Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Promotionsstudent holt RWE-Zukunftspreis Die perfekte Welle lässt sich anzapfen

12.10.2011
Als ehemaliger Olympiasieger im Segeln musste er den Urkräften auf hoher See trotzen, mittlerweile weiß er sie zu nutzen: Jan Peckolt entwickelte ein innovatives System, das die Kraft von Meereswellen in kostengünstigen Strom umwandelt.

Es eignet sich speziell für die Kopplung mit Offshore-Windparks. Mit diesem Energiekonzept überzeugte der 30-jährige Promotionsstudent vom Institut für Schiffstechnik, Meerestechnik und Transportsysteme der Universität Duisburg-Essen (UDE) die Fachjury und erhielt den Zukunftspreis des Energiekonzerns RWE.

Smarte Ideen für die Energien von morgen und effiziente Geschäftsmodelle – das hatten sich die Veranstalter des Zukunftspreises gewünscht. Eine Vorgabe die Peckolts NEMOS-Projekt voll erfüllt: Wind und Wellen sind die natürlichen Zutaten, seine Anwendungsmöglichkeiten sind enorm. Die Jury würdigte die Diplomarbeit des 30-Jährigen als durchdachtes, schlüssiges Konzept, das einfach, aber wirksam und nah an einer Umsetzung sei.

Und so funktioniert es: Wellen treffen auf einen länglichen Auftriebskörper, der mit Seilen am Meeresgrund verankert ist, und bringen ihn in Bewegung. Über die Haltestricke wird diese mechanische Energie an einen Generator übertragen, der damit Strom erzeugt. Bis zu 80 Prozent der einkommenden Wellenkraft können so in Elektrizität umgewandelt werden. Ein zukunftsweisende Entwicklung, sagt Prof. Bettar O. el Moctar, Direktor am schiffstechnischen Institut der UDE: „In diesem Jahrzehnt werden allein in Europa bis zu 7.000 Offshore-Windkraftanlagen installiert. Auf den dafür vorgesehenen Wasserflächen existiert ein erhebliches Energiepotenzial durch Meereswellen.“

Die Auszeichnung wurde mit 12.000 Euro dotiert. „Für das NEMOS-Projekt ist es sowohl eine großartige Bestätigung als auch ein weiterer Ansporn, das Projekt voran zu treiben“, so der stolze Gewinner. Serienreif ist die grüne Erfindung aber noch nicht: „Wir dürfen nicht vergessen, dass sich die Technologie in der Entwicklung befindet. Viele technische Risiken sind noch zu überprüfen und auszuräumen“, steckt Peckolt die kommenden Etappen ab. Das Preisgeld sei aber schon ein guter Anstoß, insbesondere für den geplanten Bau einer Pilotanlage in der Nordsee.

Auch verschiedene Wirtschaftsunternehmen haben bereits starkes Interesse an dem System angemeldet.

Weitere Informationen:
http://www.nemos.org
Jan Peckolt, Tel. 0179/125-6405, jan@peckolt.de
Redaktion: Carmen Tomlik, Tel. 0203/379-1489
Carmen Tomlik
Pressestelle und Oeffentlichkeitsarbeit
in der Stabsstelle des Rektorats
Universitaet Duisburg-Essen
47048 Duisburg
Tel. 0203/379 14 89
Fax 0203/379 24 28

Ulrike Bohnsack | Universitaet Duisburg-Essen
Weitere Informationen:
http://www.uni-due.de

Weitere Berichte zu: Meereswelle NEMOS-Projekt RWE-Zukunftspreis UDE Welle Zukunftspreis

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Gesundes Altern: Neues EU-Projekt zur menschlichen Leber
23.08.2017 | Universität Bielefeld

nachricht Platz 2 für Helikopter-Designstudie aus Stade - Carbontechnologie-Studenten der PFH erfolgreich
23.08.2017 | PFH Private Hochschule Göttingen

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Platz 2 für Helikopter-Designstudie aus Stade - Carbontechnologie-Studenten der PFH erfolgreich

Bereits lange vor dem Studienabschluss haben vier Studenten des PFH Hansecampus Stade ihr ingenieurwissenschaftliches Können eindrucksvoll unter Beweis gestellt: Malte Blask, Hagen Hagens, Nick Neubert und Rouven Weg haben bei einem internationalen Wettbewerb der American Helicopter Society (AHS International) den zweiten Platz belegt. Ihre Aufgabe war es, eine Designstudie für ein helikopterähnliches Fluggerät zu entwickeln, das 24 Stunden an einem Punkt in der Luft fliegen kann.

