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Preis für Jenaer Physiker

08.06.2010
Dr. Roman Forker von der Universität Jena hat den Emanuel-Goldberg-Preis erhalten

Roman Forker, Physiker von der Universität Jena, ist in Dresden mit dem Emanuel-Goldberg-Preis der Robert-Luther-Stiftung ausgezeichnet worden. Damit verbunden ist ein Preisgeld von 2.000 Euro. Forker, der im Institut für Festkörperphysik der Friedrich-Schiller-Universität Jena forscht, ist für seine herausragende Dissertation geehrt worden.

In seiner auf Englisch verfassten Dissertationsschrift beschäftigt er sich mit ultradünnen Schichten aus kleinen organischen Farbstoffmolekülen, die mit Hilfe eines weiterentwickelten optischen Messverfahrens während ihres Wachstums untersucht wurden. Dabei konnten erstmals elektronische Kopplungseffekte bzw. ein Ladungstransfer mit Metalloberflächen in den optischen Spektren nachgewiesen werden. Außerdem gelang es dem 29-jährigen Physiker, die Richtung der Ladungsübertragung anhand der Metall-Molekül-Kombination zu variieren. Diese Forschungsergebnisse sind von elementarer Bedeutung für die Entwicklung molekülbasierter Bauelemente wie z. B. organische Solarzellen oder Leuchtdioden.

Mit dem Emanuel-Goldberg-Preis, der in diesem Jahr zum ersten Mal vergeben wurde, erinnert die Robert-Luther-Stiftung an den russischen Wissenschaftler Emanuel Goldberg (1881-1970), der lange Zeit mit dem Namensgeber der Stiftung zusammenarbeitete und von 1917 bis 1933 für den Dresdner Zeiss Ikon-Konzern tätig war u. a. als Generaldirektor. Außerdem war er von 1921 bis 1933 Professor an der Technischen Hochschule Dresden. Vor allem die Fotografie hat er mit seinen Forschungen und Erfindungen bereichert.

Forkers ausgezeichnete Dissertation ist zu finden unter: http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:14-qucosa-26163.

Kontakt:
Dr. Roman Forker
Institut für Festkörperphysik der Universität Jena
Max-Wien-Platz 1, 07743 Jena
Tel.: 03641 / 947430
E-Mail: roman.forker[at]uni-jena.de

Sebastian Hollstein | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-jena.de

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