Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Orientierung im Datenmeer

10.08.2015

Mehr als nur ein Datenportal
Das Projekt GFBio erhält von der Deutschen Forschungsgemeinschaft 5,8 Millionen Euro. Damit baut es eine nationale Dateninfrastruktur im Bereich der Biodiversitätsforschung auf.

Innovative Forschung sowie neue Techniken im Bereich der Biodiversitäts- und Ökosystemforschung führen nicht nur zu neuen Erkenntnissen, sondern auch zu einer Flut an Daten. Nun gilt es, dieses Datenmeer optimal zu managen.

Das Ziel dabei: Die Daten sollen allen Nutzern und Interessenten öffentlich und langfristig zugänglich sein. Nur so ist auch eine spätere Nutzung effektiv ermöglicht; z.B. um Veränderungen in der Zusammensetzung von Tier- und Pflanzengemeinschaften, die etwa durch den Klimawandel bedingt sind, über Jahrzehnte hinweg zu erforschen. Je besser die Daten verfügbar sind, desto fundierter auch die zukünftigen wissenschaftlichen Erkenntnisse bzw. die damit verbundenen Handlungsoptionen.

Mit den Fördermitteln in Höhe von 5.8 Millionen Euro erkennt die Deutsche Forschungsgemeinschaft an, wie wichtig es ist, wissenschaftliche Daten gut zu managen. Sie sind die Basis für die zweite Phase des deutschen Verbands für biologische Daten GFBio („German Federation for Biological Data“).

Das Verbundprojekt umfasst 19 Partner aus ganz Deutschland und zielt zum einen darauf ab, bereits vorhandene molekulare und ökologische Daten aus bestehenden Dateninfrastrukturen in einem Portal zu vereinigen. Vor allem will GFBio aber einen Rundum-Service für die Nutzung wissenschaftlicher Daten bieten.

Das Zusammenführen sehr heterogener biologischer Daten, wie Genom-, Umwelt- und Sammlungsdaten und das Unterstützungder Wissenschaftler z.B. bei der Projektplanung, bei der Datenerfassung und -visualisierung sowie bei der Langzeitarchivierung in einem der angeschlossenen Datenzentren ist ein ganzheitlicher und international einmaligerAnsatz.

Die jetzt bewilligten Fördermittel ermöglichen es GFBio, seine seit Dezember 2013 im Aufbau befindlichen Dienstleistungen weiter zu entwickeln bzw. zu erweitern. Damit will sich GFBio langfristig als die deutsche Anlaufstelle für Datenmanagement im Bereich der Biodiversitätsforschung etablieren und effektiv zukünftige wissenschaftlich Fragestellungen unterstützen, indem es qualitativ hochwertige Daten schnell und flexibel bereitstellt.

GFBio wird an der Universität Bremen koordiniert.

Weitere Informationen:
Diepenbroek, M., Glöckner, F., Grobe, P., Güntsch, A., Huber, R., König-Ries, B., Kostadinov, I., Nieschulze, J., Seeger, B., Tolksdorf, R., Triebel, D. (2014). Towards an Integrated Biodiversity and Ecological Research Data Management and Archiving Platform: The German Federation for the Curation of Biological Data (GFBio). In: Plödereder, E., Grunske, L., Schneider, E. & Ull, D. (eds): Informatik 2014 – Big Data Komplexität meistern. GI-Edition: Lecture Notes in Informatics (LNI) – Proceedings 232: 1711-1724. Köllen Verlag, Bonn

Kontakt:
Dr. Michael Diepenbroek, Universität Bremen, MARUM, PANGAEA, Tel: (421) 218-65590, E-Mail: mdiepenbroek@pangaea.de
Dr. Juliane Steckel, Georg-August-Universität Göttingen, Abt. Forschung und CBL – Zentrum für Biodiversität und nachhaltige Landnutzung, Tel: (0551) 39 33907, E-Mail: Juliane.Steckel@zentr.uni-goettingen.de

