Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Neues Netzwerk erforscht Nanopartikel in der Medizin

13.03.2015

Das Institut für Pharmakologie und Toxikologie der Universität Bonn hat zusammen mit Partnern aus Großbritannien, Japan und Spanien ein thematisches Netzwerk zum Thema Nanomedizin eingeworben. Vor allem junge, exzellente Wissenschaftler erhalten damit die Möglichkeit, ihre internationalen Kontakte auszubauen. Die Universität Bonn wird hierfür in den nächsten vier Jahren vom Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) mit fast 500.000 Euro gefördert.

In dem multinationalen Forschungsnetzwerk bearbeiten die Wissenschaftler Forschungsprojekte zu magnetischen Nanopartikeln und ihrer Anwendung in der Biomedizin.

Mit den nur Nanometer (Tausendstel Millimeter) winzigen Partikeln aus magnetischen Eisenoxiden lassen sich im Körper Gene, Ersatzzellen und Medikamente dahin schleusen, wo sie gebraucht werden. Ein Magnet, der sich am Körper befindet, leitet die heilenden Partikel zum gewünschten Ort.

„Mit dieser Methode sind effizientere Therapien und weniger Nebenwirkungen möglich, weil sich die Substanzen nicht im ganzen Körper verteilen und dann unter Umständen unerwünschte Reaktionen auslösen“, sagt Prof. Dr. Alexander Pfeifer, Direktor des Instituts für Pharmakologie und Toxikologie der Universität Bonn. Der Wissenschaftler leitet die interdisziplinäre DFG-Forschergruppe „Nanoguide“ und hat das DAAD-geförderte neue Netzwerk initiiert.

Partner verfügen über exzellente Expertisen

Die internationalen Partner ergänzen sich hervorragend: Das britische Team vom College der Universität London verfügt über hervorragende Kenntnisse auf dem Gebiet der Synthese magnetischer Nanopartikel, während das Team des japanischen „Advanced Institute of Science and Technology“ auf die Charakterisierung der Struktur und der Eigenschaften dieser winzigen Kügelchen spezialisiert ist.

Die spanische Gruppe von der Universität Zaragoza hat eine ausgewiesene Expertise, wie sich mit Hilfe der magnetischen Nanopartikel Wärme erzeugen und dadurch Tumorgewebe zerstören lässt.

„Das multinationale Netzwerk leistet einen entscheidenden Beitrag zur Internationalisierungsstrategie der Universität Bonn“, sagt Dr. Anita Kretschmann, die auf Seiten der Universität Bonn das Netzwerk koordiniert. Die auf diesem Gebiet erfolgreichen Arbeitsgruppen der Universität Bonn sollen nun noch intensiver international kooperieren.

Der Fokus liegt auf der Förderung der Mobilität. So ist zum Beispiel vorgesehen, Forschungsaufenthalte und die Teilnahme an Konferenzen von Wissenschaftlern und Doktoranden zu unterstützen. Die Kooperation schafft ein attraktives Umfeld für junge Wissenschaftler, die eine Promotion auf dem Gebiet der Nanomedizin anstreben. Exzellente Nachwuchsforscher können sich mit eigenen Projekten in das Netzwerk einbringen.

Kontakt:

Prof. Dr. med. Alexander Pfeifer
Direktor des Instituts für Pharmakologie und
Toxikologie der Universität Bonn
Tel: 0228/28751300 oder 28751302
E-Mail: alexander.pfeifer@uni-bonn.de

Dr. Anita Kretschmann
Koordination des Forschungsnetzwerks
Europa-Japan: Nanopartikel für die Biomedizin
Institut für Pharmakologie und
Toxikologie der Universität Bonn
Tel. 0228/28751924
E-Mail: anita.kretschmann@uni-bonn.de

Johannes Seiler | idw - Informationsdienst Wissenschaft
Weitere Informationen:
http://www.uni-bonn.de/

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht CES Innovation Award für kombinierte Blick- und Spracheingabe im Auto
23.01.2018 | Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz GmbH, DFKI

nachricht Innovationen in der Bionik gesucht!
18.01.2018 | VDI Verein Deutscher Ingenieure e. V.

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Optisches Nanoskop ermöglicht Abbildung von Quantenpunkten

Physiker haben eine lichtmikroskopische Technik entwickelt, mit der sich Atome auf der Nanoskala abbilden lassen. Das neue Verfahren ermöglicht insbesondere, Quantenpunkte in einem Halbleiter-Chip bildlich darzustellen. Dies berichten die Wissenschaftler des Departements Physik und des Swiss Nanoscience Institute der Universität Basel zusammen mit Kollegen der Universität Bochum in «Nature Photonics».

Mikroskope machen Strukturen sichtbar, die dem menschlichen Auge sonst verborgen blieben. Einzelne Moleküle und Atome, die nur Bruchteile eines Nanometers...

Im Focus: Optical Nanoscope Allows Imaging of Quantum Dots

Physicists have developed a technique based on optical microscopy that can be used to create images of atoms on the nanoscale. In particular, the new method allows the imaging of quantum dots in a semiconductor chip. Together with colleagues from the University of Bochum, scientists from the University of Basel’s Department of Physics and the Swiss Nanoscience Institute reported the findings in the journal Nature Photonics.

Microscopes allow us to see structures that are otherwise invisible to the human eye. However, conventional optical microscopes cannot be used to image...

Im Focus: Vollmond-Dreierlei am 31. Januar 2018

Am 31. Januar 2018 fallen zum ersten Mal seit dem 30. Dezember 1982 "Supermond" (ein Vollmond in Erdnähe), "Blutmond" (eine totale Mondfinsternis) und "Blue Moon" (ein zweiter Vollmond im Kalendermonat) zusammen - Beobachter im deutschen Sprachraum verpassen allerdings die sichtbaren Phasen der Mondfinsternis.

Nach den letzten drei Vollmonden am 4. November 2017, 3. Dezember 2017 und 2. Januar 2018 ist auch der bevorstehende Vollmond am 31. Januar 2018 ein...

Im Focus: Maschinelles Lernen im Quantenlabor

Auf dem Weg zum intelligenten Labor präsentieren Physiker der Universitäten Innsbruck und Wien ein lernfähiges Programm, das eigenständig Quantenexperimente entwirft. In ersten Versuchen hat das System selbständig experimentelle Techniken (wieder)entdeckt, die heute in modernen quantenoptischen Labors Standard sind. Dies zeigt, dass Maschinen in Zukunft auch eine kreativ unterstützende Rolle in der Forschung einnehmen könnten.

In unseren Taschen stecken Smartphones, auf den Straßen fahren intelligente Autos, Experimente im Forschungslabor aber werden immer noch ausschließlich von...

Im Focus: Artificial agent designs quantum experiments

On the way to an intelligent laboratory, physicists from Innsbruck and Vienna present an artificial agent that autonomously designs quantum experiments. In initial experiments, the system has independently (re)discovered experimental techniques that are nowadays standard in modern quantum optical laboratories. This shows how machines could play a more creative role in research in the future.

We carry smartphones in our pockets, the streets are dotted with semi-autonomous cars, but in the research laboratory experiments are still being designed by...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

Veranstaltungen

15. BF21-Jahrestagung „Mobilität & Kfz-Versicherung im Fokus“

23.01.2018 | Veranstaltungen

Gemeinsam innovativ werden

23.01.2018 | Veranstaltungen

Leichtbau zu Ende gedacht – Herausforderung Recycling

23.01.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Lebensrettende Mikrobläschen

23.01.2018 | Biowissenschaften Chemie

3D-Druck von Metallen: Neue Legierung ermöglicht Druck von sicheren Stahl-Produkten

23.01.2018 | Maschinenbau

CHP1-Mutation verursacht zerebelläre Ataxie

23.01.2018 | Biowissenschaften Chemie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics