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Wie Nervenzellen im Gehirn kommunizieren

17.02.2009
Professor Peter Jonas erhält angesehenen Physiologiepreis

Der Adolf-Fick-Preis wird von der Physikalisch-Medizinischen Gesellschaft zu Würzburg verliehen. Er gilt als der angesehenste Physiologiepreis im deutschen Sprachraum und ist mit 10.000 Euro dotiert. Die nur alle fünf Jahre vergebene Auszeichnung erinnert an den bedeutenden deutschen Physiologen Adolf Eugen Fick (1829-1901), den Entdecker der Diffusionsgesetze.

Prof. Peter Jonas ist seit 1995 Direktor des Physiologischen Instituts an der Universität Freiburg. Gegenwärtig forscht er am Freiburg Institute for Advanced Studies (FRIAS) in der Sektion für Lebenswissenschaften, der School of Life Sciences - Lifenet. Jonas ist Mitglied in der "Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina" und wurde 2006 mit dem Gottfried Wilhelm Leibniz Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft ausgezeichnet.

In seinen hochkarätigen Arbeiten untersucht Jonas, wie Nervenzellen innerhalb von Gehirnnetzwerken miteinander kommunizieren. Hauptsächlich beschäftigt sich der Wissenschaftler mit dem Hippocampus, jenem Teil des Großhirns, der eine zentrale Rolle beim Lernen spielt und für komplexe Gedächtnisleistungen verantwortlich ist. Jonas interessiert besonders die Frage, wie elektrische Prozesse im Nerven in chemische Signale umgesetzt werden.

Wie führt also ein Aktionspotential, das an einer Nervenfaser entlang läuft, zur Freisetzung von Botenstoffen? Schließlich sind es diese sogenannten Transmitter, die die Information über den synaptischen Spalt von einer Nervenzelle auf benachbarte Neurone übertragen.

Verliehen wird Jonas der Adolf-Fick-Preis im März während des 88. Jahreskongresses der Deutschen Physiologischen Gesellschaft. In der Vergangenheit erhielten diese Auszeichnung unter anderem Hans Spemann und Erwin Neher.

Kontakt:
Prof. Dr. Peter Jonas
Tel.: 0761/203-5150
Fax: 0761/203-5204
E-Mail: peter.jonas@physiologie.uni-freiburg.de

Rudolf-Werner Dreier | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-freiburg.de

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