Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

NRW-Gesundheitsministerin Steffens zeichnet UKM-Projekt aus

12.11.2010
Hörscreeningzentrale Westfalen-Lippe verhindert Verzögerung in der Versorgung schwerhöriger Neugeborener

Die Hörscreeningzentrale Westfalen-Lippe an der Klinik und Poliklinik für Phoniatrie und Pädaudiologie an der Uniklinik Münster (UKM) ist jetzt mit dem Gesundheitspreis 2010 des Landes NRW (2. Preis) ausgezeichnet worden.

Klinikdirektorin Prof. Dr. Antoinette am Zehnhoff-Dinnesen sowie Dipl.-Psychologe Peter Matulat (UKM-Klinik für Phoniatrie und Pädaudiologie) werden den mit 3.000 Euro dotierten Preis für ihr Projekt „Aufbau einer Hörscreeningzentrale für Westfalen-Lippe – Beratung, Schulung und Nachverfolgung“ am 8. Dezember von NRW-Gesundheitsministerin Barbara Steffens entgegen nehmen.

Seit dem 1. Januar 2009 besteht für alle neugeborenen Kinder in Deutschland ein Rechtsanspruch auf eine Früherkennungsuntersuchung zur Feststellung der Hörfähigkeit innerhalb der ersten drei Lebenstage. In Deutschland kommen von 1000 Kindern zwei bis drei mit einer behandlungsbedürftigen Hörstörung zur Welt. Wird diese Behinderung zu spät erkannt, kann das zu gravierenden Einbußen der Sprachentwicklung führen: Je länger der Hörverlust unentdeckt bleibt, desto schwieriger wird es für das Kind, den Rückstand aufzuholen.

Westfalen-Lippe zählt mit rund 70.000 Geburten zu den geburtenstärksten Regionen Deutschlands.

Die Hörscreening-Zentrale am UKM

· begleitet Kinder und Eltern aus Westfalen-Lippe, bis die Hörfähigkeit des Kindes abschließend geklärt ist und – wenn nötig – die Behandlung und Förderung eingesetzt haben. Dabei informiert die Zentrale bei fehlenden Kontrollen die Eltern, um den Stand der Untersuchungen zu klären.

· unterstützt Geburtskliniken beim Aufbau eines Neugeborenen-Hörscreenings und bei der Anpassung der internen Verfahrensabläufe.

· bietet den screenenden Beschäftigten in den Kliniken kontinuierlich Schulungen an.

· sorgt für die Qualitätssicherung bzgl. Hörscreening, Dokumentation und Sicherstellung zeitnaher audiologischer Nachfolgediagnostik und stellt statistische Kenngrößen zur Verfügung.

Bisher Erreichtes

· In der Hörscreening-Zentrale des UKM laufen die Daten von 73 Geburtskliniken sowie 64 Nachsorgestellen zusammen. 61 der involvierten Kliniken konnten schon technisch an die Hörscreening-Zentrale am UKM angebunden werden.

· Seit 2007 hat die Hörscreening-Zentrale des UKM über 950 Hebammen und Kinderkrankenschwestern für das Screening geschult und zertifiziert. Das Baby-Hörmobil (gesponsert durch Rotary Club Münster-Rüschhaus) hat für Schulungen und technischen Support in den Geburtskliniken bisher über 40000 km in Westfalen-Lippe zurückgelegt.

· Das Infomaterial für die Eltern und die Einverständniserklärungen zur Datenübertragung und zum Tracking sowie die Informationen bei einem kontrollbedürftigen Screeningergebnis wurden in neun Sprachen übersetzt und den Kliniken zur Verfügung gestellt.

Monatlich werden mit steigender Tendenz die Daten von ca. 3700 Neugeborenen durch die Hörscreening-Zentrale verarbeitet und die Kontrollbedürftigkeit nachverfolgt. Im Jahr 2008 wurden durch konsequente Nachverfolgung der kontrollbedürftigen Kinder 40 schwerhörige Säuglinge mit Hörgeräten frühversorgt, in 2009 53 Säuglinge und im laufenden Jahr bisher 49 Säuglinge.

