Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Plasmaphysik weltweit vernetzen: Hohe Auszeichnung für RUB-Wissenschaftler

11.11.2008
Hohe Auszeichnung für Bochumer Plasmaphysiker
Prof. Padma Shukla zum Kommissionsvorsitzenden gewählt

Eine weitere besondere Auszeichnung hat der Bochumer Plasmaphysiker Prof. Dr. Padma Kant Shukla erhalten: Die International Union of Pure and Applied Physics (IUPAP) wählte Shukla für drei Jahre zum Vorsitzenden der Kommission für Plasmaphysik.

Die IUPAP ist die weltweit größte Vereinigung zur Förderung und Vernetzung der Physik, sie hat ihren Sitz in der Schweiz. Prof. Shukla und der Nobelpreisgewinner Prof. Klaus von Klitzing (Max Planck Institute for Solid State Research, Stuttgart) sind die einzigen Wissenschaftler aus Deutschland, die bei den diesjährigen Wahlen der Kommissionsvorsitzenden neu in das Amt gewählt wurden. Die IUPAP besteht aus insgesamt 24 Kommissionen, davon fünf unter Leitung deutscher Wissenschaftler.

Informationsfluss, Austausch, Nachwuchsförderung

1922 gegründet, tritt die Hauptversammlung der IUPAP alle drei Jahre zusammen und wählt die Kommissionsvorsitzenden. Die Arbeit der Vereinigung ist auf 20 thematisch verschiedene und vier angegliederte Kommissionen verteilt. Als Vorsitzender der Sektion Plasmaphysik fördert Prof. Shukla unter anderem den Informationsfluss und die Vernetzung innerhalb der weltweiten Wissenschaftsgemeinschaft auf diesem Gebiet, das Grundlagenforschung, industrielle Anwendungen von Plasmen, Astrophysik und Kernfusionsforschung umfasst. IUPAP unterstützt zum Beispiel internationale Konferenzen und den Austausch von Wissenschaftlern und Studierenden. Darüber hinaus vergibt die Kommission einmal im Jahr den Nachwuchspreis IUPAP Young Researcher Award for Plasma Physics.

Hoch dekorierter Wissenschaftler

Prof. Padma Shukla ist ein hoch dekorierter Wissenschaftler. Mehr als 15 internationale Auszeichnungen und Ernennungen hat er allein in den vergangenen vier Jahren erhalten. Besonders herausragend ist zum einen die Nicholson-Medaille, die Shukla im Jahr 2005 als erster Westeuropäer überhaupt bekam. Die American Physical Society verleiht seit 1994 alljährlich diese Ehrenmedaille für die Berücksichtigung menschlicher Aspekte in der physikalischen Forschung. Zum anderen wurde Shukla im Herbst 2006 als erster deutscher Staatsbürger in die Physikklasse der Königlich Schwedischen Akademie der Wissenschaften berufen, der nur wenige ausgewählte Wissenschaftler aus aller Welt angehören. Als Mitglied der Akademie hat Shukla das Recht, Physikerinnen und Physiker für den Nobelpreis zu nominieren und das Nobelpreis-Komitee zu beraten. Vor kurzem wurde Shukla zudem zum Ehrendoktor der Technischen Universität Lissabon ernannt, zum Außerordentlichen Professor am National Center for Physics (NCP) der Quaid-i-Azam-Universität Islamabad, Pakistan, und zum Präsidenten des Wissenschaftsrats der "Fondazione Scientifica delle Nazione Emergenti" in Triest, Italien. Padma Kant Shukla, geboren 1950 in Tulapur, Indien, ist seit 1993 deutscher Staatsbürger.

Weitere Informationen

Prof. Dr. Padma Kant Shukla, Theoretische Physik IV, Ruhr-Universität Bochum, Tel. 0234/32-23759, E-Mail: ps@tp4.rub.de

Redaktion: Jens Wylkop

Dr. Josef König | idw
Weitere Informationen:
http://www.ruhr-uni-bochum.de/

Weitere Berichte zu: IUPAP Max Planck Institute Physik Plasma Plasmaphysik RUB-Wissenschaftler

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Förderung des Instituts für Lasertechnik und Messtechnik in Ulm mit rund 1,63 Millionen Euro
24.03.2017 | Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg

nachricht TU-Bauingenieure koordinieren EU-Projekt zu Recycling-Beton von über sieben Millionen Euro
24.03.2017 | Technische Universität Kaiserslautern

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Im Focus: Designer-Proteine falten DNA

Florian Praetorius und Prof. Hendrik Dietz von der Technischen Universität München (TUM) haben eine neue Methode entwickelt, mit deren Hilfe sie definierte Hybrid-Strukturen aus DNA und Proteinen aufbauen können. Die Methode eröffnet Möglichkeiten für die zellbiologische Grundlagenforschung und für die Anwendung in Medizin und Biotechnologie.

Desoxyribonukleinsäure – besser bekannt unter der englischen Abkürzung DNA – ist die Trägerin unserer Erbinformation. Für Prof. Hendrik Dietz und Florian...

Im Focus: Fliegende Intensivstationen: Ultraschallgeräte in Rettungshubschraubern können Leben retten

Etwa 21 Millionen Menschen treffen jährlich in deutschen Notaufnahmen ein. Im Kampf zwischen Leben und Tod zählt für diese Patienten jede Minute. Wenn sie schon kurz nach dem Unfall zielgerichtet behandelt werden können, verbessern sich ihre Überlebenschancen erheblich. Damit Notfallmediziner in solchen Fällen schnell die richtige Diagnose stellen können, kommen in den Rettungshubschraubern der DRF Luftrettung und zunehmend auch in Notarzteinsatzfahrzeugen mobile Ultraschallgeräte zum Einsatz. Experten der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) schulen die Notärzte und Rettungsassistenten.

Mit mobilen Ultraschallgeräten können Notärzte beispielsweise innere Blutungen direkt am Unfallort identifizieren und sie bei Bedarf auch für Untersuchungen im...

Im Focus: Gigantische Magnetfelder im Universum

Astronomen aus Bonn und Tautenburg in Thüringen beobachteten mit dem 100-m-Radioteleskop Effelsberg Galaxienhaufen, das sind Ansammlungen von Sternsystemen, heißem Gas und geladenen Teilchen. An den Rändern dieser Galaxienhaufen fanden sie außergewöhnlich geordnete Magnetfelder, die sich über viele Millionen Lichtjahre erstrecken. Sie stellen die größten bekannten Magnetfelder im Universum dar.

Die Ergebnisse werden am 22. März in der Fachzeitschrift „Astronomy & Astrophysics“ veröffentlicht.

Galaxienhaufen sind die größten gravitativ gebundenen Strukturen im Universum, mit einer Ausdehnung von etwa zehn Millionen Lichtjahren. Im Vergleich dazu ist...

Im Focus: Giant Magnetic Fields in the Universe

Astronomers from Bonn and Tautenburg in Thuringia (Germany) used the 100-m radio telescope at Effelsberg to observe several galaxy clusters. At the edges of these large accumulations of dark matter, stellar systems (galaxies), hot gas, and charged particles, they found magnetic fields that are exceptionally ordered over distances of many million light years. This makes them the most extended magnetic fields in the universe known so far.

The results will be published on March 22 in the journal „Astronomy & Astrophysics“.

Galaxy clusters are the largest gravitationally bound structures in the universe. With a typical extent of about 10 million light years, i.e. 100 times the...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungen

Lebenswichtige Lebensmittelchemie

23.03.2017 | Veranstaltungen

Die „Panama Papers“ aus Programmierersicht

22.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Förderung des Instituts für Lasertechnik und Messtechnik in Ulm mit rund 1,63 Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise

TU-Bauingenieure koordinieren EU-Projekt zu Recycling-Beton von über sieben Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise