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NRW-Förderprogramm für die Geistes- und Gesellschaftswissenschaften

24.10.2013
Wissenschaftsministerium unterstützt Verbesserung der Infrastruktur an den Hochschulen mit einer Million Euro

19 Forscherteams erhalten im Rahmen des Förderprogramms für die Geistes- und Gesellschaftswissenschaften insgesamt eine Million Euro für die Verbesserung der Infrastruktur für die Forschung.

Bis Ende 2014 sollen zum Beispiel vom Verfall bedrohte Musikaufnahmen digitalisiert und für die Forschung zugänglich gemacht werden oder eine antike Münzsammlung digital zugänglich gemacht werden. „Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler retten Kulturgüter, die sonst für immer verloren wären. Andere bauen Internet-Plattformen auf, mit deren Hilfe eine ganz neue Form der vernetzten Forschung möglich wird. Ich freue mich, dass wir so viele hochkarätige Projekte fördern können", sagte Wissenschaftsministerin Svenja Schulze.

Eine mit Wissenschaftlern von außerhalb Nordrhein-Westfalens besetzte Jury hat die Projektvorhaben aus den Geistes- und Gesellschaftswissenschaften begutachtet und aus den 35 Anträgen 19 zur Förderung empfohlen. Pro Projekt konnten bis zu 60.000 Euro beantragt werden, wobei sich die Hochschulen mit einem Eigenanteil von mindestens zehn Prozent an den Kosten beteiligen.

Diese Projekte werden gefördert:

- Universität Bielefeld, Prof. Dr. Andreas Zick: Dokumentation und Publikation ausgewählter Daten der Konflikt- und Gewaltforschung

- Universität Bonn, Prof. Dr. Stephan Conermann: Translation. Die kognitive Aneignung europäischer Schlüsselkonzepte in asiatischen und nahöstlichen Gesellschaften (1860-1945)

- Universität Bonn, Prof. Dr. Thomas A. Schmitz: Verarbeitung kriti-scher Editionen nach TEI-xml zu pdf/print

- Hochschule für Musik in Detmold, Prof. Dr. Aristotelis Hadjakos: Aufbau eines digitalen Musikarchivs

- Technische Universität Dortmund, Prof. Dr. Wilfried Bos: Linking International Comparative Student Assessments (LINCS)

- Universität Duisburg-Essen, Prof. Dr. Jeanette Böhme et al: Me-thodenzentrum Qualitative Bildungsforschung (MzQB)

- Kunstakademie Düsseldorf, Prof. Dr. Johannes Myssok: Bildda-tenbank zur Geschichte der Kunstakademie Düsseldorf

- Universität Düsseldorf, Prof. Dr. Bruno Bleckmann: Geschichte prägen. Digitalisierung und Open-Access-Publikation der numismatischen Sammlungen

- Universität Düsseldorf, Prof. Dr. Wiebke Petersen: Astadhyayi 2.0 - Plattform zur formalen Analyse von Paninis Astadhyayi

- Robert Schumann Hochschule Düsseldorf, Prof. Dr. Kalisch: Er-fassungs- und Archivierungsplatz historischer Audiomedien

- Fernuniversität Hagen, Prof. Dr. Arthur Schlegelmilch: "Lebensge-schichte und Sozialkultur im Ruhrgebiet 1930-1969" - Online-Archiv

- Universität Köln, Prof. Dr. Peter W. Marx: Erfassung der Glasplat-tennegativ-Sammlung

- Universität Köln, Prof. Dr. Dr. h.c. Andreas Speer: LAZARUS - Langfristige Aufbereitung, Zugänglichkeit und Archivierung universitärer Sammlungen

- Universität Münster, Prof. Dr. Thomas Gutmann: Zentrum für die Philosophie des Rechts

- Universität Münster, Prof. Dr. Andreas Blödorn: Aufbau der Integra-len Mediathek Germanistik

- Fachhochschule Niederrhein, Prof. Dr. Burkhart Brückner: Einrich-tung und Betrieb eines biographischen Archivs der Psychiatrie und Patientengeschichte

- Universität Paderborn, Prof. Dr. B.-M. Schuster: Volltextdigitalisie-rung der „Staats- und Gelehrte[n] Zeitung des Hamburgischen Un-partheyischen Correspondenten“

- Universität Siegen, Prof. Dr. Peter Gendolla: Archiv der deutsch-sprachigen elektronischen Literatur (ADEL)

- Universität Siegen, Prof. Dr. Peter Matussek: "CREATE 2.0: Web-basierte kollaborative Archiv-Infrastruktur zur Unterstützung und nachhaltigen Förderung innovativer Medienforschungen"

Die Förderlinie „Infrastrukturelle Förderung für die Geistes- und Gesellschaftswissenschaften“ ist Teil des geisteswissenschaftlichen Förderprogramms, das erstmals 2012 vom Wissenschaftsministerium aufgelegt wurde. Das Programm soll die Forschung und die Forschungsbedingungen in den Geistes- und Gesellschaftswissenschaften fördern.

Hermann Lamberty | idw
Weitere Informationen:
http://www.wissenschaft.nrw.de

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