Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Professor hilft Meister: Hochschule Niederrhein erhält Technologie-Transfer-Preis

28.09.2010
Die Hochschule Niederrhein hat einen weiteren Preisträger in ihren Reihen. Professor Dr.-Ing. Burkhard Bischoff-Beiermann hat am 24. September in Stuttgart den „Technologie-Transfer Handwerk Prof.-Adalbert-Seifriz-Preis 2010“ erhalten. Gemeinsam mit seinem Transfer-Partner Dipl.-Ing. Karl-Heinz Müller aus Mönchengladbach wurde das Projekt „Nivelliergerät estrobot“ mit 5000 Euro prämiert.

Nahezu jeder Handwerker kennt das Problem – ein neuer Bodenbelag soll verlegt werden. Doch wie gelingt ein glatter Untergrund? Diese Frage hat Dipl.-Ing. Karl-Heinz Müller, Inhaber der Mönchengladbacher Firma innenausbau Müller GmbH, jahrelang nicht mehr losgelassen.

Nahezu jeden Tag waren die Mitarbeiter seiner Firma mit der mühevollen Arbeit des Verlegens von Trockenestrich beschäftigt. Mühsam, auf Knien liegend - und am Ende blieben trotzdem Unebenheiten, die den späteren Bodenbelag wackeln ließen.

Müller suchte Rat bei der Handwerkskammer Düsseldorf, die den Kontakt zur Hochschule Niederrhein vermittelte. Genauer: zu Professor Dr.-Ing. Burkhard Bischoff-Beiermann. Der Experte für technische Mechanik sollte helfen, die Idee in die Praxis umzusetzen. „Wir haben das Thema im Rahmen einer der ersten Projektarbeiten in unserem Fachbereich behandelt. Daraus sind dann Ideen erwachsen, die wir weiter verfolgt haben“, erinnert sich Bischoff-Beiermann an die ersten Schritte. Im weiteren Verlauf des Projekts mussten neue Hürden gemeistert werden. Besonderes Augenmerk wurde auf die Abstimmung zwischen dem Signal des Lasergeräts und dem Sensor des estrobot gelegt.

Das Signal des Lasers gibt die Höhenvorgabe für den Estrich vor, der Sensor bestimmt daraufhin über einen Stellmotor die Höhe des Abziehschwertes. Doch auch für diese Anforderung wurde eine Lösung gefunden. Dabei zeichnete sich Diplom-Ingenieur und Bachelor of Engineering Tobias Poppe als wissenschaftlicher Mitarbeiter der Hochschule aus. „Die Kommunikation muss in Zehntelsekundenzeiträumen stattfinden“, erklärt Poppe.

Nach insgesamt dreijähriger Entwicklungszeit ist das Gerät nun ausgereift und wird ab Oktober im Fachhandel vertrieben. Das Projekt wurde gefördert vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages.

Als bundesweiter Technologie-Transfer-Preis des deutschen Handwerks prämiert der Seifriz-Preis jedes Jahr erfolgreiche Kooperationen zwischen Handwerk und Wissenschaft. Unter dem Motto "Meister sucht Professor" werden innovative Produkte und Leistungen, die durch Zusammenarbeit von Wissenschaft und Handwerk zur Marktreife gebracht wurden, mit Preisgeldern von insgesamt 25.000 Euro belohnt. Die Kooperation kann sich dabei sowohl auf die Entwicklung von Produkten und Verfahren als auch auf Dienstleistungen oder die Einführung neuer Formen der betrieblichen Organisation beziehen.

Weitere Informationen erteilt Dr. Christian Sonntag, Referat für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Hochschule Niederrhein, Tel.: 02151 822 3610; Email: christian.sonntag@hs-niederrhein.de

Dr. Christian Sonntag | idw
Weitere Informationen:
http://www.hs-niederrhein.de/

Weitere Berichte zu: Applied Science Bodenbelag Technologie-Transfer-Preis

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Förderung des Instituts für Lasertechnik und Messtechnik in Ulm mit rund 1,63 Millionen Euro
24.03.2017 | Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg

nachricht TU-Bauingenieure koordinieren EU-Projekt zu Recycling-Beton von über sieben Millionen Euro
24.03.2017 | Technische Universität Kaiserslautern

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Atome rennen sehen - Phasenübergang live beobachtet

Ein Wimpernschlag ist unendlich lang dagegen – innerhalb von 350 Billiardsteln einer Sekunde arrangieren sich die Atome neu. Das renommierte Fachmagazin Nature berichtet in seiner aktuellen Ausgabe*: Wissenschaftler vom Center for Nanointegration (CENIDE) der Universität Duisburg-Essen (UDE) haben die Bewegungen eines eindimensionalen Materials erstmals live verfolgen können. Dazu arbeiteten sie mit Kollegen der Universität Paderborn zusammen. Die Forscher fanden heraus, dass die Beschleunigung der Atome jeden Porsche stehenlässt.

Egal wie klein sie sind, die uns im Alltag umgebenden Dinge sind dreidimensional: Salzkristalle, Pollen, Staub. Selbst Alufolie hat eine gewisse Dicke. Das...

Im Focus: Kleinstmagnete für zukünftige Datenspeicher

Ein internationales Forscherteam unter der Leitung von Chemikern der ETH Zürich hat eine neue Methode entwickelt, um eine Oberfläche mit einzelnen magnetisierbaren Atomen zu bestücken. Interessant ist dies insbesondere für die Entwicklung neuartiger winziger Datenträger.

Die Idee ist faszinierend: Auf kleinstem Platz könnten riesige Datenmengen gespeichert werden, wenn man für eine Informationseinheit (in der binären...

Im Focus: Quantenkommunikation: Wie man das Rauschen überlistet

Wie kann man Quanteninformation zuverlässig übertragen, wenn man in der Verbindungsleitung mit störendem Rauschen zu kämpfen hat? Uni Innsbruck und TU Wien präsentieren neue Lösungen.

Wir kommunizieren heute mit Hilfe von Funksignalen, wir schicken elektrische Impulse durch lange Leitungen – doch das könnte sich bald ändern. Derzeit wird...

Im Focus: Entwicklung miniaturisierter Lichtmikroskope - „ChipScope“ will ins Innere lebender Zellen blicken

Das Institut für Halbleitertechnik und das Institut für Physikalische und Theoretische Chemie, beide Mitglieder des Laboratory for Emerging Nanometrology (LENA), der Technischen Universität Braunschweig, sind Partner des kürzlich gestarteten EU-Forschungsprojektes ChipScope. Ziel ist es, ein neues, extrem kleines Lichtmikroskop zu entwickeln. Damit soll das Innere lebender Zellen in Echtzeit beobachtet werden können. Sieben Institute in fünf europäischen Ländern beteiligen sich über die nächsten vier Jahre an diesem technologisch anspruchsvollen Projekt.

Die zukünftigen Einsatzmöglichkeiten des neu zu entwickelnden und nur wenige Millimeter großen Mikroskops sind äußerst vielfältig. Die Projektpartner haben...

Im Focus: A Challenging European Research Project to Develop New Tiny Microscopes

The Institute of Semiconductor Technology and the Institute of Physical and Theoretical Chemistry, both members of the Laboratory for Emerging Nanometrology (LENA), at Technische Universität Braunschweig are partners in a new European research project entitled ChipScope, which aims to develop a completely new and extremely small optical microscope capable of observing the interior of living cells in real time. A consortium of 7 partners from 5 countries will tackle this issue with very ambitious objectives during a four-year research program.

To demonstrate the usefulness of this new scientific tool, at the end of the project the developed chip-sized microscope will be used to observe in real-time...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Industriearbeitskreis »Prozesskontrolle in der Lasermaterialbearbeitung ICPC« lädt nach Aachen ein

28.03.2017 | Veranstaltungen

Neue Methoden für zuverlässige Mikroelektronik: Internationale Experten treffen sich in Halle

28.03.2017 | Veranstaltungen

Wie Menschen wachsen

27.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Nierentransplantationen: Weisse Blutzellen kontrollieren Virusvermehrung

30.03.2017 | Biowissenschaften Chemie

Zuckerrübenschnitzel: der neue Rohstoff für Werkstoffe?

30.03.2017 | Materialwissenschaften

Integrating Light – Your Partner LZH: Das LZH auf der Hannover Messe 2017

30.03.2017 | HANNOVER MESSE