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Nominierungen für höchstdotierten Umweltpreis Europas noch bis zum 15. Februar möglich

20.12.2010
Nominierungen für höchstdotierten Umweltpreis Europas noch bis zum 15. Februar möglich

Die Kandidatensuche für den mit 500.000 Euro dotierten Deutschen Umweltpreis 2011 hat begonnen! Bis zum 15. Februar haben rund 130 Institutionen – darunter Forschungs- und Naturschutzeinrichtungen, Arbeitgeber- und Branchenverbände sowie Gewerkschaften, Kirchen und Medien – die Möglichkeit, ihre Favoriten für die Auszeichnung zu nominieren. Mit dem höchstdotierten Umweltpreis Europas würdigt die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) Leistungen von Persönlichkeiten, die vorbildlich zum Schutz der Umwelt beitragen. Stuttgart wird 2011 Ort der festlichen Verleihung sein. Auch Bundespräsident Christian Wulff wird zu der Veranstaltung in der Liederhalle am 30. Oktober erwartet.

Jedes Jahr erreichen die Geschäftsstelle der DBU in Osnabrück viele Anregungen zur Kandidatenkür. Welche Institutionen Vorschläge machen können, ist auf der Homepage des Deutschen Umweltpreises zu lesen. Die Empfehlungen werden dann einer hochkarätigen 16-köpfigen Experten-Jury aus Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft vorgelegt. Anschließend trifft das Kuratorium der DBU auf Basis der Jury-Empfehlung die endgültige Wahl und benennt den oder die Umweltpreisträger.

„Der Preis will vor allem innovative Persönlichkeiten aus der mittelständischen Wirtschaft und Wissenschaftler mit anwendungsorientierten Arbeitsschwerpunkten auszeichnen“, erklärt Dr. Fritz Brickwedde, Generalsekretär der Stiftung, die seit Aufnahme ihrer Arbeit 1991 mehr als 7.700 umweltentlastende Modellprojekte mit über 1,35 Milliarden Euro gefördert hat. Bemerkenswerte Forschungsergebnisse würden genauso berücksichtigt wie innovative Produkte, umweltfreundliche technische Prozesse oder die Lebensleistung einer Person im und für den Umweltschutz. „Gerne möchte die DBU auch mehr Frauen auszeichnen. Daher freuen wir uns besonders über die Nennung geeigneter Kandidatinnen“, so Brickwedde.

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Seit 1993 vergibt die DBU den Deutschen Umweltpreis an herausragende Pioniere des Umweltschutzes. Mit der Auszeichnung will sie Personen, Unternehmen und Organisationen dazu „anstiften“, Umweltprobleme rechtzeitig zu erkennen und mit Hilfe geeigneter Strategien bereits im Vorfeld zu entschärfen. Unter anderem wurden schon der Ozonforscher und spätere Nobelpreisträger für Chemie, Professor Dr. Paul J. Crutzen (1994), und der ehemalige Direktor des Umweltprogramms der Vereinten Nationen, Prof. Dr. Klaus Töpfer (2002), mit ihm ausgezeichnet.

Im Jahr 2010 ging der Deutsche Umweltpreis an die Geschäftsführer der Clean-Lasersysteme (Herzogenrath), Dr. Winfried Barkhausen und Edwin Büchter, und den Mitgeschäftsführer des Öko-Instituts (Freiburg), Dr. Rainer Grießhammer. Damit zeichnete die DBU sowohl innovatives Unternehmertum als auch den Einsatz für das Leitbild der Nachhaltigen Entwicklung aus. Einen Ehrenpreis für sein internationales Umweltengagement erhielt der ehemalige Präsident der Sowjetunion, Michail Gorbatschow. Übergeben wurde die höchstdotierte Umweltauszeichnung Europas am 31. Oktober im Musical Theater in Bremen von Bundespräsident Christian Wulff.

Der Ehrenpreis des Deutschen Umweltpreises wird nicht regelmäßig vergeben. In den 18 Jahren seit der ersten Verleihung ist das – neben der Auszeichnung Gorbatschows in diesem Jahr – erst zweimal geschehen: 2004 an Hannelore „Loki“ Schmidt und 2005 an Heinz Sielmann.

Franz-Georg Elpers | idw
Weitere Informationen:
http://www.dbu.de/123artikel31012_335.html

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