Die vier Kommilitonen sind im Studiengang Verbundwerkstoffe/Composites am Hansecampus Stade der PFH Private Hochschule Göttingen eingeschrieben. Seit elf...

Im Focus: Wissenschaftler entdecken seltene Ordnung von Elektronen in einem supraleitenden Kristall

In einem Artikel der aktuellen Ausgabe des Forschungsmagazins „Nature“ berichten Wissenschaftler vom Max-Planck-Institut für Chemische Physik fester Stoffe in Dresden von der Entdeckung eines seltenen Materiezustandes, bei dem sich die Elektronen in einem Kristall gemeinsam in einer Richtung bewegen. Diese Entdeckung berührt eine der offenen Fragestellungen im Bereich der Festkörperphysik: Was passiert, wenn sich Elektronen gemeinsam im Kollektiv verhalten, in sogenannten „stark korrelierten Elektronensystemen“, und wie „einigen sich“ die Elektronen auf ein gemeinsames Verhalten?

In den meisten Metallen beeinflussen sich Elektronen gegenseitig nur wenig und leiten Wärme und elektrischen Strom weitgehend unabhängig voneinander durch das...

Im Focus: Wie ein Bakterium von Methanol leben kann

Bei einem Bakterium, das Methanol als Nährstoff nutzen kann, identifizierten ETH-Forscher alle dafür benötigten Gene. Die Erkenntnis hilft, diesen Rohstoff für die Biotechnologie besser nutzbar zu machen.

Viele Chemiker erforschen derzeit, wie man aus den kleinen Kohlenstoffverbindungen Methan und Methanol grössere Moleküle herstellt. Denn Methan kommt auf der...

Im Focus: Topologische Quantenzustände einfach aufspüren

Durch gezieltes Aufheizen von Quantenmaterie können exotische Materiezustände aufgespürt werden. Zu diesem überraschenden Ergebnis kommen Theoretische Physiker um Nathan Goldman (Brüssel) und Peter Zoller (Innsbruck) in einer aktuellen Arbeit im Fachmagazin Science Advances. Sie liefern damit ein universell einsetzbares Werkzeug für die Suche nach topologischen Quantenzuständen.

In der Physik existieren gewisse Größen nur als ganzzahlige Vielfache elementarer und unteilbarer Bestandteile. Wie das antike Konzept des Atoms bezeugt, ist...

Im Focus: Unterwasserroboter soll nach einem Jahr in der arktischen Tiefsee auftauchen

Am Dienstag, den 22. August wird das Forschungsschiff Polarstern im norwegischen Tromsø zu einer besonderen Expedition in die Arktis starten: Der autonome Unterwasserroboter TRAMPER soll nach einem Jahr Einsatzzeit am arktischen Tiefseeboden auftauchen. Dieses Gerät und weitere robotische Systeme, die Tiefsee- und Weltraumforscher im Rahmen der Helmholtz-Allianz ROBEX gemeinsam entwickelt haben, werden nun knapp drei Wochen lang unter Realbedingungen getestet. ROBEX hat das Ziel, neue Technologien für die Erkundung schwer erreichbarer Gebiete mit extremen Umweltbedingungen zu entwickeln.

„Auftauchen wird der TRAMPER“, sagt Dr. Frank Wenzhöfer vom Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) selbstbewusst. Der...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Ein Feuerwerk der chemischen Forschung

24.08.2017 | Veranstaltungen

US-Spitzenforschung aus erster Hand: Karl Deisseroth spricht beim Neurologiekongress in Leipzig

24.08.2017 | Veranstaltungen

Die Zukunft des Leichtbaus: Mehr als nur Material einsparen

23.08.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Eisberge: Mathematisches Modell berechnet Abbruch von Schelfeis

24.08.2017 | Geowissenschaften

Besseres Monitoring der Korallenriffe mit dem HyperDiver

24.08.2017 | Geowissenschaften

Rauch von kanadischen Waldbränden bis nach Europa transportiert

24.08.2017 | Geowissenschaften