Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Prämierte Weltoffenheit: Sieben Universitäten gewinnen Wettbewerb der Welcome Centres

02.11.2010
Die Universitäten Bielefeld, Chemnitz, Erlangen-Nürnberg, Göttingen, Heidelberg, Köln sowie die Technische Universität (TU) München sind die Gewinner der dritten Runde des Welcome Centres-Wettbewerbs für weltoffene Universitäten in Deutschland, den die Alexander von Humboldt-Stiftung, die Deutsche Telekom Stiftung und der Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft ausgeschrieben hatten. Die Sieger setzten sich mit ihren Konzepten zur Betreuung ausländischer Forscher in einem Feld von 17 Bewerbern durch.

Ausgezeichnet wurden Universitäten, die aus eigener Kraft wirksame Strukturen für die Unterstützung international mobiler Forscher aufgebaut haben. Diese dürfen sich künftig als „Welcome Centres“ im Rahmen des Wettbewerbs bezeichnen und erhalten ein Preisgeld von jeweils 10.000 Euro, um ihr Betreuungsangebot für ausländische Forscher zu verbessern.

Eine besondere Förderung in gleicher Höhe erhalten gemeinsam die Universitäten Bayreuth, Göttingen, Konstanz sowie die TU München, die zusammen mit anderen Universitäten eine Datenbank speziell für Willkommenszentren entwickeln wollen. Die Jury, bestehend aus Vertretern von Humboldt-Stiftung, Deutsche Telekom Stiftung und Stifterverband sowie Experten im internationalen Wissenschaftleraustausch würdigte damit auch die zunehmende Zusammenarbeit und Vernetzung der Zentren.

Der Wettbewerb wurde nach 2006 und 2008 in diesem Jahr zum letzten Mal durchgeführt.

„Das Ziel unserer Initiative ist erreicht: Das Beispiel der ersten Welcome Centres hat Schule gemacht und wird mit neuen Ideen weiterentwickelt, wie die Konzepte der erfolgreichen Universitäten beweisen“, sagte Enno Aufderheide, Generalsekretär der Humboldt-Stiftung. „Ausländische Wissenschaftler sollen sich in Deutschland willkommen fühlen – diese Botschaft der Welcome Centres ist im Licht der aktuellen Diskussion um Zuwanderung und Integration noch wichtiger und wird im Ausland gehört“, betonte Aufderheide.

„Die deutschen Hochschulen bemühen sich längst in vorbildlicher Weise um ihre ausländischen Gäste und Studenten. Nun müssen Bund und Länder nachziehen und die Hürden des Ausländerrechts abbauen. Namentlich eine restriktive Visavergabe und absurd hohe Einkommensgrenzen für Fachkräfte machen es qualifizierten Ausländern und ausländischen Absolventen schwer, in Deutschland zu leben und zu arbeiten. Dabei brauchen wir diese Leute dringend“, sagte Andreas Schlüter, der Generalsekretär des Stifterverbandes.

Ekkehard Winter, Geschäftsführer der Deutsche Telekom Stiftung, sagte: „Dieser Wettbewerb hat belegt, wie erfolgreich ein Transfer von Best Practice funktionieren kann. Wir haben damit jetzt in Deutschland eine ganze Reihe von international orientierten Universitäten, die sich nicht nur durch exzellente Forschung und Lehre, sondern auch durch exzellenten Service auszeichnen.“

Kontakt:
Kristina Güroff
Kerstin Schweichhart
Tel.: +49 228 833-144/257
Fax: +49 228 833-441
presse(at)avh.de
Leiter Referat Presse, Kommunikation und Marketing
Georg Scholl
Tel: +49 228 833-258
Weitere Informationen:
www.welcome-centres.de
Quelle: Alexander von Humboldt-Stiftung

| Alexander von Humboldt-Stiftung
Weitere Informationen:
http://www.welcome-centres.de
http://www.kooperation-international.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht DFG fördert 15 neue Sonderforschungsbereiche (SFB)
26.05.2017 | Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)

nachricht Neues Helmholtz-Institut in Würzburg erforscht Infektionen auf genetischer Ebene
24.05.2017 | Hermann von Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Lässt sich mit Boten-RNA das Immunsystem gegen Staphylococcus aureus scharf schalten?

Staphylococcus aureus ist aufgrund häufiger Resistenzen gegenüber vielen Antibiotika ein gefürchteter Erreger (MRSA) insbesondere bei Krankenhaus-Infektionen. Forscher des Paul-Ehrlich-Instituts haben immunologische Prozesse identifiziert, die eine erfolgreiche körpereigene, gegen den Erreger gerichtete Abwehr verhindern. Die Forscher konnten zeigen, dass sich durch Übertragung von Protein oder Boten-RNA (mRNA, messenger RNA) des Erregers auf Immunzellen die Immunantwort in Richtung einer aktiven Erregerabwehr verschieben lässt. Dies könnte für die Entwicklung eines wirksamen Impfstoffs bedeutsam sein. Darüber berichtet PLOS Pathogens in seiner Online-Ausgabe vom 25.05.2017.

Staphylococcus aureus (S. aureus) ist ein Bakterium, das bei weit über der Hälfte der Erwachsenen Haut und Schleimhäute besiedelt und dabei normalerweise keine...

Im Focus: Can the immune system be boosted against Staphylococcus aureus by delivery of messenger RNA?

Staphylococcus aureus is a feared pathogen (MRSA, multi-resistant S. aureus) due to frequent resistances against many antibiotics, especially in hospital infections. Researchers at the Paul-Ehrlich-Institut have identified immunological processes that prevent a successful immune response directed against the pathogenic agent. The delivery of bacterial proteins with RNA adjuvant or messenger RNA (mRNA) into immune cells allows the re-direction of the immune response towards an active defense against S. aureus. This could be of significant importance for the development of an effective vaccine. PLOS Pathogens has published these research results online on 25 May 2017.

Staphylococcus aureus (S. aureus) is a bacterium that colonizes by far more than half of the skin and the mucosa of adults, usually without causing infections....

Im Focus: Orientierungslauf im Mikrokosmos

Physiker der Universität Würzburg können auf Knopfdruck einzelne Lichtteilchen erzeugen, die einander ähneln wie ein Ei dem anderen. Zwei neue Studien zeigen nun, welches Potenzial diese Methode hat.

Der Quantencomputer beflügelt seit Jahrzehnten die Phantasie der Wissenschaftler: Er beruht auf grundlegend anderen Phänomenen als ein herkömmlicher Rechner....

Im Focus: A quantum walk of photons

Physicists from the University of Würzburg are capable of generating identical looking single light particles at the push of a button. Two new studies now demonstrate the potential this method holds.

The quantum computer has fuelled the imagination of scientists for decades: It is based on fundamentally different phenomena than a conventional computer....

Im Focus: Tumult im trägen Elektronen-Dasein

Ein internationales Team von Physikern hat erstmals das Streuverhalten von Elektronen in einem nichtleitenden Material direkt beobachtet. Ihre Erkenntnisse könnten der Strahlungsmedizin zu Gute kommen.

Elektronen in nichtleitenden Materialien könnte man Trägheit nachsagen. In der Regel bleiben sie an ihren Plätzen, tief im Inneren eines solchen Atomverbunds....

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Meeresschutz im Fokus: Das IASS auf der UN-Ozean-Konferenz in New York vom 5.-9. Juni

24.05.2017 | Veranstaltungen

Diabetes Kongress in Hamburg beginnt heute: Rund 6000 Teilnehmer werden erwartet

24.05.2017 | Veranstaltungen

Wissensbuffet: „All you can eat – and learn”

24.05.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

DFG fördert 15 neue Sonderforschungsbereiche (SFB)

26.05.2017 | Förderungen Preise

Lässt sich mit Boten-RNA das Immunsystem gegen Staphylococcus aureus scharf schalten?

26.05.2017 | Biowissenschaften Chemie

Unglaublich formbar: Lesen lernen krempelt Gehirn selbst bei Erwachsenen tiefgreifend um

26.05.2017 | Gesellschaftswissenschaften