Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Neu gegründete Parkinson-Stiftung lobt hoch dotierten Forschungspreis aus

08.07.2015

Die „Thiemann-Fellowship in der Deutschen Gesellschaft für Neurologie“ unterstützt Wissenschaftler bei der Erforschung der Parkinson-Krankheit mit einem Forschungsstipendium bis zu 50.000 Euro

Die im Frühjahr 2015 ins Leben gerufene „Prof. Dr. Klaus Thiemann-Stiftung“ aus Düsseldorf unterstützt die Erforschung des Parkinson-Syndroms sowie anderer neurodegenerativer Erkrankungen und möglicher Therapien.

Mit zunehmender Lebenserwartung steigt auch die Zahl der Menschen mit diesen Erkrankungen. Experten schätzen, dass alleine in Deutschland künftig jährlich bis zu 13.000 neue Parkinson-Diagnosen gestellt werden.

Bereits im ersten Jahr ihres Bestehens lobt die Stiftung des Düsseldorfer Mediziners Klaus Thiemann mehrere Forschungspreise aus. Darunter befindet sich die „Thiemann-Fellowship in der DGN“, die mit bis zu 50.000 Euro dotiert ist und erstmals auf dem kommenden Kongress der Deutschen Gesellschaft für Neurologie am 24. September 2015 in Düsseldorf verliehen wird.

Der neue Preis soll einer ausgewiesenen Nachwuchswissenschaftlerin oder einem Nachwuchswissenschaftler einen Forschungsaufenthalt von bis zu einem Jahr an einer besonders qualifizierten Institution im In- oder Ausland ermöglichen. Neben Reisestipendien unterstützt die Stiftung zudem Promotions- und Habilitationsprojekte sowie Forschungsvorhaben von herausragender wissenschaftlicher Qualität.

„Mit der Stiftung haben wir uns zur Aufgabe gemacht, besonders begabte Neurowissenschaftler zu fördern, um einen wichtigen Beitrag zur Erforschung neurodegenerativer Erkrankungen zu leisten und damit dem Wunsch des Stifters zu entsprechen“, erläutert PD Dr. med. Martin Südmeyer, Vorstandsvorsitzender der Stiftung und leitender Oberarzt des Neurologischen Universitätsklinikums in Düsseldorf. Weitere Mitglieder des Vorstands sind der Rechtsanwalt Staffan Illert und der Diplomkaufmann Johannes Werle.

Prof. Dr. med. Ralf Gold, Erster Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Neurologie und Direktor des Neurologischen Universitätsklinikums in Bochum, begrüßt das Engagement des Stifters: „Es ist außergewöhnlich, dass eine private Stiftung einen derart hohen Preis für eine Einzelförderung auslobt. Dies hat Vorbildfunktion in Deutschland und ist eine einmalige Chance für begabte Nachwuchsforscher. Die DGN ist erfreut, ihren Beitrag zur Thiemann-Fellowship leisten zu können.“

Prof. Dr. med. Günther Deuschl, Mitglied des wissenschaftlichen Stiftungsbeirats, Präsident der European Academy of Neurology und Direktor der Klinik für Neurologie am Universitätsklinikum Schleswig-Holstein (UKSH), Campus Kiel: „Durch die Thiemann-Fellowship wird ein neuer Preis zur Hervorhebung und Unterstützung der Arbeiten von Nachwuchswissenschaftlern in der Deutschen Gesellschaft für Neurologie ausgelobt. Gerade in Deutschland mit einer hochkarätigen und traditionsreichen Parkinson-Forschung fällt dieses Engagement sicherlich auf besonders fruchtbaren Boden.“

Weitere Mitglieder des wissenschaftlichen Beirats sind Prof. Dr. med. Jens Volkmann (Erster Vorsitzender der Deutschen Parkinson-Gesellschaft, Würzburg), Prof. Dr. med. Günter Höglinger (Deutsches Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen und TU München), Prof. Dr. med. Rejko Krüger (Universität Luxemburg) und Prof. Dr. med. Thomas Gasser (Geschäftsführer Neurochirurgie, Beta-Klinik Bonn). Der Sitz der gemeinnützigen Prof. Dr. Klaus Thiemann-Stiftung ist Düsseldorf.

Der Ausschreibungstext ist auf www.dgn.org veröffentlicht. Bewerbungen sind bis 15. August 2015 bei der Stiftung möglich.

Kontakt Thiemann-Stiftung:

PD Dr. med. Martin Südmeyer
Vorstandsvorsitzender der Prof. Dr. Klaus Thiemann-Stiftung
Tel.: 0211 8116756
E-Mail: martin.suedmeyer@uni-duesseldorf.de

Die Deutsche Gesellschaft für Neurologie e.V. (DGN)
sieht sich als neurologische Fachgesellschaft in der gesellschaftlichen Verantwortung, mit ihren mehr als 7700 Mitgliedern die neurologische Krankenversorgung in Deutschland zu sichern. Dafür fördert die DGN Wissenschaft und Forschung sowie Lehre, Fort- und Weiterbildung in der Neurologie. Sie beteiligt sich an der gesundheitspolitischen Diskussion. Die DGN wurde im Jahr 1907 in Dresden gegründet. Sitz der Geschäftsstelle ist seit 2008 die Bundeshauptstadt Berlin. http://www.dgn.org

1. Vorsitzender: Prof. Dr. med. Ralf Gold
2. Vorsitzender: Prof. Dr. med. Martin Grond
3. Vorsitzender: Prof. Dr. med. Gereon R. Fink
Geschäftsführer: Dr. rer. nat. Thomas Thiekötter

Weitere Informationen:

http://www.dgn.org/presse/pressemitteilungen/3077-neu-gegruendete-parkinson-stif...

