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Preis für den wissenschaftlichen Nachwuchs der Max-Planck-Gesellschaft - Otto-Hahn-Medaille für Dr. Mykhaylo Krasnyk

15.06.2010
Im Rahmen der Jahresversammlung der Max-Planck-Gesellschaft in Hannover wird Mykhaylo Krasnyk, Wissenschaftler am Max-Planck-Institut Magdeburg, am 16. Juni 2010 die Otto-Hahn-Medaille für den wissenschaftlichen Nachwuchs der Max-Planck-Gesellschaft verliehen. Die Auszeichnung ist mit einem Preisgeld von 5.000 EUR verbunden.

Mykhaylo Krasnyk, 28, wird damit für seine Arbeiten zur nichtlinearen numerischen Analyse verfahrenstechnischer und energietechnischer Prozesse ausgezeichnet. Mit diesem Thema hatte er 2008 an der Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg in Kooperation mit dem Max-Planck-Institut Magdeburg mit Auszeichnung promoviert.

Innovative verfahrenstechnische, biotechnologische und energietechnische Prozesse sind häufig gekennzeichnet durch komplizierte Wechselwirkungen unterschiedlichster physikalischer und chemischer Phänomene. Um diese Wechselwirkungen detailliert quantitativ zu erfassen und zu verstehen, sind aufwändige mathematische Modelle erforderlich.

Mykhaylo Krasnyk hat in seiner Arbeit die Software DIANA (Dynamic sImulation And Numerical Analysis tool) entwickelt, die die Analyse solcher Modelle in sehr allgemeiner und weitgehend automatisierter Form gestattet. „Herr Krasnyk hat mit dem Programm DIANA eine Software ... geschaffen, die in ihrer Leistungsfähigkeit deutlich über das hinausgeht, was vergleichbare Simulationsprogramme derzeit bieten.“, so Prof. Dr.-Ing. Achim Kienle, Betreuer der Promotionsarbeit, in seinem Empfehlungsschreiben an die Max-Planck- Gesellschaft.

Als herausfordernde Anwendungsbeispiele hat Mykhaylo Krasnyk Hochtemperaturbrennstoffzellen zur dezentralen Energieerzeugung sowie Kristallisationsprozesse betrachtet. „Mit Hilfe der von Herrn Krasnyk entwickelten Methoden wurden fundamentale neue Einsichten in das dynamische Verhalten dieser Prozesse gewonnen.“ Die Erkenntnisse lassen sich auf vielfältige Weise für eine verbesserte Gestaltung und Betriebsweise der betrachteten Prozesse nutzen.

Über Dr. Mykhaylo Krasnyk

Mykhaylo Krasnyk wurde 1982 in Donezk, Ukraine, geboren. Von 1998 bis 2002 studierte er im Bachelor-Studiengang Rechneringenieurwesen an der Nationalen Technischen Universität Donezk. Im Rahmen eines Stipendiums des Kompetenznetzes Verfahrenstechnik PRO3 hielt er sich von 2002 bis 2003 am Max-Planck-Institut für Dynamik komplexer technischer Systeme Magdeburg auf.

Im Jahr 2004 schloss Mykhaylo Krasnyk sein Master-Studium auf dem Gebiet Computersysteme und Netzwerke an der Nationalen Technischen Universität Donezk ab. Von 2004 bis 2008 promovierte er am Max-Planck-Institut Magdeburg.

Seit November 2008 forscht Mykhaylo Krasnyk im Rahmen des BMBFVerbundprojektes SimPaTurS an der gekoppelten Simulation von Partikelpopulationen in turbulenten Strömungen am Lehrstuhl für Automatisierung / Modellbildung an der Fakultät für Elektro- und Informationstechnik der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg.

Gabriele Krätzer | idw
Weitere Informationen:
http://www.mpg.de

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