Simone Hoffmann | Universitätsklinikum Münster (UK
Weitere Informationen:
http://www.ukmuenster.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Innovationspreis 2017 der Deutschen Hochschulmedizin e.V.
24.04.2017 | Deutsche Hochschulmedizin e.V.

nachricht EU-Förderung in Millionenhöhe für Regensburger Wissenschaftler
21.04.2017 | Universität Regensburg

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Weltweit einzigartiger Windkanal im Leipziger Wolkenlabor hat Betrieb aufgenommen

Am Leibniz-Institut für Troposphärenforschung (TROPOS) ist am Dienstag eine weltweit einzigartige Anlage in Betrieb genommen worden, mit der die Einflüsse von Turbulenzen auf Wolkenprozesse unter präzise einstellbaren Versuchsbedingungen untersucht werden können. Der neue Windkanal ist Teil des Leipziger Wolkenlabors, in dem seit 2006 verschiedenste Wolkenprozesse simuliert werden. Unter Laborbedingungen wurden z.B. das Entstehen und Gefrieren von Wolken nachgestellt. Wie stark Luftverwirbelungen diese Prozesse beeinflussen, konnte bisher noch nicht untersucht werden. Deshalb entstand in den letzten Jahren eine ergänzende Anlage für rund eine Million Euro.

Die von dieser Anlage zu erwarteten neuen Erkenntnisse sind wichtig für das Verständnis von Wetter und Klima, wie etwa die Bildung von Niederschlag und die...

Im Focus: Nanoskopie auf dem Chip: Mikroskopie in HD-Qualität

Neue Erfindung der Universitäten Bielefeld und Tromsø (Norwegen)

Physiker der Universität Bielefeld und der norwegischen Universität Tromsø haben einen Chip entwickelt, der super-auflösende Lichtmikroskopie, auch...

Im Focus: Löschbare Tinte für den 3-D-Druck

Im 3-D-Druckverfahren durch Direktes Laserschreiben können Mikrometer-große Strukturen mit genau definierten Eigenschaften geschrieben werden. Forscher des Karlsruher Institus für Technologie (KIT) haben ein Verfahren entwickelt, durch das sich die 3-D-Tinte für die Drucker wieder ‚wegwischen‘ lässt. Die bis zu hundert Nanometer kleinen Strukturen lassen sich dadurch wiederholt auflösen und neu schreiben - ein Nanometer entspricht einem millionstel Millimeter. Die Entwicklung eröffnet der 3-D-Fertigungstechnik vielfältige neue Anwendungen, zum Beispiel in der Biologie oder Materialentwicklung.

Beim Direkten Laserschreiben erzeugt ein computergesteuerter, fokussierter Laserstrahl in einem Fotolack wie ein Stift die Struktur. „Eine Tinte zu entwickeln,...

Im Focus: Leichtbau serientauglich machen

Immer mehr Autobauer setzen auf Karosserieteile aus kohlenstofffaserverstärktem Kunststoff (CFK). Dennoch müssen Fertigungs- und Reparaturkosten weiter gesenkt werden, um CFK kostengünstig nutzbar zu machen. Das Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) hat daher zusammen mit der Volkswagen AG und fünf weiteren Partnern im Projekt HolQueSt 3D Laserprozesse zum automatisierten Besäumen, Bohren und Reparieren von dreidimensionalen Bauteilen entwickelt.

Automatisiert ablaufende Bearbeitungsprozesse sind die Grundlage, um CFK-Bauteile endgültig in die Serienproduktion zu bringen. Ausgerichtet an einem...

Im Focus: Making lightweight construction suitable for series production

More and more automobile companies are focusing on body parts made of carbon fiber reinforced plastics (CFRP). However, manufacturing and repair costs must be further reduced in order to make CFRP more economical in use. Together with the Volkswagen AG and five other partners in the project HolQueSt 3D, the Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) has developed laser processes for the automatic trimming, drilling and repair of three-dimensional components.

Automated manufacturing processes are the basis for ultimately establishing the series production of CFRP components. In the project HolQueSt 3D, the LZH has...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Ballungsräume Europas

26.04.2017 | Veranstaltungen

200 Weltneuheiten beim Innovationstag Mittelstand in Berlin

26.04.2017 | Veranstaltungen

123. Internistenkongress: Wie digitale Technik die Patientenversorgung verändert

26.04.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Akute Myeloische Leukämie: Ulmer erforschen bisher unbekannten Mechanismus der Blutkrebsentstehung

26.04.2017 | Biowissenschaften Chemie

Naturkatastrophen kosten Winzer jährlich Milliarden

26.04.2017 | Interdisziplinäre Forschung

Zusammenhang zwischen Immunsystem, Hirnstruktur und Gedächtnis entdeckt

26.04.2017 | Biowissenschaften Chemie