Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Nachwuchsforschungsgruppe befasst sich mit Nanoteilchen

21.10.2013
Bundesministerium für Bildung und Forschung fördert Projekt MÜKoN mit 1,6 Millionen Euro

Sie sind winzig klein und ungeheuer vielseitig: Nanoteilchen helfen bei der Imprägnierung von Schuhen, verbessern die Eigenschaften von Lacken und finden Anwendung in der Medizin.

Eine neue, eigens eingerichtete Nachwuchsforschungsgruppe am Institut für Physikalische Chemie und Elektrochemie der Naturwissenschaftlichen Fakultät hat das Ziel, unter Verwendung von Nanoteilchen neuartige Sensoren mit einem breiten Anwendungsspektrum herzustellen.

Sie sind winzig klein und ungeheuer vielseitig: Nanoteilchen helfen bei der Imprägnierung von Schuhen, verbessern die Eigenschaften von Lacken und finden Anwendung in der Medizin. Eine neue, eigens eingerichtete Nachwuchsforschungsgruppe am Institut für Physikalische Chemie und Elektrochemie der Naturwissenschaftlichen Fakultät hat das Ziel, unter Verwendung von Nanoteilchen neuartige Sensoren mit einem breiten Anwendungsspektrum herzustellen.

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung fördert das Projekt „MÜKoN – Materialien aus Überstrukturen maßgeschneiderter Nanokristallbausteine“ unter Leitung von Dr. Nadja Bigall für zunächst vier Jahre mit rund 1,6 Millionen Euro. Eine Verlängerung um weitere zwei Jahre ist möglich. Das Projekt startet am 1. November 2013.

Nanoteilchen lassen sich aus nahezu allen Materialien herstellen, allerdings nicht immer in gleichbleibender Qualität. Hier setzt das Forschungsvorhaben MÜKoN an. Das Team um Doktor Bigall möchte zunächst Nanoteilchen formkontrolliert herstellen; das heißt, alle Teilchen sollen möglichst ähnlich groß und ähnlich geformt sein. Im Anschluss daran sollen die Nanoteilchen so angeordnet werden, dass eine neue homogene, makroskopische Struktur entsteht. Dabei untersuchen die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler schwerpunktmäßig Materialkombinationen aus metallischen Nanopartikeln mit Halbleiter- bzw. Metalloxidpartikeln.

Das neue Material soll besondere Eigenschaften aufweisen und den Nachweis bestimmter Stoffe, beispielsweise von Schwermetallen, ermöglichen. Die zahllosen winzigen Nanopartikel weisen eine erheblich vergrößerte Oberfläche auf. Diese Struktur ermöglicht eine Interaktion mit der Flüssigkeit, die sie umgibt. Fällt nun Licht auf die Nanopartikelstrukturschicht, so wird aufgrund des Analyts, also des nachzuweisenden Stoffes, Strom erzeugt. Die Stromstärke ist abhängig von der Konzentration des Stoffes, den man nachweisen will.

Das neue Material könnte also helfen, den Nachweis bestimmter Stoffe zu erleichtern. Dafür sollten Sensoren mit einer dünnen Schicht des neuartigen Materials beschichtet werden. Gegenüber herkömmlichen Sensoren wäre die Qualität erheblich verbessert, auch kleinste Mengen eines gesuchten Stoffes könnten nachgewiesen werden. Möglich wäre dann nicht nur der Nachweis von Schwermetallen, sondern beispielsweise auch von Giftstoffen, Drogen oder Sprengstoffen. Auch eine Anwendung im medizinischen Bereich, etwa in der Diagnostik, ist denkbar.

Hinweis an die Redaktion:
Für weitere Informationen steht Ihnen Dr. Nadja-C. Bigall, Institut für Physikalische Chemie und Elektrochemie der Leibniz Universität Hannover, unter Telefon +49 511 762 16068 oder per E-Mail unter nadja.bigall@pci.uni-hannover.de gern zur Verfügung.

