Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Optimale Versorgung für jeden Krebskranken

30.03.2010
Deutsche Krebshilfe fördert Onkologische Spitzenzentren

Die Qualität der medizinischen Versorgung von Krebs-Patienten ist bundesweit immer noch sehr unterschiedlich. Das will die Deutsche Krebshilfe ändern: Nach dem Vorbild der amerikanischen Comprehensive Cancer Centers fördert sie elf universitäre Exzellenz-Zentren mit dem Ziel, die Krebsmedizin zu optimieren. Eines ist das Centrum für Integrierte Onkologie (CIO) Köln Bonn. In der aktuellen Ausgabe ihres Magazins stellt die Deutsche Krebshilfe die Arbeit dieses Zentrums ausführlich vor.

Peter Esser hat Lungenkrebs – mit Metastasen im ganzen Körper. Auch der Kopf ist betroffen. Seine Lage scheint hoffnungslos, als er sich in der Tumorambulanz des Onkologischen Spitzenzentrums CIO Köln Bonn vorstellt. Herr Esser hat Kopien aller Ergebnisse der Voruntersuchungen mitgebracht und erhält direkt einen Termin in der interdisziplinären Lungenkrebs-Sprechstunde. Ein Krebsspezialist, ein Chirurg und ein Strahlentherapeut diskutieren die Befunde und erarbeiten eine passende, erfolgversprechende Therapie für Peter Esser: Zunächst wird sein Kopf bestrahlt. Anschließend erhält der 48-Jährige im Rahmen einer klinischen Studie ein neues Medikament, das den Tumor in seiner Lunge verkleinert. „Das war mein großes Glück. Sonst würde ich hier bestimmt nicht mehr sitzen“, erzählt Peter Esser. Eine „Patientenlotsin“ begleitet ihn bei den Tumor-Sprechstunden, organisiert die Behandlungstermine, vermittelt zwischen den Ärzten, übersetzt, was die Mediziner sagen und geht mit zur Therapie, wenn es dem Patienten nicht gut geht.

Zentrale Anlaufstellen für Krebs-Patienten, Tumor-Sprechstunden, eine interdisziplinäre Behandlung nach Leitlinien, ein modernes Qualitätssicherungssystem und die enge Verbindung zur Forschung – dies sind die Grundvoraussetzungen für ein Onkologisches Spitzenzentrum. Das CIO Köln Bonn ist eines von elf Onkologischen Spitzenzentren der Deutschen Krebshilfe. Die gemeinnützige Organisation hat dieses Programm mit dem Ziel initiiert, um mittelfristig für alle Betroffenen eine optimale Versorgung auf höchstem Niveau zu gewährleisten. Insgesamt fördert die Deutsche Krebshilfe das Programm mit jährlich zehn Millionen Euro. Durch ein Netz von Kooperationspartnern wie beispielsweise niedergelassene Ärzte in der Umgebung wird die bestmögliche

Behandlung der Krebs-Patienten auch außerhalb des Spitzenzentrums gewährleistet. „Wir wollen die Versorgung aller Krebs-Patienten in einer Region von vier Millionen Menschen optimal gestalten, so dass jeder Krebserkrankte, egal woher er kommt, eine innovative und zeitgemäße Behandlung erhält“, sagt Professor Dr. Michael Hallek, Vorstandsvorsitzender des CIO Köln Bonn.

Das komplette Interview mit Professor Hallek und den Bericht über die Arbeit des CIO Köln Bonn finden Interessierte in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift „Magazin der Deutschen Krebshilfe“. Hier berichtet die gemeinnützige Organisation zudem über aktuelle Forschungsprojekte, die Aktivitäten ihres Förderkreises – des Mildred-Scheel-Kreises – sowie über Aktionen und Veranstaltungen zu Gunsten krebskranker Menschen.

