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Ministerin Schulze vergibt Forschungspreis Wasserstoff: Vier Nachwuchswissenschaftler ausgezeichnet

19.11.2015

Wasserstoff für Energiewende nutzen – Expertentreffen in Düsseldorf

Wasserstoff ist ein Schlüssel zur Energiewende – ob als Energiespeicher oder als Kraftstoff. Bei der 15. Jahrestagung des Netzwerks Brennstoffzelle und Wasserstoff der EnergieAgentur.NRW hat Wisseschaftsministerin Svenja Schulze erstmals den Forschungspreis Wasserstoff.NRW vergeben.

Die Auszeichnung geht an vier junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Mülheim an der Ruhr, Wuppertal, Gelsenkirchen und Köln.

„Die Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnik ist mittlerweile sehr weit entwickelt und hat in vielen Bereichen bereits marktreife Anwendungen hervorgebracht. Dennoch wird weiterhin Forschung und Entwicklung zur technischen Optimierung und Kostensenkung notwendig sein", sagte Ministerin Schulze.

"Um Studierende technischer Fachrichtungen auf Wasserstoff als Energieträger, Kraftstoff und Rohstoff aufmerksam zu machen, haben wir den Forschungspreis Wasserstoff.NRW eingeführt. Wir freuen uns, dass das erfolgreiche Netzwerk Brennstoffzelle und Wasserstoff den Wettbewerb gemeinsam mit dem Cluster EnergieForschung.NRW organisiert hat."

Seit 15 Jahren unterstützt das Netzwerk die Entwicklung neuer Wasserstofftechniken. Es ist bei der EnergieAgentur.NRW angesiedelt - dem Kompetenzzentrum des Landes für Erneuerbare Energien, Energieeffizienz und Klimaschutz.

Die Forschungspreise mit einer Gesamtdotierung von 9.000 Euro verteilen sich auf die Kategorien Bachelor, Diplom-/Master und Promotion.

Die Siegerinnen und Sieger sind:

• Dr. Diana Carolina Galeano Nuñez
Max-Planck-Institut für Kohlenforschung in Mülheim an der Ruhr
Dissertation "Nanostructured Carbon Materials for Applications in
Polymer Electrolyte Membrane Fuel Cells", 3.000 €

• Dr.-Ing. Max Jungk
Bergische Universität Wuppertal
Dissertation "Ganzheitliche Bewertung zukünftig verfügbarer primärer Stahlherstellungsverfahren - Einschätzung der möglichen Rolle von Wasserstoff als Reduktionsmittel", 3.000 €

• Thorben Müller
Westfälische Hochschule Gelsenkirchen
Masterarbeit: "Erstellung eines vornehmlich auf lokal verfügbaren erneuerbaren Energieträgern basierenden Energieversorgungskonzeptes für ein Gewerbegebiet unter besonderer Berücksichtigung der Energiespeicherung", 2.000 €

• Fabian Rosenau
Fachhochschule Köln
Bachelorarbeit: "Integration eines Brennstoffzellensystems zur Strom- und Wärmeerzeugung im Chempark Monheim", 1.000 €

Zum Jahrestreffen des Netzwerks Brennstoffzelle und Wasserstoff NRW kamen rund 200 Expertinnen und Experten nach Düsseldorf. Aktuelle Informationen zur Mobilität, Energiespeicherung und stationären Energieversorgung mit Wasserstoff und Brennstoffzellen standen bei der Tagung ebenso im Mittelpunkt wie die konkrete Netzwerkarbeit. Zudem konnten mit dem Toyota Mirai und dem Hyundai ix35 FCEV die ersten marktverfügbaren Brennstoffzellenautos Probe gefahren werden.

„Das Land NRW hat ehrgeizige Ziele beim Klimaschutz. Der notwendige Ausbau der erneuerbaren Energien funktioniert nur mit der gleichzeitigen Entwicklung innovativer Speichertechnologien und verlangt zudem neue Lösungen für eine saubere Mobilität und eine dezentrale Energieversorgung. Dafür benötigen wir neben kompetenten Forschern und Entwicklern auch eigene Fördermöglichkeiten. Daher begrüßen wir den in 2016 anstehenden Klimaschutzwettbewerb „NRW Hydrogen HyWay“ zum Thema Wasserstoff und Brennstoffzellen ausdrücklich", sagte Dr. Thomas Kattenstein, Leiter des Netzwerkes.

Das Netzwerk Brennstoffzelle und Wasserstoff NRW ist europaweit mit über 400 Mitgliedern das größte Netzwerk zu Brennstoffzellen- und Wasserstofftechnik. Es hat 113 Projekte initiiert, die Nordrhein-Westfalen zusammen mit Mitteln der Europäischen Union (EFRE) mit 128 Millionen Euro bei einem Gesamtbudget von 208 Millionen Euro gefördert hat.

Weitere Informationen:

http://www.energieagentur.nrw.de/netzwerk-brennstoffzelle
http://www.forschungspreis-wasserstoff-nrw.de

Hermann Lamberty | idw - Informationsdienst Wissenschaft

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