Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Preis für Bakterienforscher Christoph Schoen

02.12.2008
Für seine Forschungsarbeit über die Genetik des krankheitserregenden Bakteriums Neisseria meningitidis hat Dr. Christoph Schoen von der Uni Würzburg eine Auszeichnung erhalten: den mit 5.000 Euro dotierten Postdoktorandenpreis für Mikrobiologie, verliehen von der Robert-Koch-Stiftung (Berlin).

Schoens Forschungsobjekte, die Neisserien, gehören zu einer Gruppe von Kleinstlebewesen, die auch die Nase und den Rachen des Menschen besiedeln.

Bei etwa zehn Prozent der Bevölkerung kommen sie dort als harmlose Bewohner der Schleimhäute vor. Allerdings gibt es von ihnen auch Stämme, die lebensbedrohliche Blutvergiftungen und Hirnhautentzündungen auslösen.

Wie sind die friedlichen Mitbewohner im Lauf der Zeit zu aggressiven Krankheitserregern geworden? Eine Antwort auf diese Frage haben Christoph Schoen und sein Team zusammen mit Bielefelder Forschern im Februar 2008 in der Zeitschrift PNAS veröffentlicht. Für diese Publikation bekam der Würzburger Wissenschaftler den Postdoktorandenpreis verliehen. Überreicht wurde ihm die Auszeichnung am 14. November bei einem Festakt in Berlin.

Christoph Schoen, Jahrgang 1970, geboren in Gunzenhausen in Mittelfranken, studierte Physik und Medizin in München und Göttingen. Seine erste Promotion in Medizin absolvierte er im Jahr 2000 in Göttingen.

Als Arzt im Praktikum war er zuerst in Bremen tätig und wechselte dann in die Infektiologie der Medizinischen Universitätsklinik in Würzburg. Im MD/PhD-Programm der hiesigen Medizinischen Fakultät erwarb er einen zweiten, naturwissenschaftlichen Doktortitel am Lehrstuhl für Mikrobiologie bei Professor Werner Goebel.

Seit 2004 ist Schoen wissenschaftlicher Assistent am Institut für Hygiene und Mikrobiologie der Universität Würzburg. Seit Mitte 2006 leitet er dort eine Arbeitsgruppe.

Kontakt: Dr. Dr. Christoph Schoen, T (0931) 201-46901, cschoen@hygiene.uni-wuerzburg.de

Mehr über die preisgekrönte Publikation in PNAS:
http://www.uni-wuerzburg.de/sonstiges/meldungen/single/artikel/was-mening/

Robert Emmerich | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-wuerzburg.de/sonstiges/meldungen/single/artikel/was-mening/

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Mit Quantenmechanik zu neuen Solarzellen: Forschungspreis für Bayreuther Physikerin
12.12.2017 | Universität Bayreuth

nachricht Jenaer Wissenschaftler für Prostatakrebs-Forschung ausgezeichnet
11.12.2017 | Universitätsklinikum Jena

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Lange Speicherung photonischer Quantenbits für globale Teleportation

Wissenschaftler am Max-Planck-Institut für Quantenoptik erreichen mit neuer Speichertechnik für photonische Quantenbits Kohärenzzeiten, welche die weltweite...

Im Focus: Long-lived storage of a photonic qubit for worldwide teleportation

MPQ scientists achieve long storage times for photonic quantum bits which break the lower bound for direct teleportation in a global quantum network.

Concerning the development of quantum memories for the realization of global quantum networks, scientists of the Quantum Dynamics Division led by Professor...

Im Focus: Electromagnetic water cloak eliminates drag and wake

Detailed calculations show water cloaks are feasible with today's technology

Researchers have developed a water cloaking concept based on electromagnetic forces that could eliminate an object's wake, greatly reducing its drag while...

Im Focus: Neue Einblicke in die Materie: Hochdruckforschung in Kombination mit NMR-Spektroskopie

Forschern der Universität Bayreuth und des Karlsruhe Institute of Technology (KIT) ist es erstmals gelungen, die magnetische Kernresonanzspektroskopie (NMR) in Experimenten anzuwenden, bei denen Materialproben unter sehr hohen Drücken – ähnlich denen im unteren Erdmantel – analysiert werden. Das in der Zeitschrift Science Advances vorgestellte Verfahren verspricht neue Erkenntnisse über Elementarteilchen, die sich unter hohen Drücken oft anders verhalten als unter Normalbedingungen. Es wird voraussichtlich technologische Innovationen fördern, aber auch neue Einblicke in das Erdinnere und die Erdgeschichte, insbesondere die Bedingungen für die Entstehung von Leben, ermöglichen.

Diamanten setzen Materie unter Hochdruck

Im Focus: Scientists channel graphene to understand filtration and ion transport into cells

Tiny pores at a cell's entryway act as miniature bouncers, letting in some electrically charged atoms--ions--but blocking others. Operating as exquisitely sensitive filters, these "ion channels" play a critical role in biological functions such as muscle contraction and the firing of brain cells.

To rapidly transport the right ions through the cell membrane, the tiny channels rely on a complex interplay between the ions and surrounding molecules,...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Materialinnovationen 2018 – Werkstoff- und Materialforschungskonferenz des BMBF

13.12.2017 | Veranstaltungen

Innovativer Wasserbau im 21. Jahrhundert

13.12.2017 | Veranstaltungen

Innovative Strategien zur Bekämpfung von parasitären Würmern

08.12.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Rest-Spannung trotz Megabeben

13.12.2017 | Geowissenschaften

Computermodell weist den Weg zu effektiven Kombinationstherapien bei Darmkrebs

13.12.2017 | Medizin Gesundheit

Winzige Weltenbummler: In Arktis und Antarktis leben die gleichen Bakterien

13.12.2017 | Geowissenschaften