Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Orthopädische Klinik – Labor für Biomechanik und Biomaterialien – erhält Marie-Curie-Förderung

20.09.2011
Förderung von Promovierenden und Post-Docs zum Thema Entwicklung von computergestützten Visualisierungsmethoden komplexer Bewegungsabläufe beim Menschen

Das Labor für Biomechanik und Biomaterialien (LBB, Leiter: PD Dr.-Ing. Christof Hurschler) der MHH-Klinik für Orthopädie (Direktor: Prof. Dr. Henning Windhagen) ist erstmals Partner in einem Marie Curie Initial Training Network (ITN) – in diesem Förderinstrument der Europäischen Union werden Promovierende und Post-Docs in einem Netzwerk europäischer Forschungseinrichtungen weitergebildet.

Gemeinsame Workshops und Konferenzen, Praktika und eine intensive Zusammenarbeit innerhalb des Netzwerkes fördern Forschungskooperationen und die Karriere der Nachwuchswissenschaftler durch exzellente Qualifikationen und Kontakte. Das LBB arbeitet mit sechs anderen Kooperationspartnern wie der Leibniz Universität Hannover sowie Partnern aus der Schweiz, Portugal und Italien zusammen. Die Gesamtfördersumme des Projektes beträgt 3,5 Millionen Euro, wobei das LBB mit insgesamt 475.000 Euro über vier Jahre gefördert wird.

Das gemeinsame Forschungsziel ist der so genannte “Multi-Scale-Human“: Die Forscher entwickeln Daten-, Visualisierungs- und Managementsysteme, die von der Molekularebene über die Zellular-, Gewebe- und Organebene bis hin zur Verhaltensebene des Menschen reichen. Damit soll zum Beispiel die Entstehung und der Verlauf von Gelenkbeschwerden besser verstanden, Diagnosemöglichkeiten verbessert und neue Behandlungsstrategien entwickelt werden. Insbesondere das Institut für Orthopädische Bewegungsdiagnostik (OrthoGO) wird für diese Forschungen genutzt.

„Wir wollen die komplexen Bewegungsabläufe beim Menschen eingehend beleuchten“, erklärt Dr. Hurschler. „Diese werden bisher immer noch sehr ungenau dargestellt. Das Labor für Biomechanik und Biomaterialien wird computergestützte Visualisierungsmethoden entwickeln, die beispielsweise die Bewegung der Facettengelenke einer Wirbelsäule viel exakter als bisher abbildet“. Das Ziel ist eine für den Kliniker präzise Darstellung, woraufhin bessere Diagnose- und Behandlungsmöglichkeiten folgen werden.

„Das LBB der Orthopädischen Klinik konzentriert sich im allgemeinen auf die In-vitro- und In-vivo-Gelenkkinematik, Bewegungsanalysen, Mehrkörpersimulationen und Röntgen-Stereogrammetrische Analysen (RSA) sowie die Untersuchung neuer Implantate und Biomaterialien“, erläutert Professor Windhagen. „Somit passt dieses Projekt vortrefflich zu unseren Forschungsaktivitäten.“

Weitere Informationen erhalten Sie über PD Dr.-Ing. Christof Hurschler, Sekretariat Andrea Scholz, unter Telefon (0511) 5354-629, Fax 0511 5354-875

Stefan Zorn | idw
Weitere Informationen:
http://www.lbb-mhh.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Gewebe mit Hilfe von Stammzellen regenerieren
16.10.2017 | Albert-Ludwigs-Universität Freiburg im Breisgau

nachricht Dr. Philipp Schommers erhält Förderpreis für Klinische Infektionsforschung
16.10.2017 | Uniklinik Köln

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Sicheres Bezahlen ohne Datenspur

Ob als Smartphone-App für die Fahrkarte im Nahverkehr, als Geldwertkarten für das Schwimmbad oder in Form einer Bonuskarte für den Supermarkt: Für viele gehören „elektronische Geldbörsen“ längst zum Alltag. Doch vielen Kunden ist nicht klar, dass sie mit der Nutzung dieser Angebote weitestgehend auf ihre Privatsphäre verzichten. Am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) entsteht ein sicheres und anonymes System, das gleichzeitig Alltagstauglichkeit verspricht. Es wird nun auf der Konferenz ACM CCS 2017 in den USA vorgestellt.

