Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Patentpreis für Fraunhofer LBF Forschergruppe

10.03.2009
Forscher des Kompetenzcenter Mechatronik/Adaptronik wurden mit dem Patent Award 2008, dem Zukunftspreis der Intellectual Property Bewertungs AG (IPB), für eine Erfindung im Bereich adaptronischer Strukturschnittstellen ausgezeichnet.

Die Preisverleihung erfolgte am 29.01.2009 im Rahmen der Verleihung des 29. Innovationspreises der deutschen Wirtschaft in Frankfurt. Dr. Tobias Melz nahm in der Alten Oper Frankfurt den 3. Preis von Dr. Andreas Muth, Vorsitzender des Aufsichtsrates der IPB, entgegen.

"Der Patent Award 2008 prämiert Patente mit großem Marktpotential und setzt sich damit zum Ziel, Patente in Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft als das wahrnehmbar zu machen, was sie sind: ein Vorteil im nationalen und globalen Wettbewerb", sagte Muth.

"Wir freuen uns sehr über den Preis, den wir für die Patentfamilie DE 103 614 81 - eine modulare Schnittstelle zum Dämpfen mechanischer Schwingungen - erhalten haben", sagt Tobias Melz, Kompetenzcenterleiter Mechatronik/Adaptronik am Fraunhofer LBF. "Mit diesen Lagerstellen können wir Verbindungen zwischen Strukturen in technischen Systemen aktivieren und durch Einsatz von Funktionswerkstoffen wie Piezokeramiken eine aktive Kontrolle der übertragenen schwingungstechnischen Störenergien erreichen. Dies erlaubt eine technische und wirtschaftliche Verbesserung von Produkten."

Schwingungen sind fast allgegenwärtig in technischen Systemen. Häufig bestimmen sie die technische Auslegung von Produkten und verursachen Probleme - sie nehmen Einfluss auf Präzision, Prozessdynamik, Leichtbau, Lebensdauer, Komfort, Sicherheit oder Lärmabstrahlung von Produkten. Schwingungen zu beherrschen, ist eine zentrale Aufgabe in der Produktentwicklung und mit ausschlaggebend für den kommerziellen Produkterfolg. Die aktive Schwingungskontrolle gewinnt infolge steigender Produktanforderungen weiter an Bedeutung, um typische, gegenläufige Entwicklungsanforderungen wie Leichtbau und Schwingungen zu beherrschen.

Das Fraunhofer LBF berät seine Auftraggeber bei der Lösung von Schwingungsproblemen in allen Bereichen des Maschinenbaus. Aktive Strukturlager bieten dabei ein besonderes Potenzial der Produktoptimierung. Sie lassen es zu, direkt, aktiv in den Lagerstellen von technischen Systemen einzugreifen, über die sich Störungen von diesen oder zu diesen ausbreiten. So können Störungen an diesen Stellen vermindert werden.

Aktive Strukturlager können zur Lagerung von schweren Motoren oder Maschinen wie auch für empfindliche Messgeräte in der Qualitätssicherung eingesetzt werden. "Mit dem Patent schützen wir eine wichtige maschinenbauliche Komponente, die in vielen branchenübergreifenden Anwendungsszenarien verwendbar ist.", sagt Institutsleiter Holger Hanselka. "Inventionen und Patente sind die wahren Schätze einer Wirtschaftsnation, denn aus den Rechten erwächst der technologische Fortschritt von morgen und der wirtschaftliche Wohlstand. Natürlich sind wir als angewandte Forscher besonders an solchen Erfindungen mit hoher Produktrelevanz interessiert".

Mehr als 2.000 Gäste aus Wirtschaft, Politik, Kultur und Medien, darunter Persönlichkeiten wie Bundesforschungsministerin Annette Schavan, Bundeskanzler a.D. Gerhard Schröder und Fraunhofer Präsident Hans-Jörg Bullinger, nahmen an der Veranstaltung, die vom Wirtschaftsclub Rhein-Main e.V. und der Wirtschaftswoche ausgerichtet wurde, teil.

Anke Zeidler-Finsel | Fraunhofer Gesellschaft
Weitere Informationen:
http://www.lbf.fhg.de/

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht CAU-Wissenschaftlerin erhält EU-Förderung zur Entwicklung neuer Implantate
22.11.2017 | Christian-Albrechts-Universität zu Kiel

nachricht Illegal geschlagenes Holz in Alltagsprodukten aufspüren
21.11.2017 | Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU)

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Kleine Strukturen – große Wirkung

Innovative Schutzschicht für geringen Verbrauch künftiger Rolls-Royce Flugtriebwerke entwickelt

Gemeinsam mit Rolls-Royce Deutschland hat das Fraunhofer-Institut für Werkstoff- und Strahltechnik IWS im Rahmen von zwei Vorhaben aus dem...

Im Focus: Nanoparticles help with malaria diagnosis – new rapid test in development

The WHO reports an estimated 429,000 malaria deaths each year. The disease mostly affects tropical and subtropical regions and in particular the African continent. The Fraunhofer Institute for Silicate Research ISC teamed up with the Fraunhofer Institute for Molecular Biology and Applied Ecology IME and the Institute of Tropical Medicine at the University of Tübingen for a new test method to detect malaria parasites in blood. The idea of the research project “NanoFRET” is to develop a highly sensitive and reliable rapid diagnostic test so that patient treatment can begin as early as possible.

Malaria is caused by parasites transmitted by mosquito bite. The most dangerous form of malaria is malaria tropica. Left untreated, it is fatal in most cases....

Im Focus: Transparente Beschichtung für Alltagsanwendungen

Sport- und Outdoorbekleidung, die Wasser und Schmutz abweist, oder Windschutzscheiben, an denen kein Wasser kondensiert – viele alltägliche Produkte können von stark wasserabweisenden Beschichtungen profitieren. Am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) haben Forscher um Dr. Bastian E. Rapp einen Werkstoff für solche Beschichtungen entwickelt, der sowohl transparent als auch abriebfest ist: „Fluoropor“, einen fluorierten Polymerschaum mit durchgehender Nano-/Mikrostruktur. Sie stellen ihn in Nature Scientific Reports vor. (DOI: 10.1038/s41598-017-15287-8)

In der Natur ist das Phänomen vor allem bei Lotuspflanzen bekannt: Wassertropfen perlen von der Blattoberfläche einfach ab. Diesen Lotuseffekt ahmen...

Im Focus: Ultrakalte chemische Prozesse: Physikern gelingt beispiellose Vermessung auf Quantenniveau

Wissenschaftler um den Ulmer Physikprofessor Johannes Hecker Denschlag haben chemische Prozesse mit einer beispiellosen Auflösung auf Quantenniveau vermessen. Bei ihrer wissenschaftlichen Arbeit kombinierten die Forscher Theorie und Experiment und können so erstmals die Produktzustandsverteilung über alle Quantenzustände hinweg - unmittelbar nach der Molekülbildung - nachvollziehen. Die Forscher haben ihre Erkenntnisse in der renommierten Fachzeitschrift "Science" publiziert. Durch die Ergebnisse wird ein tieferes Verständnis zunehmend komplexer chemischer Reaktionen möglich, das zukünftig genutzt werden kann, um Reaktionsprozesse auf Quantenniveau zu steuern.

Einer deutsch-amerikanischen Forschergruppe ist es gelungen, chemische Prozesse mit einer nie dagewesenen Auflösung auf Quantenniveau zu vermessen. Dadurch...

Im Focus: Leoniden 2017: Sternschnuppen im Anflug?

Gemeinsame Pressemitteilung der Vereinigung der Sternfreunde und des Hauses der Astronomie in Heidelberg

Die Sternschnuppen der Leoniden sind in diesem Jahr gut zu beobachten, da kein Mondlicht stört. Experten sagen für die Nächte vom 16. auf den 17. und vom 17....

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

IfBB bei 12th European Bioplastics Conference mit dabei: neue Marktzahlen, neue Forschungsthemen

22.11.2017 | Veranstaltungen

Zahnimplantate: Forschungsergebnisse und ihre Konsequenzen – 31. Kongress der DGI

22.11.2017 | Veranstaltungen

Tagung widmet sich dem Thema Autonomes Fahren

21.11.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Bakterien als Schrittmacher des Darms

22.11.2017 | Biowissenschaften Chemie

Ozeanversauerung schädigt Miesmuscheln im Frühstadium

22.11.2017 | Biowissenschaften Chemie

Die gefrorenen Küsten der Arktis: Ein Lebensraum schmilzt davon

22.11.2017 | Geowissenschaften