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Neue Methoden im Englischunterricht

07.02.2012
Zum ersten Mal hat die Universität Würzburg in diesem Jahr den Bildungsforschungspreis vergeben.
Ausgezeichnet wurde damit eine herausragende Promotion aus einem Lehramtsstudiengang. Die Preisträgerin Theresa Summer hat sich in ihrer Arbeit mit einer speziellen Frage der Grammatikvermittlung im Englischunterricht und deren Umsetzung in Lehrbüchern beschäftigt.

Wer jemals Englisch an der Schule hatte, wird sich vielleicht noch daran erinnern: Das Simple Past – Yesterday I watched TV – kommt beispielsweise immer dann zum Einsatz, wenn eine Handlung in der Vergangenheit abgeschlossen wurde. Anders das Present Perfect – I have just watched TV: Es findet unter anderem dann Verwendung, wenn eine Handlung gerade im Moment abgeschlossen wurde.

Mit diesem grundlegenden Problem der Grammatikvermittlung im Englischunterricht hat sich Theresa Summer in ihrer Doktorarbeit auseinandergesetzt. Sie hat dafür neun aktuelle Schulbücher für alle Schularten der 6. Jahrgangsstufe analysiert und dabei die verwendeten Methoden auf ihre theoretischen und lernpsychologischen Grundlagen hin unter die Lupe genommen.

In ihrer Arbeit hat es Theresa Summer allerdings nicht bei der Beschreibung der Befunde belassen. Die angehende Realschullehrerin liefert auch eine ganze Reihe von Vorschlägen, wie sich der Sprachunterricht in den weiterführenden Schulen verbessern lässt und wie die diesbezüglichen Lehrpläne und Unterrichtsmaterialien dafür verändert werden müssen.

„So kann diese Doktorarbeit mit Recht beanspruchen, zu einem Paradigmenwechsel in der Fachdidaktik beizutragen“, lobt Summers Doktorvater, der Anglist Professor Rüdiger Ahrens. Summer habe die methodischen Regeln „entscheidend revidiert und revolutioniert“, so Ahrens. Zu Recht habe die Arbeit deshalb die Bestnote „summa cum laude“ erhalten.

Zur Person

Theresa Summer wurde 1983 in Füssen geboren; 2001 legte sie an der European School in Culham/Oxford (Großbritannien) das Europäische Baccalauréat ab. Nach zwei Semestern Geographie-Studium am King’s College in London wechselte sie 2002 nach Würzburg. Hier studierte sie an der Universität und der Hochschule für Musik Anglistik und Musik für das Lehramt an Realschulen. 2007 schloss sie dies Studium mit dem ersten Staatsexamen ab. Ihre Promotion beendete sie im November 2010. Der Titel ihrer Arbeit lautet: „An Evaluation of Methodological Options for Grammar Instruction in EFL Textbooks: Are Methods Dead?“. Seit September 2010 ist Theresa Summer als Studienreferendarin an Realschulen in Lohr und Aschaffenburg tätig.

Der Bildungsforschungspreis

Auf Anregung des Vorstandes des Zentrums für Lehrerbildung und Bildungsforschung hat die Hochschulleitung der Universität Würzburg im vergangenen Jahr beschlossen, einen Bildungsforschungspreis zu etablieren, der im zweijährigen Rhythmus vergeben wird. In diesem Jahr hat ihn die Universität zum ersten Mal verliehen, im Rahmen der Akademischen Abschlussfeier für Lehramtsabsolventen und –absolventinnen am 3. Februar in der Neubaukirche.

Mit dem Bildungsforschungspreis sollen herausragende Promotionen in den lehrerbildenden Disziplinen der Universität Würzburg ausgezeichnet werden, insbesondere in den Fachdidaktiken und im erziehungswissenschaftlichen Bereich der Lehramtsstudiengänge.

Der Preis ist mit 1000 Euro dotiert. Gespendet hat diese Summe Dr. Hans-Jürgen Dietrich, Geschäftsführer des Würzburger Ergon-Verlags. Dietrich wolle auf diesem Weg „ meiner Universität, an der ich promoviert habe, etwas zurückzugeben, was ich von ihr in vielfältiger Weise erhalten habe.“

Kontakt

Theresa Summer, E-Mail: theresa_summer@yahoo.com

Prof. Dr. Margarete Götz, T: (0931) 31-84872
E-Mail: margarete.goetz@uni-wuerzburg.de

Gunnar Bartsch | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-wuerzburg.de

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