Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Nobelpreise für Wirtschaftswissenschaften an zwei Humboldtianer

12.10.2009
Den Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften 2009 teilen sich die Reimar Lüst-Preisträgerin Elinor Ostrom und der Humboldt-Forschungspreisträger Oliver E. Williamson.

Die Alexander von Humboldt-Stiftung gratuliert Professor Dr. Elinor Ostrom und Professor Dr. Oliver Williamson zum Gewinn des Nobelpreises für Wirtschaftswissenschaften. Insgesamt haben nun bereits 43 Forscherinnen und Forscher aus dem weltweiten Humboldt-Netzwerk einen Nobelpreis erhalten.

Elinor Ostrom ist die erste Frau, die mit dem Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften ausgezeichnet wurde, und die erste Humboldtianerin, die einen Nobelpreis erhält.

Elinor Ostrom ist Professorin für Politikwissenschaft an der Indiana University in Bloomington, USA. Sie arbeitet interdisziplinär und ist eine weltweit führende Wissenschaftlerin auf dem Gebiet der Institutionenanalyse mit Schwerpunkt auf der Nutzung von Gemeinschaftsgütern. Ostrom hat durch ein von ihr begründetes Austauschprogramm zahlreiche deutsche Gastwissenschaftler in die USA eingeladen. Im Mai dieses Jahres wurde sie mit dem von der Humboldt-Stiftung und der Fritz Thyssen Stiftung gemeinsam verliehenen Reimar Lüst-Preis für internationale Wissenschafts- und Kulturvermittlung ausgezeichnet.

Als Reimar Lüst-Preisträgerin setzt sie ein mithilfe des TransCoop-Programms der Humboldt-Stiftung begonnenes gemeinsames Forschungsprojekt mit Konrad Hagedorn von der Humboldt-Universität Berlin fort und arbeitet mit Michael Kirk von der Universität Marburg zusammen.

Oliver Williamson ist Professor Emeritus of Business, Economics, and Law an der University of California, Berkeley, USA. Er wurde bereits 1987 mit dem Humboldt-Forschungspreis für seine grundlegenden Leistungen zur Entwicklung der Institutionenökonomik ausgezeichnet. Der mit dem Preis verbundene Forschungsaufenthalt in Deutschland führte ihn 1991 an die Universität des Saarlandes, wo er mit Rudolf Richter zusammenarbeitete. Für das nächste Jahr plant er einen erneuten Aufenthalt in Deutschland. Williamson betreut als Gastgeber auch deutsche Feodor Lynen-Forschungsstipendiaten der Humboldt-Stiftung in den USA.

"Wir freuen uns sehr, dass der Wirtschaftsnobelpreis in diesem Jahr an zwei Forscher-Persönlichkeiten verliehen wird, die bereits von der Humboldt-Stiftung mit einem Preis ausgezeichnet wurden und damit Teil des weltweiten Humboldt-Netzwerks sind. Das ist auch eine Bestätigung für die Arbeit der Stiftung. Unser wichtigstes Auswahlkriterium ist die wissenschaftliche Exzellenz. So kommen mit Stipendien und Preisen der Humboldt-Stiftung immer wieder Spitzenwissenschaftler nach Deutschland", sagte der Generalsekretär der Humboldt-Stiftung, Dr. Georg Schütte.

Für weitere Auskünfte stehen auch Konrad Hagedorn und Michael Kirk gern zur Verfügung:
Prof. Dr. Konrad Hagedorn, Humboldt-Universität Berlin, Tel. 030/ 2093-6305 oder 030/ 7218856

Prof. Dr. Michael Kirk, Universität Marburg, Tel. 06421/ 28-23731

Pressekontakt
Kristina Güroff
Barbara Wieners-Horst
Kerstin Schweichhart
Tel: +49 228 833-144/257; Fax: -441
E-Mail: presse@avh.de
Leiter Referat Presse, Kommunikation und Marketing
Georg Scholl
Tel: +49 228 833-258
Die Alexander von Humboldt-Stiftung
Jährlich ermöglicht die Humboldt-Stiftung über 1.900 Forschern aus aller Welt einen wissenschaftlichen Aufenthalt in Deutschland. Die Stiftung pflegt ein Netzwerk von weltweit mehr als 23.000 Humboldtianern aller Fachgebiete in 130 Ländern - unter ihnen 43 Nobelpreisträger.

Kristina Güroff | idw
Weitere Informationen:
http://www.humboldt-foundation.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht DFG fördert 15 neue Sonderforschungsbereiche (SFB)
26.05.2017 | Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)

nachricht Neues Helmholtz-Institut in Würzburg erforscht Infektionen auf genetischer Ebene
24.05.2017 | Hermann von Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Lässt sich mit Boten-RNA das Immunsystem gegen Staphylococcus aureus scharf schalten?

Staphylococcus aureus ist aufgrund häufiger Resistenzen gegenüber vielen Antibiotika ein gefürchteter Erreger (MRSA) insbesondere bei Krankenhaus-Infektionen. Forscher des Paul-Ehrlich-Instituts haben immunologische Prozesse identifiziert, die eine erfolgreiche körpereigene, gegen den Erreger gerichtete Abwehr verhindern. Die Forscher konnten zeigen, dass sich durch Übertragung von Protein oder Boten-RNA (mRNA, messenger RNA) des Erregers auf Immunzellen die Immunantwort in Richtung einer aktiven Erregerabwehr verschieben lässt. Dies könnte für die Entwicklung eines wirksamen Impfstoffs bedeutsam sein. Darüber berichtet PLOS Pathogens in seiner Online-Ausgabe vom 25.05.2017.

Staphylococcus aureus (S. aureus) ist ein Bakterium, das bei weit über der Hälfte der Erwachsenen Haut und Schleimhäute besiedelt und dabei normalerweise keine...

Im Focus: Can the immune system be boosted against Staphylococcus aureus by delivery of messenger RNA?

Staphylococcus aureus is a feared pathogen (MRSA, multi-resistant S. aureus) due to frequent resistances against many antibiotics, especially in hospital infections. Researchers at the Paul-Ehrlich-Institut have identified immunological processes that prevent a successful immune response directed against the pathogenic agent. The delivery of bacterial proteins with RNA adjuvant or messenger RNA (mRNA) into immune cells allows the re-direction of the immune response towards an active defense against S. aureus. This could be of significant importance for the development of an effective vaccine. PLOS Pathogens has published these research results online on 25 May 2017.

Staphylococcus aureus (S. aureus) is a bacterium that colonizes by far more than half of the skin and the mucosa of adults, usually without causing infections....

Im Focus: Orientierungslauf im Mikrokosmos

Physiker der Universität Würzburg können auf Knopfdruck einzelne Lichtteilchen erzeugen, die einander ähneln wie ein Ei dem anderen. Zwei neue Studien zeigen nun, welches Potenzial diese Methode hat.

Der Quantencomputer beflügelt seit Jahrzehnten die Phantasie der Wissenschaftler: Er beruht auf grundlegend anderen Phänomenen als ein herkömmlicher Rechner....

Im Focus: A quantum walk of photons

Physicists from the University of Würzburg are capable of generating identical looking single light particles at the push of a button. Two new studies now demonstrate the potential this method holds.

The quantum computer has fuelled the imagination of scientists for decades: It is based on fundamentally different phenomena than a conventional computer....

Im Focus: Tumult im trägen Elektronen-Dasein

Ein internationales Team von Physikern hat erstmals das Streuverhalten von Elektronen in einem nichtleitenden Material direkt beobachtet. Ihre Erkenntnisse könnten der Strahlungsmedizin zu Gute kommen.

Elektronen in nichtleitenden Materialien könnte man Trägheit nachsagen. In der Regel bleiben sie an ihren Plätzen, tief im Inneren eines solchen Atomverbunds....

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Meeresschutz im Fokus: Das IASS auf der UN-Ozean-Konferenz in New York vom 5.-9. Juni

24.05.2017 | Veranstaltungen

Diabetes Kongress in Hamburg beginnt heute: Rund 6000 Teilnehmer werden erwartet

24.05.2017 | Veranstaltungen

Wissensbuffet: „All you can eat – and learn”

24.05.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

DFG fördert 15 neue Sonderforschungsbereiche (SFB)

26.05.2017 | Förderungen Preise

Lässt sich mit Boten-RNA das Immunsystem gegen Staphylococcus aureus scharf schalten?

26.05.2017 | Biowissenschaften Chemie

Unglaublich formbar: Lesen lernen krempelt Gehirn selbst bei Erwachsenen tiefgreifend um

26.05.2017 | Gesellschaftswissenschaften