Frank A. Miltner | idw - Informationsdienst Wissenschaft

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht EU-Projekt: Bilder leistungsstark und energieeffizient verarbeiten
24.01.2017 | Ruhr-Universität Bochum

nachricht „Allen Unkenrufen zum Trotz“ Neues Projekt sorgt für Schutz der Gelbbauchunken in Bayern
24.01.2017 | Bundesamt für Naturschutz

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Scientists spin artificial silk from whey protein

X-ray study throws light on key process for production

A Swedish-German team of researchers has cleared up a key process for the artificial production of silk. With the help of the intense X-rays from DESY's...

Im Focus: Forscher spinnen künstliche Seide aus Kuhmolke

Ein schwedisch-deutsches Forscherteam hat bei DESY einen zentralen Prozess für die künstliche Produktion von Seide entschlüsselt. Mit Hilfe von intensivem Röntgenlicht konnten die Wissenschaftler beobachten, wie sich kleine Proteinstückchen – sogenannte Fibrillen – zu einem Faden verhaken. Dabei zeigte sich, dass die längsten Proteinfibrillen überraschenderweise als Ausgangsmaterial schlechter geeignet sind als Proteinfibrillen minderer Qualität. Das Team um Dr. Christofer Lendel und Dr. Fredrik Lundell von der Königlich-Technischen Hochschule (KTH) Stockholm stellt seine Ergebnisse in den „Proceedings“ der US-Akademie der Wissenschaften vor.

Seide ist ein begehrtes Material mit vielen erstaunlichen Eigenschaften: Sie ist ultraleicht, belastbarer als manches Metall und kann extrem elastisch sein....

Im Focus: Erstmalig quantenoptischer Sensor im Weltraum getestet – mit einem Lasersystem aus Berlin

An Bord einer Höhenforschungsrakete wurde erstmals im Weltraum eine Wolke ultrakalter Atome erzeugt. Damit gelang der MAIUS-Mission der Nachweis, dass quantenoptische Sensoren auch in rauen Umgebungen wie dem Weltraum eingesetzt werden können – eine Voraussetzung, um fundamentale Fragen der Wissenschaft beantworten zu können und ein Innovationstreiber für alltägliche Anwendungen.

Gemäß dem Einstein’schen Äquivalenzprinzip werden alle Körper, unabhängig von ihren sonstigen Eigenschaften, gleich stark durch die Gravitationskraft...

Im Focus: Quantum optical sensor for the first time tested in space – with a laser system from Berlin

For the first time ever, a cloud of ultra-cold atoms has been successfully created in space on board of a sounding rocket. The MAIUS mission demonstrates that quantum optical sensors can be operated even in harsh environments like space – a prerequi-site for finding answers to the most challenging questions of fundamental physics and an important innovation driver for everyday applications.

According to Albert Einstein's Equivalence Principle, all bodies are accelerated at the same rate by the Earth's gravity, regardless of their properties. This...

Im Focus: Mikrobe des Jahres 2017: Halobacterium salinarum - einzellige Urform des Sehens

Am 24. Januar 1917 stach Heinrich Klebahn mit einer Nadel in den verfärbten Belag eines gesalzenen Seefischs, übertrug ihn auf festen Nährboden – und entdeckte einige Wochen später rote Kolonien eines "Salzbakteriums". Heute heißt es Halobacterium salinarum und ist genau 100 Jahre später Mikrobe des Jahres 2017, gekürt von der Vereinigung für Allgemeine und Angewandte Mikrobiologie (VAAM). Halobacterium salinarum zählt zu den Archaeen, dem Reich von Mikroben, die zwar Bakterien ähneln, aber tatsächlich enger verwandt mit Pflanzen und Tieren sind.

Rot und salzig
Archaeen sind häufig an außergewöhnliche Lebensräume angepasst, beispielsweise heiße Quellen, extrem saure Gewässer oder – wie H. salinarum – an...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Neuer Algorithmus in der Künstlichen Intelligenz

24.01.2017 | Veranstaltungen

Gehirn und Immunsystem beim Schlaganfall – Neueste Erkenntnisse zur Interaktion zweier Supersysteme

24.01.2017 | Veranstaltungen

Hybride Eisschutzsysteme – Lösungen für eine sichere und nachhaltige Luftfahrt

23.01.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Im Interview mit Harald Holzer, Geschäftsführer der vitaliberty GmbH

24.01.2017 | Unternehmensmeldung

MAIUS-1 – erste Experimente mit ultrakalten Atomen im All

24.01.2017 | Physik Astronomie

European XFEL: Forscher können erste Vorschläge für Experimente einreichen

24.01.2017 | Physik Astronomie