Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Prof. Dr.-Ing. Bärbel Koppe erhält Möbius Förderpreis für Innovation 2014

28.05.2014

Auszeichnung für innovative Deichverteidigungssysteme

Effektive praxistaugliche Entwicklung für den Hochwasserschutz gewürdigt


„flutschutz-Schlauchlastfilter“ am Testdeich der THW-Bundesschule Hoya: Test-Einsatz zur Zertifizierung des Schlauchlastfilters für den Einsatz im Hochwasserschutz durch den TÜV-Nord

Bärbel Koppe

Prof. Dr.-Ing. Bärbel Koppe von der Hochschule Bremen erhielt den Möbius Förderpreis für Innovation. Den Rahmen für die Auszeichnung bot der 58. Kongress der Hafentechnischen Gesellschaft e. V. (HTG) in Berlin. Die Hamburger Werner-Möbius-Stiftung würdigt mit dem im zweijährigen Zyklus vergebenen Preis Fachleute, die zu den Gebieten Infrastruktur, Consulting, Industrie oder Logistik eine herausragende, bereits in der Praxis angewandte Innovation beigetragen haben.

Ausgezeichnet wurden die von Prof. Koppe entwickelten Deichverteidigungssysteme Schlauchkade „flutschutz“ und Schlauchlastfilter „flutschutz“. Die mit Wasser gefüllten Schlauchsysteme können bei Hochwasser statt aufwändiger Sandsacksysteme schnell, effizient und kostengünstig als Notfallmaßnahme zur Sicherung durchbruchgefährdeter Deiche eingesetzt werden. Erstmals zum Einsatz kamen die „flutschutz“-Systeme während des extremen Hochwassers 2013 bei Dömitz an der Elbe.

Im Hochwasserfall werden zur Verteidigung von durchbruchgefährdeten Deichabschnitten in der Regel Konstruktionen aus Sandsäcken eingesetzt, die nur unter einem enormen Einsatz an Hilfskräften, Material und Transporten an die Schutzlinie gebracht werden können.

Unter der Voraussetzung der Minderung des Einsatzaufwands bei gleicher oder sogar verbesserter Funktion der Konstruktionen wurden im vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie unterstützten Forschungsprojekt HWS-Mobil (= mobiler Hochwasserschutz) so genannte Sandsackersatzsysteme aus wassergefüllten Kunststoffdichtungsbahnen entwickelt.

Diese von Prof. Koppe patentierten, im Jahr 2012 vom TÜV-Nord für den Einsatz im Hochwasserschutz zertifizierten und während des Hochwassers 2013 an der Elbe erstmals zur Deichverteidigung eingesetzten Konstruktionen „flutschutz-Quellkade“ und „flutschutz-Auflastfilter“ waren der Grund für die Auszeichnung von Prof. Koppe mit dem Möbius Förderpreis für Innovation 2014. Dieser wurde während des Festaktes zum hundertjährigen Bestehen der Hafentechnischen Gesellschaft HTG in Berlin verliehen.

Prof. Dr.-Ing. Bärbel Koppe hat seit 2012 die Professur für Wasserbau an der Hochschule Bremen und die Leitung des Instituts für Wasserbau an der Hochschule Bremen inne. Sie beschäftigt sich seit ihrem Studium des Bauingenieurwesens an der Universität Hannover, den anschließenden Tätigkeiten als Wissenschaftlerin an den Universitäten Rostock und Lüneburg und als planende Ingenieurin mit Fragen des Hochwasserschutzes im Binnenland und an der Küste. Weitere Arbeitsbereiche sind die Hafenplanung und der Küstenschutz.

Hinweise für Redaktionen:
· Weitere Informationen zu den Konstruktionen unter: http://www.flutschutz.org.
· Für Rückfragen: Prof. Dr.-Ing. Bärbel Koppe, Hochschule Bremen, Fakultät Architektur, Bau und Umwelt, Institut für Wasserbau, 0421-5905 2313, 0172 – 3184752, baerbel.koppe@hs-bremen.de.
· Unter: https://dataexchange.hs-bremen.de/exchange?g=xyekfx sind bis 24. Juni 2014 Aufnahmen von der Preisverleihung und den Hochwasserschutzkonstruktionen hinterlegt, die im Zusammenhang mit der Berichterstattung in den Medien kostenfrei verwendet werden dürfen.

Fotos:
o Verleihung des Möbius Förderpreises für Innovation 2014 anlässlich des 58. Kongresses der Hafentechnischen Gesellschaft e.V. (HTG) in Berlin; Dr.-Ing. Peter Ruland, Mitglied des Gesamtvorstands der HTG und Prof. Dr.-Ing. Bärbel Koppe, Preisträgerin des Möbius Förderpreises für Innovation 2014 (Rechte am Bild: Hafentechnische Gesellschaft e.V. HTG)
o flutschutz-Schlauchkade_TÜV-Zertifizierung_Koppe: „flutschutz-Schlauchkade“ am Testdeich der THW-Bundesschule Hoya: Test-Einsatz zur Zertifizierung der Schlauchkade für den Einsatz im Hochwasserschutz durch den TÜV-Nord (Rechte am Bild: Bärbel Koppe)
o flutschutz-Schlauchlastfilter_TÜV-Zertifizierung_Koppe: „flutschutz-Schlauchlastfilter“ am Testdeich der THW-Bundesschule Hoya: Test-Einsatz zur Zertifizierung des Schlauchlastfilters für den Einsatz im Hochwasserschutz durch den TÜV-Nord (Rechte am Bild: Bärbel Koppe)
o flutschutz-Schlauchkade_Hochwasser-2013_Koppe: Einsatz einer „flutschutz-Schlauchkade“ während des Elbe-Hochwassers 2013 bei Dömitz durch die THW-Ortsgruppe Hamburg-Nord (Rechte am Bild: Bärbel Koppe)
o flutschutz-Schlauchlastfilter_Hochwasser-2013_Koppe: Aufbau eines flutschutz-Schlauchlastfilters durch die THW-Ortsgruppe Hamburg-Altona während des Elbe-Hochwassers 2013 bei Dömitz (Rechte am Bild: Bärbel Koppe)

