Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Psycholinguist Clahsen erhält mit 5 Millionen Euro dotierten Forschungspreis

13.10.2010
Erstmals kommt Humboldt-Professor an Uni Potsdam

Die Universität Potsdam ist es zum ersten Mal gelungen, eine Alexander von Humboldt-Professur an die Hochschule zu holen. Der bislang an der University of Essex, Colchester, Großbritannien, forschende Psycholinguist Harald Clahsen erhält mit der Humboldt-Professur den höchstdotierten internationalen Forschungspreis Deutschlands.

Das Preisgeld in Höhe von fünf Millionen Euro ist für die Finanzierung der Arbeit in den ersten fünf Jahren an der Universität Potsdam bestimmt. Harald Clahsen wird in der Humanwissenschaftlichen Fakultät die Professur für "Psycholinguistics of Multilingualism" übernehmen und seine Tätigkeit zum 1. Mai 2011 aufnehmen.

"Wir freuen uns außerordentlich über die Entscheidung der Alexander von Humboldt-Stiftung und sind gewiss, dass wir mit der Berufung von Prof. Clahsen einen Beitrag zur internationalen Spitzenforschung leisten werden. Dieser Zuwachs an wissenschaftlicher Expertise aus dem Ausland ermöglicht uns die Durchführung zukunftsweisender Forschungen", unterstrich die Präsidentin der Universität Potsdam, Prof. Dr.-Ing. Dr. Sabine Kunst.

Prof. Harald Clahsen (55) ist einer der international angesehensten deutschen Linguisten. Er zählt zu den führenden Forschern auf den Gebieten Spracherwerb, Sprachverarbeitung sowie Sprachstörungen und verbindet bei seiner Arbeit theoretische Linguistik mit experimenteller Psycholinguistik und neurowissenschaftlichen Techniken. An der Universität Potsdam übernimmt Clahsen eine neue Professur für "Psycholinguistics of Multilingualism" und wird Gründungsdirektor des neuen "Potsdam Research Institute of Multilingualism (PRIM)". Mit Clahsen erfährt der Exzellenzbereich "Kognitionswissenschaften" der Humanwissenschaftlichen Fakultät der Potsdamer Universität eine erstklassige wissenschaftliche Verstärkung.

"Es ist eine große Freude und ich kann es kaum glauben, dass wir den Zuschlag für eine der so begehrten Humboldt-Professuren erhalten haben", sagt die Dekanin der Humanwissenschaftlichen Fakultät, Prof. Dr. Ria De Bleser. "Dies ist nicht zuletzt für den Exzellenzbereich Kognitionswissenschaften der Universität eine große wissenschaftliche Bereicherung."

Clahsen promovierte 1981 in Hamburg. Von 1983 bis 1993 war er Dozent an der Universität Düsseldorf und erhielt dort den Habilitationspreis. Danach wurde er Full Professor an der University of Essex, Colchester. Harald Clahsen erhielt zahlreiche Auszeichnungen, unter anderem den Gerhard Hess-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft. Zudem ist er Fellow der British Academy.

Der Auswahlausschuss der Humboldt-Stiftung hatte in der letzten Auswahlsitzung dieses Jahres über acht Anträge zu entscheiden, von denen drei ausgewählt wurden. Damit stehen die insgesamt zehn Preisträger des Jahres 2010 fest. Die Verleihung der Preise wird am 12. Mai 2011 in Berlin stattfinden.

Hinweis an die Redaktionen:
Kontakt: Prof. Dr. Ria De Bleser, Dekanin der Humanwissenschaftlichen Fakultät, Telefon: 0331/288-2933, E-Mail: riadebleser@ling.uni-potsdam.de

Sylvia Prietz | idw
Weitere Informationen:
http://privatewww.essex.ac.uk/~harald/
http://www.uni-potsdam.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht 1,5 Millionen Euro für vier neue „Innovative Training Networks” an der Universität Hamburg
29.05.2017 | Universität Hamburg

nachricht Auszeichnung der ESA BIC Startup-Challenge während der INNOspace Masters Konferenz in Berlin
24.05.2017 | Anwendungszentrum GmbH Oberpfaffenhofen

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Neue Methode für die Datenübertragung mit Licht

Der steigende Bedarf an schneller, leistungsfähiger Datenübertragung erfordert die Entwicklung neuer Verfahren zur verlustarmen und störungsfreien Übermittlung von optischen Informationssignalen. Wissenschaftler der Universität Johannesburg, des Instituts für Angewandte Optik der Friedrich-Schiller-Universität Jena und des Leibniz-Instituts für Photonische Technologien Jena (Leibniz-IPHT) präsentieren im Fachblatt „Journal of Optics“ eine neue Möglichkeit, glasfaserbasierte und kabellose optische Datenübertragung effizient miteinander zu verbinden.

Dank des Internets können wir in Sekundenbruchteilen mit Menschen rund um den Globus in Kontakt treten. Damit die Kommunikation reibungslos funktioniert,...

Im Focus: Strathclyde-led research develops world's highest gain high-power laser amplifier

The world's highest gain high power laser amplifier - by many orders of magnitude - has been developed in research led at the University of Strathclyde.

The researchers demonstrated the feasibility of using plasma to amplify short laser pulses of picojoule-level energy up to 100 millijoules, which is a 'gain'...

Im Focus: Lässt sich mit Boten-RNA das Immunsystem gegen Staphylococcus aureus scharf schalten?

Staphylococcus aureus ist aufgrund häufiger Resistenzen gegenüber vielen Antibiotika ein gefürchteter Erreger (MRSA) insbesondere bei Krankenhaus-Infektionen. Forscher des Paul-Ehrlich-Instituts haben immunologische Prozesse identifiziert, die eine erfolgreiche körpereigene, gegen den Erreger gerichtete Abwehr verhindern. Die Forscher konnten zeigen, dass sich durch Übertragung von Protein oder Boten-RNA (mRNA, messenger RNA) des Erregers auf Immunzellen die Immunantwort in Richtung einer aktiven Erregerabwehr verschieben lässt. Dies könnte für die Entwicklung eines wirksamen Impfstoffs bedeutsam sein. Darüber berichtet PLOS Pathogens in seiner Online-Ausgabe vom 25.05.2017.

Staphylococcus aureus (S. aureus) ist ein Bakterium, das bei weit über der Hälfte der Erwachsenen Haut und Schleimhäute besiedelt und dabei normalerweise keine...

Im Focus: Can the immune system be boosted against Staphylococcus aureus by delivery of messenger RNA?

Staphylococcus aureus is a feared pathogen (MRSA, multi-resistant S. aureus) due to frequent resistances against many antibiotics, especially in hospital infections. Researchers at the Paul-Ehrlich-Institut have identified immunological processes that prevent a successful immune response directed against the pathogenic agent. The delivery of bacterial proteins with RNA adjuvant or messenger RNA (mRNA) into immune cells allows the re-direction of the immune response towards an active defense against S. aureus. This could be of significant importance for the development of an effective vaccine. PLOS Pathogens has published these research results online on 25 May 2017.

Staphylococcus aureus (S. aureus) is a bacterium that colonizes by far more than half of the skin and the mucosa of adults, usually without causing infections....

Im Focus: Orientierungslauf im Mikrokosmos

Physiker der Universität Würzburg können auf Knopfdruck einzelne Lichtteilchen erzeugen, die einander ähneln wie ein Ei dem anderen. Zwei neue Studien zeigen nun, welches Potenzial diese Methode hat.

Der Quantencomputer beflügelt seit Jahrzehnten die Phantasie der Wissenschaftler: Er beruht auf grundlegend anderen Phänomenen als ein herkömmlicher Rechner....

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Lebensdauer alternder Brücken - prüfen und vorausschauen

29.05.2017 | Veranstaltungen

49. eucen-Konferenz zum Thema Lebenslanges Lernen an Universitäten

29.05.2017 | Veranstaltungen

Internationale Konferenz an der Schnittstelle von Literatur, Kultur und Wirtschaft

29.05.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Intelligente Sensoren mit System

29.05.2017 | Messenachrichten

Geckos kommunizieren überraschend flexibel

29.05.2017 | Biowissenschaften Chemie

1,5 Millionen Euro für vier neue „Innovative Training Networks” an der Universität Hamburg

29.05.2017 | Förderungen Preise