Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Neue Lehrpläne für kostbares Gut

12.08.2015

Europäische Union fördert internationales Projekt zur nachhaltigen Nutzung von Wasser mit knapp einer Million Euro

Sauberes Wasser ist ein kostbares Gut – doch was müssen Staaten beachten, um nachhaltig damit zu wirtschaften und Konflikte untereinander zu vermeiden? Das Projekt „Trans-regional environmental awareness for sustainable usage of water resources”, kurz TREASURE-WATER, will Antworten erarbeiten:


Foto: Sandra Meyndt

Die Europäische Union (EU) fördert das vom Freiburger Biologen Prof. Dr. Ralf Reski federführend konzipierte Vorhaben mit knapp einer Million Euro in dem neuen Programm „ERASMUS+“. Ziel dieser Förderung ist es, den Austausch zwischen den europäischen Universitäten und denjenigen aus EU-Anrainerstaaten zu vertiefen, die Ausbildung der Studierenden zu internationalisieren und neue Lehrpläne nach dem Best-Practice-Prinzip zu entwickeln.

Die Absolventinnen und Absolventen sollen von einer besseren beruflichen Qualifizierung profitieren. Das Projekt startet im Oktober 2015.

Das TREASURE-WATER Konsortium besteht aus 14 Partnern mit Universitäten in Deutschland (Freiburg), Griechenland (Athen, Thessaloniki), den Niederlanden (Nijmegen) und England (Wolverhampton). Von den EU-Anrainerstaaten sind fünf russische Universitäten aus Sibirien (unter anderem Altai, Tomsk und Tyumen) sowie zwei Universitäten aus Kasachstan (unter anderem Astana) beteiligt.

Als große Wasserversorger unterstützen der „Zweckverband Bodensee“ und „Tyumen Vodokanal“ das Vorhaben. Insbesondere der Bodensee mit seinen Anrainerstaaten Deutschland, Österreich und Schweiz gilt als weltweit beachtetes Modell zur friedlichen und nachhaltigen Nutzung eines Gewässers.

Auch die Russische Föderation und Kasachstan haben gemeinsame Wasserressourcen. Durch den geförderten Austausch von Lehrenden und Studierenden sollen Gemeinsamkeiten und Unterschiede in der überregionalen Nutzung von Seen und Flüssen erarbeitet und bewertet werden. Diese Ergebnisse werden in die Ausbildung von Studierenden einfließen.

„Alle Partner sind glücklich über diese Auszeichnung unseres Konsortiums“, sagt Koordinator Reski, „insbesondere mit Blick auf die aktuelle politische Situation in der Europäischen Union und in ihrem Umfeld.“ Zudem könne das Projekt zur weiteren Stärkung des Freiburger Schwerpunkts „Nachhaltigkeit“ beitragen.

Aus 515 eingegangenen Anträgen empfahl eine internationale Jury 140 Konsortien zur Förderung. Die Gutachterinnen und Gutachter lobten am Freiburger Antrag TREASURE-WATER unter anderem, dass die Albert-Ludwigs-Universität bereits in den Jahren 2010 bis 2013 im EU-TEMPUS-Programm einen Verbund zum Thema „Qualifications Framework for Ecology and Environmental Management (QualFEEM)“ unter Reskis Federführung zum Erfolg geführt hatte.

Kontakt:
Prof. Dr. Ralf Reski
Professur für Pflanzenbiotechnologie
Fakultät für Biologie
Albert-Ludwigs-Universität Freiburg
Tel.: 0761/203-6969
E-Mail: pbt@biologie.uni-freiburg.de
www.plant-biotech.net

Weitere Informationen:

https://www.pr.uni-freiburg.de/pm/2015/pm.2015-08-12.118

Rudolf-Werner Dreier | idw - Informationsdienst Wissenschaft

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Fraunhofer WKI koordiniert vom BMEL geförderten Forschungsverbund zu Zusatznutzen von Dämmstoffen aus nachwachsenden Rohstoffen
05.12.2016 | Fraunhofer-Institut für Holzforschung - Wilhelm-Klauditz-Institut WKI

nachricht 1,5 Mio. Euro für das Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung (ZSW)
05.12.2016 | Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wie sich Zellen gegen Salmonellen verteidigen

Bioinformatiker der Goethe-Universität haben das erste mathematische Modell für einen zentralen Verteidigungsmechanismus der Zelle gegen das Bakterium Salmonella entwickelt. Sie können ihren experimentell arbeitenden Kollegen damit wertvolle Anregungen zur Aufklärung der beteiligten Signalwege geben.

Jedes Jahr sind Salmonellen weltweit für Millionen von Infektionen und tausende Todesfälle verantwortlich. Die Körperzellen können sich aber gegen die...

Im Focus: Shape matters when light meets atom

Mapping the interaction of a single atom with a single photon may inform design of quantum devices

Have you ever wondered how you see the world? Vision is about photons of light, which are packets of energy, interacting with the atoms or molecules in what...

Im Focus: Greifswalder Forscher dringen mit superauflösendem Mikroskop in zellulären Mikrokosmos ein

Das Institut für Anatomie und Zellbiologie weiht am Montag, 05.12.2016, mit einem wissenschaftlichen Symposium das erste Superresolution-Mikroskop in Greifswald ein. Das Forschungsmikroskop wurde von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und dem Land Mecklenburg-Vorpommern finanziert. Nun können die Greifswalder Wissenschaftler Strukturen bis zu einer Größe von einigen Millionstel Millimetern mittels Laserlicht sichtbar machen.

Weit über hundert Jahre lang galt die von Ernst Abbe 1873 publizierte Theorie zur Auflösungsgrenze von Lichtmikroskopen als ein in Stein gemeißeltes Gesetz....

Im Focus: Durchbruch in der Diabetesforschung: Pankreaszellen produzieren Insulin durch Malariamedikament

Artemisinine, eine zugelassene Wirkstoffgruppe gegen Malaria, wandelt Glukagon-produzierende Alpha-Zellen der Bauchspeicheldrüse (Pankreas) in insulinproduzierende Zellen um – genau die Zellen, die bei Typ-1-Diabetes geschädigt sind. Das haben Forscher des CeMM Forschungszentrum für Molekulare Medizin der Österreichischen Akademie der Wissenschaften im Rahmen einer internationalen Zusammenarbeit mit modernsten Einzelzell-Analysen herausgefunden. Ihre bahnbrechenden Ergebnisse werden in Cell publiziert und liefern eine vielversprechende Grundlage für neue Therapien gegen Typ-1 Diabetes.

Seit einigen Jahren hatten sich Forscher an diesem Kunstgriff versucht, der eine simple und elegante Heilung des Typ-1 Diabetes versprach: Die vom eigenen...

Im Focus: Makromoleküle: Mit Licht zu Präzisionspolymeren

Chemikern am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ist es gelungen, den Aufbau von Präzisionspolymeren durch lichtgetriebene chemische Reaktionen gezielt zu steuern. Das Verfahren ermöglicht die genaue, geplante Platzierung der Kettengliedern, den Monomeren, entlang von Polymerketten einheitlicher Länge. Die präzise aufgebauten Makromoleküle bilden festgelegte Eigenschaften aus und eignen sich möglicherweise als Informationsspeicher oder synthetische Biomoleküle. Über die neuartige Synthesereaktion berichten die Wissenschaftler nun in der Open Access Publikation Nature Communications. (DOI: 10.1038/NCOMMS13672)

Chemische Reaktionen lassen sich durch Einwirken von Licht bei Zimmertemperatur auslösen. Die Forscher am KIT nutzen diesen Effekt, um unter Licht die...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Wie aus reinen Daten ein verständliches Bild entsteht

05.12.2016 | Veranstaltungen

Von „Coopetition“ bis „Digitale Union“ – Die Fertigungsindustrien im digitalen Wandel

02.12.2016 | Veranstaltungen

Experten diskutieren Perspektiven schrumpfender Regionen

01.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Nährstoffhaushalt einer neuentdeckten “Todeszone” im Indischen Ozean auf der Kippe

06.12.2016 | Geowissenschaften

Entschlüsselung von Kommunikationswegen zwischen Tumor- und Immunzellen beim Eierstockkrebs

06.12.2016 | Medizin Gesundheit

Bioabbaubare Polymer-Beschichtung für Implantate

06.12.2016 | Materialwissenschaften