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Prof. Tacke erhält höchsten Wissenschaftspreis der EU

18.01.2011
Projekt des Kunsthistorikers der Uni Trier wird mit 1,7 Millionen Euro gefördert

Prof. Dr. Dr. Andreas Tacke, seit Mai 2005 als Professor für Kunstgeschichte an der Universität Trier tätig, erhielt den „ERC Advanced Grant“, den höchsten Wissenschaftspreis der Europäischen Union (EU).

Die Fördersumme des auf fünf Jahre angelegten Projektes beträgt rund 1,7 Millionen Euro. Der Preis wird vom Europäischen Forschungsrat jährlich an international anerkannte Spitzenforscher vergeben, die durch herausragende Forschungsleistungen auf sich aufmerksam gemacht haben.

Prof. Tacke erhielt den Preis für sein Forschungsprojekt „artifex“ zur Künstlerausbildung in Zentraleuropa bis um 1800. Der Preis wurde bisher nur wenigen Deutschen zuerkannt.

Das Projekt stammt aus einem der größeren Forschungsgebiete von Prof. Tacke, der mittelalterlichen/frühneuzeitlichen Künstlersozialgeschichte. Da das Projekt die höchstmögliche Wertung erreicht hatte, wurde es ohne inhaltliche und finanzielle Abstriche im vollen Umfang genehmigt. Auf breiter Quellenbasis wird die Künstlerausbildung im Zentraleuropa der Vormoderne untersucht. Mit dem länderübergreifenden Forschungsansatz soll der ideengeschichtlichen Vorstellung vom Bildenden Künstler erstmals ein sozialhistorisches Modell gegenübergestellt werden. In Trier sollen im Rahmen des Projekts vier feste wissenschaftliche Stellen mit Hilfskräften eingerichtet werden. Europaweit sind bis zu 15 weitere wissenschaftliche Projekt-Arbeitsplätze geplant.

In enger inhaltlicher Korrespondenz zu dem Projekt stehen zwei weitere und ebenfalls Ende 2010 Professor Tacke bewilligte Drittmittelprojekte, deren Fördersumme auf etwa 1,5 Millionen projektiert ist.

Der Europäische Forschungsrat hob nach einem internationalen Begutachtungsverfahren hervor, dass sich Professor Tacke besonders durch eine breit gefächerte interdisziplinäre Zusammenarbeit auszeichnet und sich dabei in herausragender Weise um die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses verdient gemacht hat. Dazu bindet er vorbildhaft bereits früh Studierende in seine Ausstellungs-, Forschungs,- und Tagungsprojekte mit ein und ermöglicht ihnen, ihre Ergebnisse in renommierten Verlagen zu veröffentlichen. Für den Europäischen Forschungsrat besteht kein Zweifel, dass auch „artifex“ den wissenschaftlichen Nachwuchs fächerübergreifend im beachtlichen Umfang mit einbinden wird.

Peter Kuntz | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-trier.de/

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