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Outstanding Career Award für Dr. Alex von Bohlen

18.06.2014

ISAS-Wissenschaftler erhält europäische Auszeichnung für seine Verdienste in der Röntgenspektrometrie

Große Ehre für Dr. Alex von Bohlen: Der ISAS-Wissenschaftler erhält eine Auszeichnung für seine herausragende Karriere im Bereich der Röntgenspektrometrie. Der „Outstanding Career Award“ wird alle zwei Jahre von der European X-Ray Spectrometry Association (EXSA) vergeben und zeichnet Wissenschaftler aus, die in diesem Bereich seit vielen Jahren forschen und großen Einfluss auf das Gebiet hatten.

Die Preisverleihung findet am 19. Juni im Rahmen der EXSA-Konferenz in Bologna statt. Der Preisträger selber zeigt sich verblüfft: „Völlig überrascht“ habe ihn die Nachricht, berichtet er.

Dr. Alex von Bohlen arbeitet seit 30 Jahren am ISAS und beschäftigt sich schon etwa genauso lange mit der Methode, für die er nun ausgezeichnet wurde. Er hat sich in der Wissenschafts-Community vor allem mit seinen ungewöhnlichen Projekten einen Namen gemacht:

Seit Jahrzehnten entwickelt er Methoden für die Röntgenspektrometrie und nutzt diese und andere Techniken, um zum Beispiel alte Kunstwerke, Möbelstücke oder Musikinstrumente zu untersuchen und auf ihre Echtheit zu überprüfen. In einer viel beachteten Studie etwa half er Ende 2009 einem Forscherteam, den Geigenlack von Stradivari-Geigen zu analysieren. Auch alte Münzen landen bei ihm immer mal wieder unter dem Röntgen-Spektrometer.

Heute findet man den umtriebigen Wissenschaftler allerdings seltener an seinen Geräten. Stattdessen widmet er sich am ISAS seinen anderen Leidenschaften: Er führt – etwa beim jährlichen „Dortmunder Wissenschaftstag“ – Besucher durchs Haus und begeistert sie für Physik, Chemie und Biologie; er betreut Schulprojekte, hält packende Vorträge über Münzen und Graffiti und schreibt Bücher und Fachartikel. Außerdem nutzt er sein Gespür für Bildsprache und Kunst, um das ISAS mit faszinierenden Bildern zu versorgen: Mit dem Rasterelektronenmikroskop verwandelt er Salzkrusten, Rostschichten oder Blumenreste in beeindruckende Mikro-Welten, die er je nach Laune oft auch bunt koloriert.


Hintergrundinfos:
Das ISAS ist Mitglied der Leibniz-Gemeinschaft, die 89 selbständige Forschungseinrichtungen verbindet. Deren Ausrichtung reicht von den Natur-, Ingenieur- und Umweltwissenschaften über die Wirtschafts-, Raum- und Sozialwissenschaften bis zu den Geisteswissenschaften. Leibniz-Institute bearbeiten gesellschaftlich, ökonomisch und ökologisch relevante Fragestellungen. Sie betreiben erkenntnis- und anwendungsorientierte Grundlagenforschung. Sie unterhalten wissenschaftliche Infrastrukturen und bieten forschungsbasierte Dienstleistungen an. Die Leibniz-Gemeinschaft setzt Schwerpunkte im Wissenstransfer in Richtung Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Öffentlichkeit. Leibniz-Institute pflegen intensive Kooperationen mit den Hochschulen – unter anderem in Form der Wissenschaftscampi –, mit der Industrie und anderen Partnern im In- und Ausland. Sie unterliegen einem maßstabsetzenden transparenten und unabhängigen Begutachtungsverfahren. Aufgrund ihrer gesamtstaatlichen Bedeutung fördern Bund und Länder die Institute der Leibniz-Gemeinschaft gemeinsam. Die Leibniz-Institute beschäftigen rund 16.500 Personen, darunter 7.700 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. Der Gesamtetat der Institute liegt bei 1,4 Milliarden Euro.
Weitere Informationen unter http://www.leibniz-gemeinschaft.de.

Bilder:
Bilder von der Preisverleihung sind voraussichtlich ab dem 20. Juni verfügbar; bitte direkt bei Dr. Alex von Bohlen anfragen.

Verantwortlich für den Text: Tinka Wolf, Leibniz-Institut für Analytische Wissenschaften – ISAS – e.V.
 
Kontakt:

Tinka Wolf
Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Mail: tinka.wolf@isas.de
(telefonisch wieder erreichbar ab dem 30.6.)

Dr. Alex von Bohlen
Tel: 0231 1392 232
Mail: alex.vonbohlen@isas.de

Tinka Wolf | idw - Informationsdienst Wissenschaft
Weitere Informationen:
http://www.isas.de

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