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ÖkoGlobes vergeben

07.09.2011
Die Gewinner des ÖkoGlobe 2011 stehen fest: Fünf Autobauer sowie vier Dienstleister und Zulieferunternehmen der Mobilitätsbranche wurden am 6. September in Karlsruhe für ihre nachhaltigen Konzepte und Produkte ausgezeichnet.

Vor 130 geladenen Gästen aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft gingen die begehrten Auszeichnungen an Daimler, BMW, Ford, Opel, Peugeot, Evonik sowie Continental, airberlin und Verbio. Die unabhängige Jury ehrte zudem Unternehmerin Maria-Elisabeth Schaeffler als Persönlichkeit des Jahres. Erstmals vergeben wurde die grüne Zitrone. Den Anti-Preis verdiente sich Audi für sein Konzeptfahrzeug A1 Clubsport Quattro.

Zum fünften Mal hatte das ÖkoGlobe-Institut der Universität Duisburg-Essen (UDE) die international anerkannten Umweltpreise ausgelobt. Die sieben Juroren hatten dabei 78 Vorschläge in neun Kategorien zu bewerten, viele betrafen Elektromobilität und Leichtbau. „Wir haben uns die Entscheidungen nicht leicht gemacht, welche nachhaltigen Innovationen in der Branche wir mit den ÖkoGlobes bedenken und auf welche falsche Entwicklung wir mit der grünen Zitrone hinweisen wollen“, erklärt Jury-Vorsitzender und UDE-Professor Dr. Ferdinand Dudenhöffer.

BWM überzeugte mit einer Karbon-Karosserie. Als erster Autobauer weltweit wird er diese ab 2013 serienmäßig produzieren und dabei Elektroantrieb und Leichtbau verbinden.

Opels Ampera bekam den ÖkoGlobe als nachhaltigste Serieninnovation. Eine neue Technologie macht das Elektroauto, das ab November in Deutschland zu haben ist, alltagstauglich. Ist der Strom aufgebracht, schaltet sich ein Benzinmotor ein.

In der Kategorie „Nachhaltige Fahrzeugantriebe“ gab es mit Peugeot und Ford gleich zwei Sieger. Die Franzosen können beim 3008 Hybrid4 mit einem Novum aufwarten, denn das Modell kombiniert einen Diesel- mit einem Elektromotor. Ford ist der erste große Hersteller, der mit dem Transit Connect electric ein rein elektrisch angetriebenes leichtes Nutzfahrzeug anbietet.

Einen ÖkoGlobe heimste auch das Daimler Bus System ein – eine intelligente und klimafreundliche Alternative, die helfen könnte, den Mobilitätsbedarf in Metropolen von Entwicklungsländern zu decken.

Evonik wurde für sein unkonventionelles Konzeptfahrzeug Wind Explorer prämiert, das einen E-Antrieb mit Windkraft verbindet. Das Auto besteht aus Leichtbauwerkstoffen und besitzt eine innovative Batterietechnologie, ein Windrad und einen Kite-Antrieb.

Continental erhielt den ÖkoGlobe für sein SoftwareKonzept eHorizon und das aktive Gaspedal AFFP. Beides sorgt für verbrauchsärmeres Fahren. Airberlin überzeugte die Jury mit dem Programm Ökoeffizientes Fliegen, das u.a. Treibstoff einspart. Und Verbio, Hersteller und Anbieter von Biokraftstoffen, machte das Rennen mit seiner Bio-Raffinerie, die Methan aus reinen Non-Food-Materialien gewinnt.

Den ÖkoGlobe in der Kategorie Persönlichkeit des Jahres nahm Gesellschafterin und Managerin Maria-Elisabeth Schaeffler entgegen. Damit würdige man ihre beeindruckenden unternehmerischen Leistungen sowie ihr großes kulturelles und soziales Engagement, erklärte die Jury.

Diese ist sich auch einig, dass Audi in die falsche Richtung fährt. Denn was will ein Kleinwagen mit 503 PS, der es in 3,7 Sekunden von 0 auf 100 km/h schafft, im Straßenverkehr? Der A1 Clubsport Quattro sei alles andere als ein Signal, dem Klimawandel entgegenzutreten – weswegen es auch keinen ÖkoGlobe, sondern die grüne Zitrone gab. Einem unausgereiften Konzept wird Saures gegeben.

Weitere Informationen: www.uni-due.de/oekoglobe,
Prof. Dr. Ferdinand Dudenhöffer, Tel. 0203/379-1111,
ferdinand.dudenhoeffer@uni-due

Ulrike Bohnsack | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-due.de
http://www.uni-due.de/oekoglobe

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