Mit dem „Magazin der Deutschen Krebshilfe“ informiert die Organisation regelmäßig über ihre Aktivitäten und den Einsatz der ihr anvertrauten Spendengelder. Interessierte können die Zeitschrift kostenfrei anfordern bei: Deutsche Krebshilfe, Postfach 14 67, 53004 Bonn, oder unter www.krebshilfe.de als PDF-Datei abrufen.

| Deutsche Krebshilfe e. V.
Weitere Informationen:
http://www.krebshilfe.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Neues Helmholtz-Institut in Würzburg erforscht Infektionen auf genetischer Ebene
24.05.2017 | Hermann von Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren

nachricht CRTD erhält 1.56 Millionen Euro BMBF-Förderung für Forschung zu degenerativen Netzhauterkrankungen
24.05.2017 | DFG-Forschungszentrum für Regenerative Therapien TU Dresden

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Orientierungslauf im Mikrokosmos

Physiker der Universität Würzburg können auf Knopfdruck einzelne Lichtteilchen erzeugen, die einander ähneln wie ein Ei dem anderen. Zwei neue Studien zeigen nun, welches Potenzial diese Methode hat.

Der Quantencomputer beflügelt seit Jahrzehnten die Phantasie der Wissenschaftler: Er beruht auf grundlegend anderen Phänomenen als ein herkömmlicher Rechner....

Im Focus: A quantum walk of photons

Physicists from the University of Würzburg are capable of generating identical looking single light particles at the push of a button. Two new studies now demonstrate the potential this method holds.

The quantum computer has fuelled the imagination of scientists for decades: It is based on fundamentally different phenomena than a conventional computer....

Im Focus: Tumult im trägen Elektronen-Dasein

Ein internationales Team von Physikern hat erstmals das Streuverhalten von Elektronen in einem nichtleitenden Material direkt beobachtet. Ihre Erkenntnisse könnten der Strahlungsmedizin zu Gute kommen.

Elektronen in nichtleitenden Materialien könnte man Trägheit nachsagen. In der Regel bleiben sie an ihren Plätzen, tief im Inneren eines solchen Atomverbunds....

Im Focus: Turmoil in sluggish electrons’ existence

An international team of physicists has monitored the scattering behaviour of electrons in a non-conducting material in real-time. Their insights could be beneficial for radiotherapy.

We can refer to electrons in non-conducting materials as ‘sluggish’. Typically, they remain fixed in a location, deep inside an atomic composite. It is hence...

Im Focus: Hauchdünne magnetische Materialien für zukünftige Quantentechnologien entwickelt

Zweidimensionale magnetische Strukturen gelten als vielversprechendes Material für neuartige Datenspeicher, da sich die magnetischen Eigenschaften einzelner Molekülen untersuchen und verändern lassen. Forscher haben nun erstmals einen hauchdünnen Ferrimagneten hergestellt, bei dem sich Moleküle mit verschiedenen magnetischen Zentren auf einer Goldfläche selbst zu einem Schachbrettmuster anordnen. Dies berichten Wissenschaftler des Swiss Nanoscience Institutes der Universität Basel und des Paul Scherrer Institutes in der Wissenschaftszeitschrift «Nature Communications».

Ferrimagneten besitzen zwei magnetische Zentren, deren Magnetismus verschieden stark ist und in entgegengesetzte Richtungen zeigt. Zweidimensionale, quasi...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Meeresschutz im Fokus: Das IASS auf der UN-Ozean-Konferenz in New York vom 5.-9. Juni

24.05.2017 | Veranstaltungen

Diabetes Kongress in Hamburg beginnt heute: Rund 6000 Teilnehmer werden erwartet

24.05.2017 | Veranstaltungen

Wissensbuffet: „All you can eat – and learn”

24.05.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Hochspannung für den Teilchenbeschleuniger der Zukunft

24.05.2017 | Physik Astronomie

3D-Graphen: Experiment an BESSY II zeigt, dass optische Eigenschaften einstellbar sind

24.05.2017 | Physik Astronomie

Optisches Messverfahren für Zellanalysen in Echtzeit - Ulmer Physiker auf der Messe "Sensor+Test"

24.05.2017 | Messenachrichten