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Preis für Tübinger Geowissenschaftlerin

09.05.2012
Dr. Mirjam Schaller erhält den Hans-Cloos-Preis 2012 der Geologischen Vereinigung: An der Universität Tübingen erforscht sie, wie Landschaften im Lauf der Erdgeschichte erodierten – und welchen Einfluss dabei Klima und Mensch haben.

Die Tübinger Geowissenschaftlerin Dr. Mirjam Schaller ist Preisträgerin des Hans-Cloos-Preis 2012: Die internationale Geologische Vereinigung e.V. verleiht ihr den mit 10.000 Euro dotierten Preis für ihre „innovativen, interdisziplinären Arbeiten mit neuen Methoden auf dem Gebiet der Erosions-, Verwitterungs- und Erdoberflächendatierungsforschung“.

Schaller erforscht die „Erosionsgeschichte“ von Landschaften ‒ durch Regen, Wind oder die Nutzung durch Mensch und Tier verändern diese kontinuierlich ihr Gesicht. Schaller misst in Flussablagerungen in Europa die Konzentration von kosmogenen Nukliden: Stoffe, die entstehen, wenn kosmische Strahlung auf bestimmte Mineralien trifft. Aus der Höhe der Konzentration der Nuklide lässt sich schließen, wie schnell eine Landschaft im Lauf der Erdgeschichte erodierte. Solche Aussagen sind für bis zu mehrere Millionen Jahre möglich. Im Fokus der Arbeiten Schallers steht dabei der Einfluss auf Landschaftserosion durch Faktoren wie menschliche Eingriffe oder klimatische Veränderungen.

Der Hans-Cloos-Preis wird jährlich an Geowissenschaftler verliehen, die jünger als 35 Jahre sind und durch eine herausragende, international publizierte wissenschaftliche Leistung in den Wissenschaften oder durch einen hervorragenden Beitrag zur Darstellung geowissenschaftlicher Inhalte ausgezeichnet sind.

Kontakt:
Mirjam Schaller
Universität Tübingen
Mathematisch-Naturwissenschaftliche Fakultät
Fachbereich Mineralogie und Geodynamik
Telefon +49 7071 29-73444
Mirjam.schaller[at]uni-tuebingen.de

Michael Seifert | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-tuebingen.de
http://www.g-v.de/content/section/6/48/

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