Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Myorobotics gewinnt beim German High Tech Champion Award 2013

14.10.2013
Make your own robot: Dieses Motto des EU-Forschungsprojekts Myorobotics überzeugte auch die Jury des German High Tech Champions Awards 2013, der mit 10 000 € dotiert ist.

Gemeinsam mit europäischen Partnern haben Wissenschaftler am Fraunhofer IPA das Myorobotics Toolkit entwickelt.

Forscher, industrielle Anwender und Hobbytüftler können mit dem neuartigen und modularen Hardwaresystem kostengünstig eigene nachgiebige Leichtbau-Roboter entwerfen und bauen.

Mit der Kampagne German High Tech Champions (GHTC®) lädt die Fraunhofer-Gesellschaft im Rahmen einer vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Initiative jährlich Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler dazu ein, ihre anwendungsnahen Technologieentwicklungen insbesondere Fachexperten und Unternehmen im Ausland vorzustellen.

Unter dem Motto »Lightweight Design« konnte in diesem Jahr eine Technologie des Myorobotics-Teams überzeugen und einen GHTC® Award in Höhe von 10 000 € gewinnen. Mit dem Myorobotics Toolkit können Anwender Leichtbau-Roboter nach dem Prinzip eines menschlichen Bewegungsapparates für unterschiedliche Anwendungen entwickeln und selbst bauen. Durch ihr leichtes Gewicht und den nachgiebigen Aktoren sind muskuloskelettale Roboter sicherer und effizienter als konventionelle Robotersysteme. Bisher war es schwierig und zeitaufwendig, solche Roboter zu entwickeln, da Standardkomponenten fehlten.

»Das Myorobotics-Projekt bietet Forschern und Endanwendern ein flexibles, modulares und zudem kostengünstiges Hardware Toolkit und Software Framework«, so Dr. Christophe Maufroy, wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Abteilung Roboter- und Assistenzsysteme.

Modulares Toolkit – Flexibel anwendbar

Das Myorobotics Toolkit besteht aus unterschiedlichen Komponenten. An die Funktion von Knochen ist der wesentliche Grundbaustein angelehnt: Der MYO-Bone hat eine starre und gleichzeitig leichte Karbonstruktur, die eine Vielzahl von Erweiterungen unterstützt. Topologisch optimierte Gelenkmodule mit integriertem Winkelsensor, die MYO-Joints, werden mithilfe kostengünstiger 3D-Drucktechnologien hergestellt und verbinden die MYO-Bones über Schnellverbinder.

Der MYO-Muscle ist mit einem Feder-Dämpfer-Mechanismus und einer Sensorik ausgestattet, die das Messen von Zugkräften ermöglicht. Der entscheidende Vorteil des modularen Systems: Auch Nichtexperten können das Robotersystem nutzen, um eigene Konzepte zu entwickeln und umzusetzen.

Beim Projekttreffen am Fraunhofer IPA im September 2013 hat das europäische Team die Soft- und Hardware erstmalig zusammengeführt: »Es hat Spaß gemacht, die Elektronik mit der Hardware zu verbinden und den ersten MYO-Robot zum Leben zu erwecken«, resümiert Maik Siee, wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Abteilung Roboter- und Assistenzsysteme.

Die Siegerehrung wird im Rahmen des zweiten Fraunhofer-Symposiums »Green Technology made in Germany – Lightweight Design« am 18. November 2013 in Tokio stattfinden.

Kontakt
Dr. Christophe Maufroy
Abteilung Roboter- und Assistenzsysteme
Telefon: +49 711 970-1167
christophe.maufroy@ipa.fraunhofer.de
Dipl.-Ing. Maik Siee
Abteilung Roboter- und Assistenzsysteme
Telefon +49 711 970-1603
maik.siee@ipa.fraunhofer.de
Beteiligte Projektpartner Myorobotics:
Fraunhofer IPA, Deutschland
Technische Universität München, Deutschland
Eidgenössische Technische Hochschule, Schweiz
University of Bristol, UK
Myorobotics ist ein von der EU gefördertes Forschungsprojekt (grant agreement n° 288219) und Teil des 7. EU-Rahmenprogramms (FP7/2007-2013).
Über German High Tech Champions
Die Kampagne GHTC® wird von der Fraunhofer-Gesellschaft durchgeführt und ist Teil des Verbundprojekts "Internationales Forschungsmarketing“, das die Alexander von Humboldt-Stiftung, der Deutsche Akademische Austauschdienst, die Deutsche Forschungsgemeinschaft und die Fraunhofer-Gesellschaft gemeinschaftlich durchführen. Ziel des Projekts ist es, für den Forschungsstandort Deutschland im In- und Ausland zu werben und sein Profil im globalen Wissenschaftsmarkt zu schärfen. Alle im Rahmen des Projekts stattfindenden Maßnahmen sind Bestandteil der vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Initiative „Werbung für den Innovations- und Forschungsstandort Deutschland“ unter der Marke „Research in Germany“.

Jörg Walz | Fraunhofer-Institut
Weitere Informationen:
http://www.myorobotics.eu
http://www.research-in-germany.de/dachportal/de/Beteiligungsmoeglichkeiten/GHTC-Wettbewerb.html

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht DFG bewilligt drei neue Forschergruppen und eine neue Klinische Forschergruppe
22.09.2017 | Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)

nachricht Millionen für die Krebsforschung
20.09.2017 | Julius-Maximilians-Universität Würzburg

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: The pyrenoid is a carbon-fixing liquid droplet

Plants and algae use the enzyme Rubisco to fix carbon dioxide, removing it from the atmosphere and converting it into biomass. Algae have figured out a way to increase the efficiency of carbon fixation. They gather most of their Rubisco into a ball-shaped microcompartment called the pyrenoid, which they flood with a high local concentration of carbon dioxide. A team of scientists at Princeton University, the Carnegie Institution for Science, Stanford University and the Max Plank Institute of Biochemistry have unravelled the mysteries of how the pyrenoid is assembled. These insights can help to engineer crops that remove more carbon dioxide from the atmosphere while producing more food.

A warming planet

Im Focus: Hochpräzise Verschaltung in der Hirnrinde

Es ist noch immer weitgehend unbekannt, wie die komplexen neuronalen Netzwerke im Gehirn aufgebaut sind. Insbesondere in der Hirnrinde der Säugetiere, wo Sehen, Denken und Orientierung berechnet werden, sind die Regeln, nach denen die Nervenzellen miteinander verschaltet sind, nur unzureichend erforscht. Wissenschaftler um Moritz Helmstaedter vom Max-Planck-Institut für Hirnforschung in Frankfurt am Main und Helene Schmidt vom Bernstein-Zentrum der Humboldt-Universität in Berlin haben nun in dem Teil der Großhirnrinde, der für die räumliche Orientierung zuständig ist, ein überraschend präzises Verschaltungsmuster der Nervenzellen entdeckt.

Wie die Forscher in Nature berichten (Schmidt et al., 2017. Axonal synapse sorting in medial entorhinal cortex, DOI: 10.1038/nature24005), haben die...

Im Focus: Highly precise wiring in the Cerebral Cortex

Our brains house extremely complex neuronal circuits, whose detailed structures are still largely unknown. This is especially true for the so-called cerebral cortex of mammals, where among other things vision, thoughts or spatial orientation are being computed. Here the rules by which nerve cells are connected to each other are only partly understood. A team of scientists around Moritz Helmstaedter at the Frankfiurt Max Planck Institute for Brain Research and Helene Schmidt (Humboldt University in Berlin) have now discovered a surprisingly precise nerve cell connectivity pattern in the part of the cerebral cortex that is responsible for orienting the individual animal or human in space.

The researchers report online in Nature (Schmidt et al., 2017. Axonal synapse sorting in medial entorhinal cortex, DOI: 10.1038/nature24005) that synapses in...

Im Focus: Tiny lasers from a gallery of whispers

New technique promises tunable laser devices

Whispering gallery mode (WGM) resonators are used to make tiny micro-lasers, sensors, switches, routers and other devices. These tiny structures rely on a...

Im Focus: Wundermaterial Graphen: Gewölbt wie das Polster eines Chesterfield-Sofas

Graphen besitzt extreme Eigenschaften und ist vielseitig verwendbar. Mit einem Trick lassen sich sogar die Spins im Graphen kontrollieren. Dies gelang einem HZB-Team schon vor einiger Zeit: Die Physiker haben dafür eine Lage Graphen auf einem Nickelsubstrat aufgebracht und Goldatome dazwischen eingeschleust. Im Fachblatt 2D Materials zeigen sie nun, warum dies sich derartig stark auf die Spins auswirkt. Graphen kommt so auch als Material für künftige Informationstechnologien infrage, die auf der Verarbeitung von Spins als Informationseinheiten basieren.

Graphen ist wohl die exotischste Form von Kohlenstoff: Alle Atome sind untereinander nur in der Ebene verbunden und bilden ein Netz mit sechseckigen Maschen,...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

11. BusinessForum21-Kongress „Aktives Schadenmanagement"

22.09.2017 | Veranstaltungen

Internationale Konferenz zum Biomining ab Sonntag in Freiberg

22.09.2017 | Veranstaltungen

Die Erde und ihre Bestandteile im Fokus

21.09.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

11. BusinessForum21-Kongress „Aktives Schadenmanagement"

22.09.2017 | Veranstaltungsnachrichten

DFG bewilligt drei neue Forschergruppen und eine neue Klinische Forschergruppe

22.09.2017 | Förderungen Preise

Lebendiges Gewebe aus dem Drucker

22.09.2017 | Biowissenschaften Chemie