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Offizielle Verleihung des Kyoto-Preises 2010 - William Kentridge nimmt Kyoto-Preis entgegen

10.11.2010
Künstler William Kentridge, Mathematiker Dr. László Lovász und Dr. Shinya Yamanaka, Arzt und Stammzellenforscher, haben heute den Kyoto-Preis entgegengenommen.

Der Kyoto-Preis ist eine der weltweit höchsten Ehrungen in Kultur und Wissenschaft und pro Kategorie mit 50 Millionen Yen (zurzeit rund 435.000 Euro) dotiert. Er wird alljährlich in Kyoto durch die Inamori-Stiftung vergeben, die 1984 von Dr. Kazuo Inamori, dem Gründer des japanischen Technologiekonzerns Kyocera, ins Leben gerufen wurde.

Mit dem Kyoto-Preis würdigt die Inamori-Stiftung das Lebenswerk von Persönlichkeiten, die sich mit herausragenden Leistungen in ihrem Bereich verdient gemacht haben.

Der südafrikanische Künstler William Kentridge erhält den Preis in der Kategorie Kunst und Philosophie für die Erschaffung einer eigenen ursprünglichen Kunst, die traditionelle Zeichentechniken in Animation, Videoprojektion und andere Medien einbringt.

In den späten 1980ern begann er mit der Produktion seiner besonderen Animationsfilme, in denen er die Geschichte und die sozialen Umstände Südafrikas reflektiert.

Preisträger in der Kategorie Grundlagenforschung ist der ungarische Mathematiker Dr. László Lovász, der für seine Erfolge auf dem Gebiet des diskreten Optimierungsalgorithmus ausgezeichnet wird. Er konnte herausragende Beiträge zur Förderung der akademischen wie auch technologischen Möglichkeiten der mathematischen Wissenschaften leisten.

In der Kategorie Hochtechnologie zeichnet die Inamori-Stiftung den japanischen Arzt Dr. Shinya Yamanka aus. Er erhält den Kyoto-Preis für seine Stammzellenforschung. Zusammen mit seinem Team programmierte er Zellen so um, dass sie in Ihrer Art und Weise embryonalen Stammzellen glichen.

Die Verleihung fand heute im Kyoto International Conference Center statt. Den drei Laureaten wurde in einer feierlichen Zeremonie ein Diplom, die Kyoto-Preis Medaille und das Preisgeld überreicht. Mitglieder der Kaiserfamilie adelten mit ihrer Anwesenheit die Gala, an der über tausend Gäste aus aller Welt teilnahmen.

Mit dem diesjährigen Kyoto-Preis werden bereits zum 26. Mal Persönlichkeiten geehrt, die sich um die Weiterentwicklung der Wissenschaften und Künste verdient gemacht haben. Unter anderem nahmen in den vergangenen Jahren bereits die deutsche Choreographin Pina Bausch, der deutsche Philosoph Jürgen Habermas, der japanische Modeschöpfer Issey Miyake, der österreichische Musiker und Dirigent Nikolaus Harnoncourt, der Komponist Pierre Boulez sowie die Primatenforscherin Jane Goodall den Preis entgegen.

Über Kyocera
Die Kyocera Corporation mit Hauptsitz in Kyoto ist einer der weltweit führenden Anbieter feinkeramischer Komponenten für die Technologieindustrie. Strategisch wichtige Geschäftsfelder der aus 213 Tochtergesellschaften (1. April 2010) bestehenden Kyocera-Gruppe bilden Informations- und Kommunikationstechnologie, Produkte zur Steigerung der Lebensqualität sowie umweltverträgliche Produkte. Der Technologie-Konzern ist weltweit einer der größten Produzenten von Solarenergie-Systemen.

Mit über 63.000 Mitarbeitern erwirtschaftete Kyocera im Geschäftsjahr 2009/2010 einen Netto-Jahresumsatz von rund 8,59 Milliarden Euro. In Europa vertreibt das Unternehmen u.a. Laserdrucker und digitale Kopiersysteme, mikroelektronische Bauteile, Feinkeramik-Produkte sowie Solarkomplettsysteme. Kyocera ist in Deutschland mit zwei eigenständigen Gesellschaften vertreten: der Kyocera Fineceramics GmbH in Neuss und Esslingen sowie der Kyocera Mita Deutschland GmbH in Meerbusch.

Das Unternehmen engagiert sich auch kulturell: Über die vom Firmengründer ins Leben gerufene und nach ihm benannte Inamori-Stiftung wird der imageträchtige Kyoto-Preis als eine der weltweit höchst dotierten Auszeichnungen des Lebenswerkes hochrangiger Wissenschaftler und Künstler verliehen (umgerechnet zurzeit ca. 435.000 Euro pro Preiskategorie).

Daniela Faust | Kyocera
Weitere Informationen:
http://www.kyocera.de

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