Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Prof. Dr. Karin Lochte erhält Deutsche Bank – IFM-GEOMAR Meeresforschungspreis

27.04.2010
Für ihre herausragenden Leistungen im Gebiet der biologischen Meereskunde erhielt Prof. Dr. Karin Lochte, Direktorin des Alfred-Wegener-Instituts für Polar- und Meeresforschung in Bremerhaven, heute im Rahmen eines Festaktes den mit 10.000 Euro dotierten „Deutsche Bank – IFM-GEOMAR Meeresforschungspreis 2010“. Die Laudatio hielt die Bundesministerin für Bildung und Forschung, Prof. Dr. Annette Schavan.

Als Wissenschaftlerin verbindet Prof. Dr. Karin Lochte das ganz Kleine mit dem ganz Großen. Ihre Forschungsschwerpunkte sind Bakterien, Plankton und andere Kleinstlebewesen im Meer, deren Rolle in den Stoffkreisläufen der Ozeane und damit ihre Bedeutung für die Regulierung des Weltklimas.

Seit 2007 leitet die promovierte Meeresbiologin, die viele Jahre ihrer Karriere in Kiel verbrachte, das renommierte Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung in der Helmholtz-Gemeinschaft (AWI) in Bremerhaven. Heute kehrte sie noch einmal ans Kieler Leibniz-Institut für Meereswissenschaften (IFM-GEOMAR) zurück, um hier den „Deutsche Bank – IFM-GEOMAR Meeresforschungspreis 2010“ für ihre herausragenden Leistungen auf dem Gebiet der biologischen Meereskunde entgegenzunehmen. Die Verleihung des Preises erfolgte im Rahmen eines Festaktes, bei dem die Bundesministerin für Bildung und Forschung, Prof. Dr. Annette Schavan, die Laudatio auf die Preisträgerin hielt.

„Karin Lochte ist eine herausragende Wissenschaftlerin mit großer nationaler und internationaler Erfahrung“, sagte Ministerin Schavan. „Polarforschung auf höchstem Niveau, wie Sie sie betreiben, ist heute aus der Klimaforschung nicht mehr wegzudenken. Außer Ihrer exzellenten wissenschaftlichen Tätigkeit wirken Sie in zahlreichen nationalen und internationalen Gremien und helfen auf diese Weise entscheidend mit, die Forschungspolitik international abzustimmen“

Der Minister für Wissenschaft, Wirtschaft und Verkehr des Landes Schleswig-Holstein, Jost de Jager, erinnerte in seinem Grußwort an die enge Verbundenheit der Preisträgerin mit Kiel und dem IFM-GEOMAR: „Exzellente Forschungseinrichtungen sind immer auch ein Sprungbrett für außergewöhnliche Wissenschaftlerkarrieren“. Karin Lochte gehöre mit insgesamt 12 Jahren Erfahrung in Kiel sicher zu den prominentesten Persönlichkeiten, die das IFM-GEOMAR hervorgebracht habe, so der Minister weiter. „Ich sage Danke für das, was Sie in Kiel und für Schleswig-Holstein geleistet haben.“

Nach der Laudatio überreichte Till Keulen, in der Geschäftsleitung der Deutschen Bank Kiel verantwortlich für Privat- und Geschäftskunden in Schleswig-Holstein, den Preis an Prof. Dr. Lochte. Keulen betonte dabei: „Die enge Kooperation von Wirtschaft und Wissenschaft sowie der interdisziplinäre Austausch zwischen Forschern und Ökonomen, insbesondere auf internationaler Ebene, sind für unsere globale Gesellschaft unverzichtbar. Wir sind sehr stolz, bereits zum zweiten Mal den Meeresforschungspreis verleihen zu können. Mit besonderer Freude zeichnen wir die renommierte Forscherin und Biologin Prof. Dr. Karin Lochte für ihre innovative und exzellente Arbeit im Bereich der Meereskunde sowie deren Vermittlung in der Öffentlichkeit aus.“

Auch Prof. Dr. Peter Herzig, Direktor des IFM-GEOMAR, beglückwünschte die Preisträgerin und dankte ihr gleichzeitig für gute Zusammenarbeit: „Frau Professor Lochte ist seit langen Jahren eine verlässliche Partnerin, wenn es darum geht, sich für die Belange der deutschen Meeresforschung einzusetzen, aktuell in ihrer Funktion als Vorsitzende der Senatskommission für Ozeanographie. “

Prof. Dr. Karin Lochte bedankte sich ihrerseits für die Auszeichnung: „Ich freue mich sehr über diesen Meeresforschungspreis. Er ist zum einen eine schöne Anerkennung für die wissenschaftlichen Beiträge, die ich gemeinsam mit meinen Kollegen leisten konnte. Zum anderen würdigt er meine Anstrengungen, die Meeresforschung in diversen nationalen und internationalen Gremien voranzutreiben."

Der „Deutsche-Bank – IFM-GEOMAR Meeresforschungspreis“ ist mit 10.000 Euro dotiert.