Albert Gerdes | idw - Informationsdienst Wissenschaft
Weitere Informationen:
http://www.marum.de

Weitere Berichte zu: Archiving Big Data CBL MARUM Management Marine Platform Umweltwissenschaften Verbundprojekt

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Förderung des Instituts für Lasertechnik und Messtechnik in Ulm mit rund 1,63 Millionen Euro
24.03.2017 | Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg

nachricht TU-Bauingenieure koordinieren EU-Projekt zu Recycling-Beton von über sieben Millionen Euro
24.03.2017 | Technische Universität Kaiserslautern

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Im Focus: Designer-Proteine falten DNA

Florian Praetorius und Prof. Hendrik Dietz von der Technischen Universität München (TUM) haben eine neue Methode entwickelt, mit deren Hilfe sie definierte Hybrid-Strukturen aus DNA und Proteinen aufbauen können. Die Methode eröffnet Möglichkeiten für die zellbiologische Grundlagenforschung und für die Anwendung in Medizin und Biotechnologie.

Desoxyribonukleinsäure – besser bekannt unter der englischen Abkürzung DNA – ist die Trägerin unserer Erbinformation. Für Prof. Hendrik Dietz und Florian...

Im Focus: Fliegende Intensivstationen: Ultraschallgeräte in Rettungshubschraubern können Leben retten

Etwa 21 Millionen Menschen treffen jährlich in deutschen Notaufnahmen ein. Im Kampf zwischen Leben und Tod zählt für diese Patienten jede Minute. Wenn sie schon kurz nach dem Unfall zielgerichtet behandelt werden können, verbessern sich ihre Überlebenschancen erheblich. Damit Notfallmediziner in solchen Fällen schnell die richtige Diagnose stellen können, kommen in den Rettungshubschraubern der DRF Luftrettung und zunehmend auch in Notarzteinsatzfahrzeugen mobile Ultraschallgeräte zum Einsatz. Experten der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) schulen die Notärzte und Rettungsassistenten.

Mit mobilen Ultraschallgeräten können Notärzte beispielsweise innere Blutungen direkt am Unfallort identifizieren und sie bei Bedarf auch für Untersuchungen im...

Im Focus: Gigantische Magnetfelder im Universum

Astronomen aus Bonn und Tautenburg in Thüringen beobachteten mit dem 100-m-Radioteleskop Effelsberg Galaxienhaufen, das sind Ansammlungen von Sternsystemen, heißem Gas und geladenen Teilchen. An den Rändern dieser Galaxienhaufen fanden sie außergewöhnlich geordnete Magnetfelder, die sich über viele Millionen Lichtjahre erstrecken. Sie stellen die größten bekannten Magnetfelder im Universum dar.

Die Ergebnisse werden am 22. März in der Fachzeitschrift „Astronomy & Astrophysics“ veröffentlicht.

Galaxienhaufen sind die größten gravitativ gebundenen Strukturen im Universum, mit einer Ausdehnung von etwa zehn Millionen Lichtjahren. Im Vergleich dazu ist...

Im Focus: Giant Magnetic Fields in the Universe

Astronomers from Bonn and Tautenburg in Thuringia (Germany) used the 100-m radio telescope at Effelsberg to observe several galaxy clusters. At the edges of these large accumulations of dark matter, stellar systems (galaxies), hot gas, and charged particles, they found magnetic fields that are exceptionally ordered over distances of many million light years. This makes them the most extended magnetic fields in the universe known so far.

The results will be published on March 22 in the journal „Astronomy & Astrophysics“.

Galaxy clusters are the largest gravitationally bound structures in the universe. With a typical extent of about 10 million light years, i.e. 100 times the...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungen

Lebenswichtige Lebensmittelchemie

23.03.2017 | Veranstaltungen

Die „Panama Papers“ aus Programmierersicht

22.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Förderung des Instituts für Lasertechnik und Messtechnik in Ulm mit rund 1,63 Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise

TU-Bauingenieure koordinieren EU-Projekt zu Recycling-Beton von über sieben Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise