Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Neuartige Halbleiterstrukturen und nanostrukturierte Solarzellen

16.10.2009
Chorafas-Preis für zwei junge Wissenschaftler der TU Berlin

Die beiden Physiker Franz-Josef Schmitt und Gerrit Fiol werden für ihre wissenschaftlichen Leistungen mit dem Chorafas-Preis ausgezeichnet. Geehrt werden sie für ihre Forschungsarbeiten im Rahmen ihrer Promotionen, die sie zurzeit am Institut für Physik anfertigen.

Gerrit Fiol promoviert am Institut für Festkörperphysik und wird von Prof. Dr. Dieter Bimberg betreut. Der Titel seiner Dissertation lautet "Quantenpunkt basierte Laser zur Erzeugung kurzer Pulse". Er beschäftigt sich damit, neuartige Halbleiterstrukturen(Quantenpunkte) in Lasern zu verwenden und damit kurze Lichtpulse zu erzeugen sowie deren Eigenschaften zu untersuchen. Das Verwenden der Quantenpunkte liefert einzigartige dynamische und thermische Eigenschaften und findet seinen Einsatz in der optischen Kommunikation via Glasfasern.

Gerrit Fiol studierte zwischen 1999 und 2004 Physik an der TU Berlin. Seit 2005 ist er Wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Arbeitsgruppe von Prof. Dr. Dieter Bimberg.

"Femtobiophotonik zur Untersuchung von Wechselwirkungen in photosynthetischen Pigment-Protein-Komplexen" ist der Titel der Arbeit von Franz-Josef Schmitt, die er im Institut für Optik und Atomare Physik bei Prof. Dr. Hans Joachim Eichler anfertigt. Er untersucht dabei die Lichtabsorption und den Transfer von Energie in nanostrukturierten Antennenkomplexen der Photosynthese. Die spezielle Struktur dieser Antennen und die Anordnung der Pigmente und Proteine beeinflusst die Effizienz des Energietransfers maßgeblich. Diese Erkenntnisse sind unter anderem relevant für ein grundlegendes Verständnis der Photosynthese und für die Photovoltaik.

Franz-Josef Schmitt studierte zwischen 1998 und 2001 die Fächer Physik und Philosophie an der Universität Erlangen und wechselte im Jahr
2001 an die TU Berlin, wo er 2005 sein Physik-Studium abschloss. Seitdem ist er als Wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Arbeitsgruppe von Prof.

Dr. Hans Joachim Eichler tätig.

Die beiden Chorafas-Preise werden am 19. Oktober um 16.30 Uhr durch den Vizepräsidenten der TU Berlin, Prof. Dr. Jörg Steinbach vergeben (Ort: TU-Hauptgebäude, Amtszimmer des Vizepräsidenten, Raum H 1025).

Der Namensvater der 1992 gegründeten Stiftung, der 1926 in Athen geborene Prof. Dimitris N. Chorafas, ist Elektroingenieur und promovierter Mathematiker. Er lehrte an zahlreichen internationalen Hochschulen, gründete 1961 ein eigenes Consulting-Büro und ist Autor von mehr als 125 Büchern über Wirtschaft, Naturwissenschaft und Informatik.

Die Dimitri N. Chorafas Stiftung verleiht jährlich international Preise an Promovenden bzw. Promovierte mit überdurchschnittlichen Forschungsarbeiten, die im laufenden Kalenderjahr voraussichtlich abgeschlossen werden. Ziel ist die Förderung junger herausragender Wissenschaftler, die mit einem Startkapital für postgraduierte Forschungen ausgestattet werden sollen. Jeder Preisträger erhält ein Preisgeld in Höhe von 4.000 US$.

2.970 Zeichen

Weitere Informationen erteilt Ihnen gern: Gerrit Fiol, Institut für Festkörperphysik der TU Berlin, Tel.: 030/314-22062, E-Mail: gerrit.fiol@physik.tu-berlin.de und Franz-Josef Schmitt, Institut für Optik und Atomare Physik der TU Berlin, Tel.: 030/314-22097, E-Mail: schmitt@physik.tu-berlin.de

Dr. Kristina R. Zerges | idw
Weitere Informationen:
http://www.pressestelle.tu-berlin.de/?id=4608
http://www.pressestelle.tu-berlin.de/medieninformationen/

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Strukturbiologieforschung in Berlin: DFG bewilligt Mittel für neue Hochleistungsmikroskope
20.10.2017 | Freie Universität Berlin

nachricht Gitterdynamiken in ionischen Leitern
18.10.2017 | Justus-Liebig-Universität Gießen

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Hochfeldmagnet am BER II: Einblick in eine versteckte Ordnung

Seit dreißig Jahren gibt eine bestimmte Uranverbindung der Forschung Rätsel auf. Obwohl die Kristallstruktur einfach ist, versteht niemand, was beim Abkühlen unter eine bestimmte Temperatur genau passiert. Offenbar entsteht eine so genannte „versteckte Ordnung“, deren Natur völlig unklar ist. Nun haben Physiker erstmals diese versteckte Ordnung näher charakterisiert und auf mikroskopischer Skala untersucht. Dazu nutzten sie den Hochfeldmagneten am HZB, der Neutronenexperimente unter extrem hohen magnetischen Feldern ermöglicht.

Kristalle aus den Elementen Uran, Ruthenium, Rhodium und Silizium haben eine geometrisch einfache Struktur und sollten keine Geheimnisse mehr bergen. Doch das...

Im Focus: Schmetterlingsflügel inspiriert Photovoltaik: Absorption lässt sich um bis zu 200 Prozent steigern

Sonnenlicht, das von Solarzellen reflektiert wird, geht als ungenutzte Energie verloren. Die Flügel des Schmetterlings „Gewöhnliche Rose“ (Pachliopta aristolochiae) zeichnen sich durch Nanostrukturen aus, kleinste Löcher, die Licht über ein breites Spektrum deutlich besser absorbieren als glatte Oberflächen. Forschern am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ist es nun gelungen, diese Nanostrukturen auf Solarzellen zu übertragen und deren Licht-Absorptionsrate so um bis zu 200 Prozent zu steigern. Ihre Ergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler nun im Fachmagazin Science Advances. DOI: 10.1126/sciadv.1700232

„Der von uns untersuchte Schmetterling hat eine augenscheinliche Besonderheit: Er ist extrem dunkelschwarz. Das liegt daran, dass er für eine optimale...

Im Focus: Schnelle individualisierte Therapiewahl durch Sortierung von Biomolekülen und Zellen mit Licht

Im Blut zirkulierende Biomoleküle und Zellen sind Träger diagnostischer Information, deren Analyse hochwirksame, individuelle Therapien ermöglichen. Um diese Information zu erschließen, haben Wissenschaftler des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnik ILT ein Mikrochip-basiertes Diagnosegerät entwickelt: Der »AnaLighter« analysiert und sortiert klinisch relevante Biomoleküle und Zellen in einer Blutprobe mit Licht. Dadurch können Frühdiagnosen beispielsweise von Tumor- sowie Herz-Kreislauf-Erkrankungen gestellt und patientenindividuelle Therapien eingeleitet werden. Experten des Fraunhofer ILT stellen diese Technologie vom 13.–16. November auf der COMPAMED 2017 in Düsseldorf vor.

Der »AnaLighter« ist ein kompaktes Diagnosegerät zum Sortieren von Zellen und Biomolekülen. Sein technologischer Kern basiert auf einem optisch schaltbaren...

Im Focus: Neue Möglichkeiten für die Immuntherapie beim Lungenkrebs entdeckt

Eine gemeinsame Studie der Universität Bern und des Inselspitals Bern zeigt, dass spezielle Bindegewebszellen, die in normalen Blutgefässen die Wände abdichten, bei Lungenkrebs nicht mehr richtig funktionieren. Zusätzlich unterdrücken sie die immunologische Bekämpfung des Tumors. Die Resultate legen nahe, dass diese Zellen ein neues Ziel für die Immuntherapie gegen Lungenkarzinome sein könnten.

Lungenkarzinome sind die häufigste Krebsform weltweit. Jährlich werden 1.8 Millionen Neudiagnosen gestellt; und 2016 starben 1.6 Millionen Menschen an der...

Im Focus: Sicheres Bezahlen ohne Datenspur

Ob als Smartphone-App für die Fahrkarte im Nahverkehr, als Geldwertkarten für das Schwimmbad oder in Form einer Bonuskarte für den Supermarkt: Für viele gehören „elektronische Geldbörsen“ längst zum Alltag. Doch vielen Kunden ist nicht klar, dass sie mit der Nutzung dieser Angebote weitestgehend auf ihre Privatsphäre verzichten. Am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) entsteht ein sicheres und anonymes System, das gleichzeitig Alltagstauglichkeit verspricht. Es wird nun auf der Konferenz ACM CCS 2017 in den USA vorgestellt.

Es ist vor allem das fehlende Problembewusstsein, das den Informatiker Andy Rupp von der Arbeitsgruppe „Kryptographie und Sicherheit“ am KIT immer wieder...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Das Immunsystem in Extremsituationen

19.10.2017 | Veranstaltungen

Die jungen forschungsstarken Unis Europas tagen in Ulm - YERUN Tagung in Ulm

19.10.2017 | Veranstaltungen

Bauphysiktagung der TU Kaiserslautern befasst sich mit energieeffizienten Gebäuden

19.10.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Forscher finden Hinweise auf verknotete Chromosomen im Erbgut

20.10.2017 | Biowissenschaften Chemie

Saugmaschinen machen Waschwässer von Binnenschiffen sauberer

20.10.2017 | Ökologie Umwelt- Naturschutz

Strukturbiologieforschung in Berlin: DFG bewilligt Mittel für neue Hochleistungsmikroskope

20.10.2017 | Förderungen Preise