Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Otto-Mangold-Preis 2009 an Heidelberger Zoologen Prof. Dr. Joachim Wittbrodt verliehen

16.04.2009
Auszeichnung für Grundlagenforschung zur frühen Augenentwicklung von Wirbeltieren

Der Heidelberger Zoologe Prof. Dr. Joachim Wittbrodt ist im Rahmen der 18. Wissenschaftlichen Tagung der Gesellschaft für Entwicklungsbiologie mit dem Otto-Mangold-Preis 2009 ausgezeichnet worden.

Prof. Wittbrodt, Leiter der Abteilung Molekulare Entwicklungsbiologie und Physiologie am Zoologischen Institut der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg und Direktor des Instituts für Toxikologie und Genetik des Forschungszentrums Karlsruhe, wurde mit der Auszeichnung für seine bahnbrechenden Forschungsarbeiten zur Zellmigration in der frühen Entwicklung von Fischembryonen geehrt.

Der Forscher erhielt den Preis, der in einem zweijährigen Turnus für wegweisende Erkenntnisse auf dem Gebiet der Entwicklungsbiologie von Wirbeltieren verliehen wird, Ende März in Hannover.

In seinen Forschungsarbeiten untersucht Prof. Wittbrodt an dem japanischen Reisfisch Medaka und am Zebrabärbling die genetischen Mechanismen, die der Augenentwicklung im Wirbeltier zugrunde liegen. Ihm ist weiterhin die Etablierung neuer Modellorganismen in der Entwicklungsbiologie (Medaka) zu verdanken.

Prof. Andreas Kispert von der Medizinischen Hochschule Hannover hob in seiner Laudatio auf Prof. Wittbrodt besonders dessen Beharrlichkeit und Innovationskraft als die Triebfedern seiner wissenschaftlichen Arbeit hervor: "Er ist in der Lage, das Potenzial neuer Entwicklungen - auch in anderen Disziplinen - bereits zu einem sehr frühen Zeitpunkt zu erkennen und sich zunutze zu machen. Als Paradebeispiel hierfür kann seine Mitwirkung an der Entwicklung eines neuartigen Mikroskops angesehen werden, welches die Untersuchung lebender Wirbeltierembryonen revolutioniert hat. Der Einsatz dieses Mikroskops hat Prof. Wittbrodt die Möglichkeit verschafft, grundlegend neue Einsichten in die Zellmigration früher Embryonen von Zebrabärbling und Medaka, den von seiner Arbeitsgruppe untersuchten Modellorganismen, zu erhalten. Dies hat sich unter anderem in mehreren Veröffentlichungen in 'Science' (313: 1130-1134 (2006); 322: 1065-1069 (2008)) niedergeschlagen." Letztere Arbeit wurde zu einer der zehn bahnbrechenden Innovationen des vergangenen Jahres in "Science" nominiert.

Ansprechpartner:
Prof. Dr. Joachim Wittbrodt
Abt. Molekulare Entwicklungsbiologie
Institut für Zoologie der Universität Heidelberg
Im Neuenheimer Feld 230
69120 Heidelberg
Tel. 06221 546498
jochen.wittbrodt@zoo.uni-heidelberg.de
Allgemeine Rückfragen von Journalisten auch an:
Universität Heidelberg
Kommunikation und Marketing
Dr. Michael Schwarz, Pressesprecher
michael.schwarz@rektorat.uni-heidelberg.de
Irene Thewalt
Tel. 06221 542310, Fax 542317
presse@rektorat.uni-heidelberg.de

Dr. Michael Schwarz | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-heidelberg.de/presse

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Rudolf-Virchow-Preis 2017 – wegweisende Forschung zu einer seltenen Form des Hodgkin-Lymphoms
23.06.2017 | Deutsche Gesellschaft für Pathologie e.V.

nachricht Repairon erhält Finanzierung für die Entwicklung künstlicher Herzmuskelgewebe
23.06.2017 | Deutsches Zentrum für Herz-Kreislauf-Forschung e.V.

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Can we see monkeys from space? Emerging technologies to map biodiversity

An international team of scientists has proposed a new multi-disciplinary approach in which an array of new technologies will allow us to map biodiversity and the risks that wildlife is facing at the scale of whole landscapes. The findings are published in Nature Ecology and Evolution. This international research is led by the Kunming Institute of Zoology from China, University of East Anglia, University of Leicester and the Leibniz Institute for Zoo and Wildlife Research.

Using a combination of satellite and ground data, the team proposes that it is now possible to map biodiversity with an accuracy that has not been previously...

Im Focus: Klima-Satellit: Mit robuster Lasertechnik Methan auf der Spur

Hitzewellen in der Arktis, längere Vegetationsperioden in Europa, schwere Überschwemmungen in Westafrika – mit Hilfe des deutsch-französischen Satelliten MERLIN wollen Wissenschaftler ab 2021 die Emissionen des Treibhausgases Methan auf der Erde erforschen. Möglich macht das ein neues robustes Lasersystem des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnologie ILT in Aachen, das eine bisher unerreichte Messgenauigkeit erzielt.

Methan entsteht unter anderem bei Fäulnisprozessen. Es ist 25-mal wirksamer als das klimaschädliche Kohlendioxid, kommt in der Erdatmosphäre aber lange nicht...

Im Focus: Climate satellite: Tracking methane with robust laser technology

Heatwaves in the Arctic, longer periods of vegetation in Europe, severe floods in West Africa – starting in 2021, scientists want to explore the emissions of the greenhouse gas methane with the German-French satellite MERLIN. This is made possible by a new robust laser system of the Fraunhofer Institute for Laser Technology ILT in Aachen, which achieves unprecedented measurement accuracy.

Methane is primarily the result of the decomposition of organic matter. The gas has a 25 times greater warming potential than carbon dioxide, but is not as...

Im Focus: How protons move through a fuel cell

Hydrogen is regarded as the energy source of the future: It is produced with solar power and can be used to generate heat and electricity in fuel cells. Empa researchers have now succeeded in decoding the movement of hydrogen ions in crystals – a key step towards more efficient energy conversion in the hydrogen industry of tomorrow.

As charge carriers, electrons and ions play the leading role in electrochemical energy storage devices and converters such as batteries and fuel cells. Proton...

Im Focus: Die Schweiz in Pole-Position in der neuen ESA-Mission

Die Europäische Weltraumagentur ESA gab heute grünes Licht für die industrielle Produktion von PLATO, der grössten europäischen wissenschaftlichen Mission zu Exoplaneten. Partner dieser Mission sind die Universitäten Bern und Genf.

Die Europäische Weltraumagentur ESA lanciert heute PLATO (PLAnetary Transits and Oscillation of stars), die grösste europäische wissenschaftliche Mission zur...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Von Batterieforschung bis Optoelektronik

23.06.2017 | Veranstaltungen

10. HDT-Tagung: Elektrische Antriebstechnologie für Hybrid- und Elektrofahrzeuge

22.06.2017 | Veranstaltungen

„Fit für die Industrie 4.0“ – Tagung von Hochschule Darmstadt und Schader-Stiftung am 27. Juni

22.06.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Radioaktive Elemente in Cassiopeia A liefern Hinweise auf Neutrinos als Ursache der Supernova-Explosion

23.06.2017 | Physik Astronomie

Dünenökosysteme modellieren

23.06.2017 | Ökologie Umwelt- Naturschutz

Makro-Mikrowelle macht Leichtbau für Luft- und Raumfahrt effizienter

23.06.2017 | Materialwissenschaften