Es ist vor allem das fehlende Problembewusstsein, das den Informatiker Andy Rupp von der Arbeitsgruppe „Kryptographie und Sicherheit“ am KIT immer wieder...

Im Focus: Neutron star merger directly observed for the first time

University of Maryland researchers contribute to historic detection of gravitational waves and light created by event

On August 17, 2017, at 12:41:04 UTC, scientists made the first direct observation of a merger between two neutron stars--the dense, collapsed cores that remain...

Im Focus: Breaking: the first light from two neutron stars merging

Seven new papers describe the first-ever detection of light from a gravitational wave source. The event, caused by two neutron stars colliding and merging together, was dubbed GW170817 because it sent ripples through space-time that reached Earth on 2017 August 17. Around the world, hundreds of excited astronomers mobilized quickly and were able to observe the event using numerous telescopes, providing a wealth of new data.

Previous detections of gravitational waves have all involved the merger of two black holes, a feat that won the 2017 Nobel Prize in Physics earlier this month....

Im Focus: Topologische Isolatoren: Neuer Phasenübergang entdeckt

Physiker des HZB haben an BESSY II Materialien untersucht, die zu den topologischen Isolatoren gehören. Dabei entdeckten sie einen neuen Phasenübergang zwischen zwei unterschiedlichen topologischen Phasen. Eine dieser Phasen ist ferroelektrisch: das bedeutet, dass sich im Material spontan eine elektrische Polarisation ausbildet, die sich durch ein äußeres elektrisches Feld umschalten lässt. Dieses Ergebnis könnte neue Anwendungen wie das Schalten zwischen unterschiedlichen Leitfähigkeiten ermöglichen.

Topologische Isolatoren zeichnen sich dadurch aus, dass sie an ihren Oberflächen Strom sehr gut leiten, während sie im Innern Isolatoren sind. Zu dieser neuen...

Im Focus: Smarte Sensoren für effiziente Prozesse

Materialfehler im Endprodukt können in vielen Industriebereichen zu frühzeitigem Versagen führen und den sicheren Gebrauch der Erzeugnisse massiv beeinträchtigen. Eine Schlüsselrolle im Rahmen der Qualitätssicherung kommt daher intelligenten, zerstörungsfreien Sensorsystemen zu, die es erlauben, Bauteile schnell und kostengünstig zu prüfen, ohne das Material selbst zu beschädigen oder die Oberfläche zu verändern. Experten des Fraunhofer IZFP in Saarbrücken präsentieren vom 7. bis 10. November 2017 auf der Blechexpo in Stuttgart zwei Exponate, die eine schnelle, zuverlässige und automatisierte Materialcharakterisierung und Fehlerbestimmung ermöglichen (Halle 5, Stand 5306).

Bei Verwendung zeitaufwändiger zerstörender Prüfverfahren zieht die Qualitätsprüfung durch die Beschädigung oder Zerstörung der Produkte enorme Kosten nach...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - Dezember 2017

17.10.2017 | Veranstaltungen

Intelligente Messmethoden für die Bauwerkssicherheit: Fachtagung „Messen im Bauwesen“ am 14.11.2017

17.10.2017 | Veranstaltungen

Meeresbiologe Mark E. Hay zu Gast bei den "Noblen Gesprächen" am Beutenberg Campus in Jena

16.10.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Sicheres Bezahlen ohne Datenspur

17.10.2017 | Informationstechnologie

Pflanzen gegen Staunässe schützen

17.10.2017 | Biowissenschaften Chemie

Den Trends der Umweltbranche auf der Spur

17.10.2017 | Ökologie Umwelt- Naturschutz