Mechtild Freiin v. Münchhausen | Leibniz Universität Hannover
Weitere Informationen:
http://www.uni-hannover.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Berührungslose Ladesysteme
16.11.2017 | Albert-Ludwigs-Universität Freiburg im Breisgau

nachricht Studenten nehmen mit Frühwarnsystem für Geisterfahrer an internationalem Wettbewerb in Peking teil
15.11.2017 | Universität des Saarlandes

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Ultrakalte chemische Prozesse: Physikern gelingt beispiellose Vermessung auf Quantenniveau

Wissenschaftler um den Ulmer Physikprofessor Johannes Hecker Denschlag haben chemische Prozesse mit einer beispiellosen Auflösung auf Quantenniveau vermessen. Bei ihrer wissenschaftlichen Arbeit kombinierten die Forscher Theorie und Experiment und können so erstmals die Produktzustandsverteilung über alle Quantenzustände hinweg - unmittelbar nach der Molekülbildung - nachvollziehen. Die Forscher haben ihre Erkenntnisse in der renommierten Fachzeitschrift "Science" publiziert. Durch die Ergebnisse wird ein tieferes Verständnis zunehmend komplexer chemischer Reaktionen möglich, das zukünftig genutzt werden kann, um Reaktionsprozesse auf Quantenniveau zu steuern.

Einer deutsch-amerikanischen Forschergruppe ist es gelungen, chemische Prozesse mit einer nie dagewesenen Auflösung auf Quantenniveau zu vermessen. Dadurch...

Im Focus: Leoniden 2017: Sternschnuppen im Anflug?

Gemeinsame Pressemitteilung der Vereinigung der Sternfreunde und des Hauses der Astronomie in Heidelberg

Die Sternschnuppen der Leoniden sind in diesem Jahr gut zu beobachten, da kein Mondlicht stört. Experten sagen für die Nächte vom 16. auf den 17. und vom 17....

Im Focus: «Kosmische Schlange» lässt die Struktur von fernen Galaxien erkennen

Die Entstehung von Sternen in fernen Galaxien ist noch weitgehend unerforscht. Astronomen der Universität Genf konnten nun erstmals ein sechs Milliarden Lichtjahre entferntes Sternensystem genauer beobachten – und damit frühere Simulationen der Universität Zürich stützen. Ein spezieller Effekt ermöglicht mehrfach reflektierte Bilder, die sich wie eine Schlange durch den Kosmos ziehen.

Heute wissen Astronomen ziemlich genau, wie sich Sterne in der jüngsten kosmischen Vergangenheit gebildet haben. Aber gelten diese Gesetzmässigkeiten auch für...

Im Focus: A “cosmic snake” reveals the structure of remote galaxies

The formation of stars in distant galaxies is still largely unexplored. For the first time, astron-omers at the University of Geneva have now been able to closely observe a star system six billion light-years away. In doing so, they are confirming earlier simulations made by the University of Zurich. One special effect is made possible by the multiple reflections of images that run through the cosmos like a snake.

Today, astronomers have a pretty accurate idea of how stars were formed in the recent cosmic past. But do these laws also apply to older galaxies? For around a...

Im Focus: Pflanzenvielfalt von Wäldern aus der Luft abbilden

Produktivität und Stabilität von Waldökosystemen hängen stark von der funktionalen Vielfalt der Pflanzengemeinschaften ab. UZH-Forschenden gelang es, die Pflanzenvielfalt von Wäldern durch Fernerkundung mit Flugzeugen in verschiedenen Massstäben zu messen und zu kartieren – von einzelnen Bäumen bis hin zu ganzen Artengemeinschaften. Die neue Methode ebnet den Weg, um zukünftig die globale Pflanzendiversität aus der Luft und aus dem All zu überwachen.

Ökologische Studien zeigen, dass die Pflanzenvielfalt zentral ist für das Funktionieren von Ökosys-temen. Wälder mit einer höheren funktionalen Vielfalt –...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Technologievorsprung durch Textiltechnik

17.11.2017 | Veranstaltungen

Roboter für ein gesundes Altern: „European Robotics Week 2017“ an der Frankfurt UAS

17.11.2017 | Veranstaltungen

Börse für Zukunftstechnologien – Leichtbautag Stade bringt Unternehmen branchenübergreifend zusammen

17.11.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Technologievorsprung durch Textiltechnik

17.11.2017 | Veranstaltungsnachrichten

IHP präsentiert sich auf der productronica 2017

17.11.2017 | Messenachrichten

Roboter schafft den Salto rückwärts

17.11.2017 | Innovative Produkte