Weitere Informationen:

http://www.flutschutz.org

Ulrich Berlin | idw - Informationsdienst Wissenschaft

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht „Digital Mobility“– 48 Mio. Euro für die Entwicklung des digitalen Fahrzeuges
26.06.2017 | Kompetenzzentrum - Das virtuelle Fahrzeug Forschungsgesellschaft mbH

nachricht Hochschule Karlsruhe: mit speichenlosem Fahrrad Kreativwettbewerb gewonnen
26.06.2017 | Hochschule Karlsruhe - Technik und Wirtschaft

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Hyperspektrale Bildgebung zur 100%-Inspektion von Oberflächen und Schichten

„Mehr sehen, als das Auge erlaubt“, das ist ein Anspruch, dem die Hyperspektrale Bildgebung (HSI) gerecht wird. Die neue Kameratechnologie ermöglicht, Licht nicht nur ortsaufgelöst, sondern simultan auch spektral aufgelöst aufzuzeichnen. Das bedeutet, dass zur Informationsgewinnung nicht nur herkömmlich drei spektrale Bänder (RGB), sondern bis zu eintausend genutzt werden.

Das Fraunhofer IWS Dresden entwickelt eine integrierte HSI-Lösung, die das Potenzial der HSI-Technologie in zuverlässige Hard- und Software überführt und für...

Im Focus: Can we see monkeys from space? Emerging technologies to map biodiversity

An international team of scientists has proposed a new multi-disciplinary approach in which an array of new technologies will allow us to map biodiversity and the risks that wildlife is facing at the scale of whole landscapes. The findings are published in Nature Ecology and Evolution. This international research is led by the Kunming Institute of Zoology from China, University of East Anglia, University of Leicester and the Leibniz Institute for Zoo and Wildlife Research.

Using a combination of satellite and ground data, the team proposes that it is now possible to map biodiversity with an accuracy that has not been previously...

Im Focus: Klima-Satellit: Mit robuster Lasertechnik Methan auf der Spur

Hitzewellen in der Arktis, längere Vegetationsperioden in Europa, schwere Überschwemmungen in Westafrika – mit Hilfe des deutsch-französischen Satelliten MERLIN wollen Wissenschaftler ab 2021 die Emissionen des Treibhausgases Methan auf der Erde erforschen. Möglich macht das ein neues robustes Lasersystem des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnologie ILT in Aachen, das eine bisher unerreichte Messgenauigkeit erzielt.

Methan entsteht unter anderem bei Fäulnisprozessen. Es ist 25-mal wirksamer als das klimaschädliche Kohlendioxid, kommt in der Erdatmosphäre aber lange nicht...

Im Focus: Climate satellite: Tracking methane with robust laser technology

Heatwaves in the Arctic, longer periods of vegetation in Europe, severe floods in West Africa – starting in 2021, scientists want to explore the emissions of the greenhouse gas methane with the German-French satellite MERLIN. This is made possible by a new robust laser system of the Fraunhofer Institute for Laser Technology ILT in Aachen, which achieves unprecedented measurement accuracy.

Methane is primarily the result of the decomposition of organic matter. The gas has a 25 times greater warming potential than carbon dioxide, but is not as...

Im Focus: How protons move through a fuel cell

Hydrogen is regarded as the energy source of the future: It is produced with solar power and can be used to generate heat and electricity in fuel cells. Empa researchers have now succeeded in decoding the movement of hydrogen ions in crystals – a key step towards more efficient energy conversion in the hydrogen industry of tomorrow.

As charge carriers, electrons and ions play the leading role in electrochemical energy storage devices and converters such as batteries and fuel cells. Proton...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Future Security Conference 2017 in Nürnberg - Call for Papers bis 31. Juli

26.06.2017 | Veranstaltungen

Von Batterieforschung bis Optoelektronik

23.06.2017 | Veranstaltungen

10. HDT-Tagung: Elektrische Antriebstechnologie für Hybrid- und Elektrofahrzeuge

22.06.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

„Digital Mobility“– 48 Mio. Euro für die Entwicklung des digitalen Fahrzeuges

26.06.2017 | Förderungen Preise

Fahrerlose Transportfahrzeuge reagieren bald automatisch auf Störungen

26.06.2017 | Verkehr Logistik

Forscher sorgen mit ungewöhnlicher Studie über Edelgase international für Aufmerksamkeit

26.06.2017 | Physik Astronomie