Hintergrundinformationen:
Prof. Dr. Karin Lochte wurde 1952 in Hannover geboren. Sie studierte an der Technischen Universität Hannover Biologie und Chemie sowie Philosophie und schloss mit dem Staatsexamen für das Höhere Lehramt ab. Anschließend wechselte sie an die Marine Science Laboratories Menai Bridge der University of North Wales, wo sie 1984 mit einer Arbeit über „Microbiological observations at sea water discontinuities“ promovierte. Nach Tätigkeiten am Kieler Institut für Meereskunde (IfM), am Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung in Bremerhaven und der Habilitation an der Universität Bremen, übernahm sie 1995 die Leitung der Sektion „Biologische Meereskunde am Leibniz-Institut für Ostseeforschung Warnemünde (IOW). Von 2000 bis 2007 leitete Karin Lochte die Forschungseinheit Biologische Ozeanographie am Leibniz-Institut für Meereswissenschaften (IFM-GEOMAR) in Kiel, bevor sie 2007 die Leitung des Alfred-Wegener-Instituts in Bremerhaven übernahm.

Andreas Villwock | idw
Weitere Informationen:
http://www.ifm-geomar.de
http://www.awi.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Bund fördert Entwicklung sicherer Schnellladetechnik für Hochleistungsbatterien mit 2,5 Millionen
06.12.2016 | Technische Universität Clausthal

nachricht Fraunhofer WKI koordiniert vom BMEL geförderten Forschungsverbund zu Zusatznutzen von Dämmstoffen aus nachwachsenden Rohstoffen
05.12.2016 | Fraunhofer-Institut für Holzforschung - Wilhelm-Klauditz-Institut WKI

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Elektronenautobahn im Kristall

Physiker der Universität Würzburg haben an einer bestimmten Form topologischer Isolatoren eine überraschende Entdeckung gemacht. Die Erklärung für den Effekt findet sich in der Struktur der verwendeten Materialien. Ihre Arbeit haben die Forscher jetzt in Science veröffentlicht.

Sie sind das derzeit „heißeste Eisen“ der Physik, wie die Neue Zürcher Zeitung schreibt: topologische Isolatoren. Ihre Bedeutung wurde erst vor wenigen Wochen...

Im Focus: Electron highway inside crystal

Physicists of the University of Würzburg have made an astonishing discovery in a specific type of topological insulators. The effect is due to the structure of the materials used. The researchers have now published their work in the journal Science.

Topological insulators are currently the hot topic in physics according to the newspaper Neue Zürcher Zeitung. Only a few weeks ago, their importance was...

Im Focus: Rätsel um Mott-Isolatoren gelöst

Universelles Verhalten am Mott-Metall-Isolator-Übergang aufgedeckt

Die Ursache für den 1937 von Sir Nevill Francis Mott vorhergesagten Metall-Isolator-Übergang basiert auf der gegenseitigen Abstoßung der gleichnamig geladenen...

Im Focus: Poröse kristalline Materialien: TU Graz-Forscher zeigt Methode zum gezielten Wachstum

Mikroporöse Kristalle (MOFs) bergen große Potentiale für die funktionalen Materialien der Zukunft. Paolo Falcaro von der TU Graz et al zeigen in Nature Materials, wie man MOFs gezielt im großen Maßstab wachsen lässt.

„Metal-organic frameworks“ (MOFs) genannte poröse Kristalle bestehen aus metallischen Knotenpunkten mit organischen Molekülen als Verbindungselemente. Dank...

Im Focus: Gravitationswellen als Sensor für Dunkle Materie

Die mit der Entdeckung von Gravitationswellen entstandene neue Disziplin der Gravitationswellen-Astronomie bekommt eine weitere Aufgabe: die Suche nach Dunkler Materie. Diese könnte aus einem Bose-Einstein-Kondensat sehr leichter Teilchen bestehen. Wie Rechnungen zeigen, würden Gravitationswellen gebremst, wenn sie durch derartige Dunkle Materie laufen. Dies führt zu einer Verspätung von Gravitationswellen relativ zu Licht, die bereits mit den heutigen Detektoren messbar sein sollte.

Im Universum muss es gut fünfmal mehr unsichtbare als sichtbare Materie geben. Woraus diese Dunkle Materie besteht, ist immer noch unbekannt. Die...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Firmen- und Forschungsnetzwerk Munitect tagt am IOW

08.12.2016 | Veranstaltungen

NRW Nano-Konferenz in Münster

07.12.2016 | Veranstaltungen

Wie aus reinen Daten ein verständliches Bild entsteht

05.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Ein Nano-Kreisverkehr für Licht

09.12.2016 | Physik Astronomie

Pflanzlicher Wirkstoff lässt Wimpern wachsen

09.12.2016 | Biowissenschaften Chemie

Speicherdauer von Qubits für Quantencomputer weiter verbessert

09.12.2016 | Physik Astronomie