Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Power-Pause: Sportlich gegen das Mittagstief

31.03.2011
RUB-Trainingswissenschaftler sind Preisträger im Wettbewerb Bundesforschungsministeriums

Pilotprojekt startet mit der Bochumer Agentur für Arbeit

Ein Team von Bochumer Trainingswissenschaftlern zählt zu den insgesamt 15 Gewinnern beim Wettbewerb des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) „Was macht gesund?“. Christian Klein, Jascha Telaar und Prof. Dr. Alexander Ferrauti erhalten 10.000 Euro für die Umsetzung ihres Projektes „Power-Pause“ im Wissenschaftsjahr 2011 – Forschung für unsere Gesundheit. Die Power-Pause hilft Büroarbeitern, frisch in die zweite Tageshälfte zu starten und Fettleibigkeit, Herz-Kreislauf- und Wirbelsäulenerkrankungen zu vermeiden.

Das Pilotprojekt startet in der Bochumer Agentur für Arbeit. Eine sechsköpfige Jury aus Kommunikationsprofis und Wissenschaftlern wählte die 15 besten Projektideen zur Vermittlung der Gesundheitsforschung. Gesucht waren kreative und originelle Ideen für öffentlichkeitswirksame Formate, die zeigen, welche Forschungsaktivitäten rund um die Gesundheit Studierende in Deutschland beschäftigen.

Bewegung direkt am Arbeitsplatz

Bewegungsmangel ist eine der Hauptursachen für die in Deutschland häufigsten Erkrankungen: Wirbelsäulenprobleme, Fettleibigkeit, Schädigungen am Herz-Kreislaufsystem und dem Bewegungsapparat. Immer mehr Deutsche verrichten ihre Arbeit im Sitzen und sind auch außerhalb der Dienstzeit nicht ausreichend körperlich aktiv. Die Power-Pause steuert gegen. Das Sportangebot lässt sich in fast jedem Unternehmen in den Arbeitsalltag integrieren und durchbricht die häufigsten Bewegungsbarrieren. Es berücksichtigt die Komponenten Koordination, Kraft und Ausdauer und ist somit ein ganzheitlicher Ansatz zur Steigerung der körperlichen Leistungsfähigkeit. „Die Power-Pause findet im Unternehmen selbst statt, vermeidet zeitaufwendige Ortswechsel z.B. in ein kooperierendes Fitnessstudio und ermöglicht daher eine höchsteffiziente Trainingsökonomie“, erklärt Christian Klein. Die Intervention direkt am Arbeitsplatz sichert eine rege Beteiligung und eine kontinuierliche Förderung der Gesundheit.

Gut fürs Gehirn

Die Power-Pause findet an drei Tagen in der Woche statt (montags, mittwochs und freitags). Das soll für nachweisbare Effekte sorgen und möglichen Überbelastungen vorbeugen. Die Trainingswissenschaftler führen außerdem standardisierte Tests vor, während und nach dem Interventionszeitraum durch und evaluieren das Projekt zusätzlich anhand eines Fragebogens zum täglichen subjektiven Wohlbefinden der Interventions- sowie einer Kontrollgruppe. „Unser Ziel ist es, Mitarbeiter in Unternehmen gesund und mobil zu erhalten und darüber hinaus ihr Wohlbefinden zu steigern“, sagt Jascha Telaar. „Zusätzlich wollen wir die Mitarbeiter durch die Power-Pause aktivieren, so dass sie die zweite Hälfte des Arbeitstages produktiver gestalten können und nicht in ein Mittagstief fallen“, fügt Prof. Dr. Ferrauti hinzu. Denn durch regelmäßigen Sport wird nicht nur die Muskulatur, sondern auch das Gehirn um bis zu 30 Prozent mehr durchblutet. Somit liefert die Power-Pause sowohl für den Arbeitnehmer, als auch für den Arbeitgeber einen Benefit.

Teil des Wissenschaftsjahrs 2011

Der Wettbewerb für Studierende „Was macht gesund?“ ist Teil des Wissenschaftsjahres 2011 – Forschung für unsere Gesundheit. Das Wissenschaftsjahr Gesundheitsforschung wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gemeinsam mit der Initiative Wissenschaft im Dialog sowie zahlreichen Partnern aus Wissenschaft, Wirtschaft und Kultur ausgerichtet. Im Mittelpunkt stehen die Ziele, Herausforderungen und Aktionsfelder moderner Gesundheitsforschung.

Weitere Informationen

Prof. Dr. Alexander Ferrauti, Lehrstuhl für Trainingswissenschaft, Institut für Sportwissenschaft der Ruhr-Universität, 44780 Bochum, Tel. 0234/32-22451, E-Mail: alexander.ferrauti@rub.de, http://www.spowiss.rub.de/traiwi/

Redaktion: Meike Drießen

Dr. Josef König | idw
Weitere Informationen:
http://www.was-macht-gesund.de
http://www.forschung-fuer-unsere-gesundheit.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht »Die Oberfläche 2018« – Fünf Nominierungen gehen in die Endrunde
18.05.2018 | Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA

nachricht DFG fördert Entwicklung innovativer Forschungssoftware an der Universität Bremen
17.05.2018 | Universität Bremen

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: GRACE Follow-On erfolgreich gestartet: Das Satelliten-Tandem dokumentiert den globalen Wandel

Die Satellitenmission GRACE-FO ist gestartet. Am 22. Mai um 21.47 Uhr (MESZ) hoben die beiden Satelliten des GFZ und der NASA an Bord einer Falcon-9-Rakete von der Vandenberg Air Force Base (Kalifornien) ab und wurden in eine polare Umlaufbahn gebracht. Dort nehmen sie in den kommenden Monaten ihre endgültige Position ein. Die NASA meldete 30 Minuten später, dass der Kontakt zu den Satelliten in ihrem Zielorbit erfolgreich hergestellt wurde. GRACE Follow-On wird das Erdschwerefeld und dessen räumliche und zeitliche Variationen sehr genau vermessen. Sie ermöglicht damit präzise Aussagen zum globalen Wandel, insbesondere zu Änderungen im Wasserhaushalt, etwa dem Verlust von Eismassen.

Potsdam, 22. Mai 2018: Die deutsch-amerikanische Satellitenmission GRACE-FO (Gravity Recovery And Climate Experiment Follow On) ist erfolgreich gestartet. Am...

Im Focus: Faserlaser mit einstellbarer Wellenlänge

Faserlaser sind ein effizientes und robustes Werkzeug zum Schweißen und Schneiden von Metallen beispielsweise in der Automobilindustrie. Systeme bei denen die Wellenlänge des Laserlichts flexibel einstellbar ist, sind für spektroskopische Anwendungen und die Medizintechnik interessant. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Leibniz-Instituts für Photonische Technologien (Leibniz-IPHT) haben, im Rahmen des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Projekts „FlexTune“, ein neues Abstimmkonzept realisiert, das erstmals verschiedene Emissionswellenlängen voneinander unabhängig und zeitlich synchron erzeugt.

Faserlaser bieten im Vergleich zu herkömmlichen Lasern eine höhere Strahlqualität und Energieeffizienz. Integriert in einen vollständig faserbasierten...

Im Focus: LZH zeigt Lasermaterialbearbeitung von morgen auf der LASYS 2018

Auf der LASYS 2018 zeigt das Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) vom 5. bis zum 7. Juni Prozesse für die Lasermaterialbearbeitung von morgen in Halle 4 an Stand 4E75. Mit gesprengten Bombenhüllen präsentiert das LZH in Stuttgart zudem erste Ergebnisse aus einem Forschungsprojekt zur zivilen Sicherheit.

Auf der diesjährigen LASYS stellt das LZH lichtbasierte Prozesse wie Schneiden, Schweißen, Abtragen und Strukturieren sowie die additive Fertigung für Metalle,...

Im Focus: Achema 2018: Neues Kamerasystem überwacht Destillation und hilft beim Energiesparen

Um chemische Gemische in ihre Einzelbestandteile aufzutrennen, ist in der Industrie die energieaufwendige Destillation gängig, etwa bei der Raffinerie von Rohöl. Forscher der Technischen Universität Kaiserslautern (TUK) entwickeln ein Kamerasystem, das diesen Prozess überwacht. Dabei misst es, ob es zu einer starken Tropfenbildung kommt, was sich negativ auf die Trennung der Komponenten auswirken kann. Die Technik könnte hier künftig automatisch gegensteuern, wenn sich Messwerte ändern. So ließe sich auch Energie einsparen. Auf der Prozesstechnik-Messe Achema in Frankfurt stellen sie die Technik vom 11. bis 15. Juni am Forschungsstand des Landes Rheinland-Pfalz (Halle 9.2, Stand A86a) vor.

Bei der Destillation werden Flüssigkeiten durch Verdampfen und darauffolgende Kondensation des Dampfes in ihre Bestandteile getrennt. Ein bekanntes Beispiel...

Im Focus: Vielseitige Nanokugeln: Forscher bauen künstliche Zellkompartimente als molekulare Werkstatt

Wie verleiht man Zellen neue Eigenschaften ohne ihren Stoffwechsel zu behindern? Ein Team der Technischen Universität München (TUM) und des Helmholtz Zentrums München veränderte Säugetierzellen so, dass sie künstliche Kompartimente bildeten, in denen räumlich abgesondert Reaktionen ablaufen konnten. Diese machten die Zellen tief im Gewebe sichtbar und mittels magnetischer Felder manipulierbar.

Prof. Gil Westmeyer, Professor für Molekulare Bildgebung an der TUM und Leiter einer Forschungsgruppe am Helmholtz Zentrum München, und sein Team haben dies...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

22. Business Forum Qualität: Vom Smart Device bis zum Digital Twin

22.05.2018 | Veranstaltungen

48V im Fokus!

21.05.2018 | Veranstaltungen

„Data Science“ – Theorie und Anwendung: Internationale Tagung unter Leitung der Uni Paderborn

18.05.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Rotierende Rugbybälle unter den massereichsten Galaxien

23.05.2018 | Physik Astronomie

Invasive Quallen: Strömungen als Ausbreitungsmotor

23.05.2018 | Ökologie Umwelt- Naturschutz

Matrix-Theorie als Ursprung von Raumzeit und Kosmologie

23.05.2018 | Physik Astronomie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics