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Nicole Rotter erhält Wissenschaftspreis Medizin der IzS Stiftung

11.11.2009
- Preis ausschließlich an Frauen
- Patienten-eigene Zellen für Implantate nutzen
- Regenerative Medizin soll bei u.a. bei Parkinson und Krebs helfen

Die Ingrid-zu-Solms-Stiftung (IzS) hat den diesjährigen Wissenschaftspreis für Medizin an Prof. Dr. med. Nicole Rotter vergeben. Der von der Internistin und Psychotherapeutin Dr. med. Ingrid Gräfin zu Solms-Wildenfels 1994 gestiftete Wissenschaftspreis zeichnet hochrangige junge Nachwuchswissenschaftlerinnen in der medizinischen Grundlagenforschung, der klinischen Medizin und der medizinischen Psychotherapie aus. Er wird seit 1994 im Zwei-Jahres-Turnus ausschließlich an Frauen vergeben.

Die aktuelle Preisträgerin Nicole Rotter ist leitende Oberärztin der HNO-Universitätsklinik und Hochschulambulanz Ulm. Sie erhält die Auszeichnung für eine herausragende Arbeit im Bereich "Tissue Engineering" (TE), dem plastischen Aufbau von Knorpelgewebe für Implantate. Im Kern geht es um die Entnahme von Zellen am Patienten, um aus eben diesen Zellen neue Organe zu züchten. Der Vorteil bei einem solchen Implantat mit patienteneigenem Zellanteil besteht darin, dass es vom Immunsystem des Patienten in der Regel besser akzeptiert wird.

Die von der IsZ-Preisträgerin Nicole Rotter vorangetriebene TE-Forschung leistet einen wichtigen Beitrag zu einer der zentralen Technologien für die regenerative Medizin. Man erhofft sich davon neue Ansätze in der Therapie von Krankheiten wie Morbus Parkinson, Querschnittslähmung oder Krebs. Aber auch Volkskrankheiten wie Diabetes mellitus, Koronare Herzkrankheit oder Fettsucht sollen durch die regenerative Medizin in Zukunft heilbar werden.

Der Wissenschaftspreis Medizin der Ingrid-zu-Solms Stiftung ist mit 10.000 Euro dotiert. Er wird der Preisträgerin Anfang nächsten Jahres im Rahmen einer Feierstunde übergeben. Zudem wird Nicole Rotter wie alle Preisträgerinnen vor ihr Mitglied der Ingrid zu Solms Fellowship. Deren Aufgabe ist die gegenseitige Stützung der wissenschaftlichen Karriere und der wissenschaftlichen Weiterqualifikation der Preisträgerinnen.

Dieter Brockmeyer | presseportal
Weitere Informationen:
http://www.ingrid-zu-solms-stiftung.de

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