Solar Valley Mitteldeutschland" als eines von fünf Spitzenclustern in Deutschland ausgezeichnet. Damit verbunden sind Forschungsgelder in Höhe von insgesamt rund 40 Millionen Euro in den kommenden fünf Jahren. Hinzu kommen 10 Millionen Euro vom Land Sachsen-Anhalt, 10 Millionen Euro vom Land Thüringen und 20 Millionen Euro vom Land Sachsen. Die Wirtschaft wird weitere 40 Millionen Euro kofinanzieren. 29 Solarfirmen sowie 14 Forschungseinrichtungen aus Sachsen, Thüringen und Sachsen-Anhalt - darunter das Fraunhofer-Center CSP in Halle - haben sich zum "Solar Valley Mitteldeutschland" zusammengeschlossen, um ihre Potentiale zu bündeln.

Erfolgsgeschichten gehen in die zweite Runde

In den vergangenen Monaten wurden landesweit vierzehn Unternehmen und Institutionen als "Erfolgsgeschichten" ausgezeichnet: neben Unternehmen wie der Graepel-STUV GmbH aus Seehausen, der Q-Cells SE, Carbonit Filtertechnik aus Salzwedel oder ThyssenKrupp Presta in Ilsenburg zählen dazu auch Einrichtungen wie das Mitteldeutsche Multimediazentrum MMZ in Halle/Saale. Als kulturtouristische "Erfolgsgeschichten" wurden unter anderem die Schlosskirche in Lutherstadt-Wittenberg, das Gartenreich Dessau-Wörlitz, die Stiftung Bauhaus Dessau, die Arche Nebra, das Rosarium Sangerhausen sowie das "Grüne Band" mit Bannern und Fußbodenaufklebern geehrt. Bis zum Frühjahr 2009 werden weitere sieben Erfolgsgeschichten vorgestellt.

So entsteht nach und nach eine "Landkarte der Innovation", welche die Frühaufsteher-Mentalität und den Innovationsvorsprung des Landes erlebbar machten sollen. Die auszuzeichnenden Einrichtungen wurden aus 75 Vorschlägen ausgewählt, die im Frühjahr 2008 im Rahmen der Imagekampagne des Landes bei der Investitions- und Marketinggesellschaft Sachsen-Anhalt eingereicht wurden. Gesucht wurden Erfindungen, Entwicklungen und gesellschaftliche Anstöße aus Sachsen-Anhalt, die im Alltag, in Beruf oder Umfeld zum Staunen verleiten, und die das Land und seine Bürger weiterbringen.

Frauke Flenker-Manthey | presseportal
Weitere Informationen:
http://www.investieren-in-sachsen-anhalt.de
http://www.img-sachsen-anhalt.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Heinz Maier-Leibnitz-Preise 2017: DFG und BMBF zeichnen vier Forscherinnen und sechs Forscher aus
23.02.2017 | Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)

nachricht Eine Milliarde Euro für die Hochschulmedizin
17.02.2017 | Deutsche Hochschulmedizin e.V.

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: „Vernetzte Autonome Systeme“ von acatech und DFKI auf der CeBIT

Auf der IT-Messe CeBIT vom 20. bis 24. März präsentieren acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) in Kooperation mit der Deutschen Messe AG vernetzte Autonome Systeme. In Halle 12 am Stand B 63 erwarten die Besucherinnen und Besucher unter anderem Roboter, die Hand in Hand mit Menschen zusammenarbeiten oder die selbstständig gefährliche Umgebungen erkunden.

Auf der IT-Messe CeBIT vom 20. bis 24. März präsentieren acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und das Deutsche Forschungszentrum für...

Im Focus: Kühler Zwerg und die sieben Planeten

Erdgroße Planeten mit gemäßigtem Klima in System mit ungewöhnlich vielen Planeten entdeckt

In einer Entfernung von nur 40 Lichtjahren haben Astronomen ein System aus sieben erdgroßen Planeten entdeckt. Alle Planeten wurden unter Verwendung von boden-...

Im Focus: Mehr Sicherheit für Flugzeuge

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem totalen Triebwerksausfall zum Einsatz kommt, um den Piloten ein sicheres Gleiten zu einem Notlandeplatz zu ermöglichen, und ein Assistenzsystem für Segelflieger, das ihnen das Erreichen größerer Höhen erleichtert. Präsentiert werden sie von Prof. Dr.-Ing. Wolfram Schiffmann auf der Internationalen Fachmesse für Allgemeine Luftfahrt AERO vom 5. bis 8. April in Friedrichshafen.

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem...

Im Focus: HIGH-TOOL unterstützt Verkehrsplanung in Europa

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt sich bewerten, wie verkehrspolitische Maßnahmen langfristig auf Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt wirken. HIGH-TOOL ist ein frei zugängliches Modell mit Modulen für Demografie, Wirtschaft und Ressourcen, Fahrzeugbestand, Nachfrage im Personen- und Güterverkehr sowie Umwelt und Sicherheit. An dem nun erfolgreich abgeschlossenen EU-Projekt unter der Koordination des KIT waren acht Partner aus fünf Ländern beteiligt.

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt...

Im Focus: Zinn in der Photodiode: nächster Schritt zur optischen On-Chip-Datenübertragung

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium allein – die stoffliche Basis der Chip-Produktion – sind als Lichtquelle kaum geeignet. Jülicher Physiker haben nun gemeinsam mit internationalen Partnern eine Diode vorgestellt, die neben Silizium und Germanium zusätzlich Zinn enthält, um die optischen Eigenschaften zu verbessern. Das Besondere daran: Da alle Elemente der vierten Hauptgruppe angehören, sind sie mit der bestehenden Silizium-Technologie voll kompatibel.

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Aufbruch: Forschungsmethoden in einer personalisierten Medizin

24.02.2017 | Veranstaltungen

Österreich erzeugt erstmals Erdgas aus Sonnen- und Windenergie

24.02.2017 | Veranstaltungen

Big Data Centrum Ostbayern-Südböhmen startet Veranstaltungsreihe

23.02.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Fraunhofer HHI auf dem Mobile World Congress mit VR- und 5G-Technologien

24.02.2017 | Messenachrichten

MWC 2017: 5G-Hauptstadt Berlin

24.02.2017 | Messenachrichten

Auf der molekularen Streckbank

24.02.2017 | Biowissenschaften Chemie