Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Millionenförderung für Proteinforschung: Hallesches Projekt bei Programm zur Spitzenforschung erfolgreich

18.05.2009
In der zweiten Runde des Programms "Spitzenforschung und Innovation in den Neuen Ländern" hat die Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) zusammen mit über 30 Partnern einen großen Erfolg erzielt.

Das Protein-Kompetenznetzwerk Halle (ProNet-T³) wird in den kommenden fünf Jahren vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) mit rund 11 Millionen Euro gefördert. Damit wird der biowissenschaftliche Forschungsschwerpunkt der MLU weiter gestärkt.

Insgesamt kommen elf von 24 Bewerbern zum Zuge, das hallesche Projekt ist dabei das einzige aus Sachsen-Anhalt. "Diese Nachricht ist für die Martin-Luther-Universität höchsterfreulich", sagte MLU-Rektor Prof. Dr. Wulf Diepenbrock in einer ersten Reaktion. "Es zeigt sich zum wiederholten Male, dass wir mit unseren Forschungsschwerpunkten richtig liegen. Für die wahrscheinlich anstehende neue Runde der Bundesexzellenzinitiative sehen wir uns somit gut gerüstet."

Prof. Dr. Rainer Rudolph, Sprecher des an der MLU beheimateten Landesexzellenznetzwerks "Strukturen und Mechanismen der biologischen Informationsverarbeitung", zeigte sich ebenfalls erfreut: "Ich glaube, wir konnten mit unserem Konzept überzeugen, weil wir neben unserer eigenen Kompetenz die Leistungen sehr starker Partner aus Wirtschaft und Wissenschaft einbringen." Besonders wichtig sei dabei "die strategische Allianz mit dem Center for Integrated Protein Sciences in München".

Im Bereich der Proteinforschung hat sich der Standort Halle seit langem einen guten Namen gemacht. Zahlreiche Forschungsverbünde, darunter Sonderforschungsbereiche und ein BMBF-Zentrum für Innovationskompetenz, bezeugen dies. "Mit dem Kompetenznetwerk wollen wir nun der angewandten Proteinforschung in Halle eine internationale Spitzenposition sichern", so Rudolph. Zu den obersten Zielen gehöre es daher, die wissenschaftliche Exzellenz dauerhaft zu steigern und eine Technologie-Transfer-Plattform zu schaffen, die die Kontakte zwischen der Grundlagenforschung und der Anwendung in den Firmen optimiert.

Drei Biotechnologieunternehmen (Probiodrug, Nomad, KeyNeurotek) sind in Verbundvorhaben in ProNet-T³ direkt eingebunden. Acht weitere Firmen kooperieren als assoziierte Industriepartner mit dem Netzwerk. "Wir decken sozusagen die gesamte Wertschöpfungskette ab", konstatiert Rainer Rudolph. "Angefangen bei der Grundlagenforschung über die Produkt- und Dienstleistungsentwicklung bis hin zur Herstellung und Vermarktung von Medikamenten."

Die Wissenschaftler und ihre Partner haben zum Beispiel Krankheiten wie Krebs, Alzheimer und Parkinson im Blick. "Wir suchen nach Proteinen, die bei bestimmten Krankheitsbildern falsch reguliert sind. Diese entscheidenden Proteine gilt es zu finden, um sie mithilfe neuer Technologien zu erforschen und am Ende neue Therapieformen zu ermöglichen." Zudem gebe es bestimmte Proteine, die selbst als Wirkstoff dienen können. "Ein prominentes Beispiel ist Insulin, aber es gibt noch weitaus komplexere Proteine, die ein ebensolches Potenzial haben."

Ansprechpartner:
Prof. Dr. Rainer Rudolph
Telefon: 0345 55 24860
E-Mail: rudolph@biochemtech.uni-halle.de

Carsten Heckmann | idw
Weitere Informationen:
http://www.bmbf.de/press/2552.php
http://www.exzellenznetzwerk-biowissenschaften.uni-halle.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Mikrophotonik – Optische Technologien auf dem Weg in die Hochintegration
21.07.2017 | VDI Technologiezentrum GmbH

nachricht 1,4 Millionen Euro für Forschungsprojekte im Industrie 4.0-Kontext
20.07.2017 | Hochschule RheinMain

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Navigationssystem der Hirnzellen entschlüsselt

Das menschliche Gehirn besteht aus etwa hundert Milliarden Nervenzellen. Informationen zwischen ihnen werden über ein komplexes Netzwerk aus Nervenfasern übermittelt. Verdrahtet werden die meisten dieser Verbindungen vor der Geburt nach einem genetischen Bauplan, also ohne dass äußere Einflüsse eine Rolle spielen. Mehr darüber, wie das Navigationssystem funktioniert, das die Axone beim Wachstum leitet, haben jetzt Forscher des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) herausgefunden. Das berichten sie im Fachmagazin eLife.

Die Gesamtlänge des Nervenfasernetzes im Gehirn beträgt etwa 500.000 Kilometer, mehr als die Entfernung zwischen Erde und Mond. Damit es beim Verdrahten der...

Im Focus: Kohlenstoff-Nanoröhrchen verwandeln Strom in leuchtende Quasiteilchen

Starke Licht-Materie-Kopplung in diesen halbleitenden Röhrchen könnte zu elektrisch gepumpten Lasern führen

Auch durch Anregung mit Strom ist die Erzeugung von leuchtenden Quasiteilchen aus Licht und Materie in halbleitenden Kohlenstoff-Nanoröhrchen möglich....

Im Focus: Carbon Nanotubes Turn Electrical Current into Light-emitting Quasi-particles

Strong light-matter coupling in these semiconducting tubes may hold the key to electrically pumped lasers

Light-matter quasi-particles can be generated electrically in semiconducting carbon nanotubes. Material scientists and physicists from Heidelberg University...

Im Focus: Breitbandlichtquellen mit flüssigem Kern

Jenaer Forschern ist es gelungen breitbandiges Laserlicht im mittleren Infrarotbereich mit Hilfe von flüssigkeitsgefüllten optischen Fasern zu erzeugen. Mit den Fasern lieferten sie zudem experimentelle Beweise für eine neue Dynamik von Solitonen – zeitlich und spektral stabile Lichtwellen – die aufgrund der besonderen Eigenschaften des Flüssigkerns entsteht. Die Ergebnisse der Arbeiten publizierte das Jenaer Wissenschaftler-Team vom Leibniz-Instituts für Photonische Technologien (Leibniz-IPHT), dem Fraunhofer-Insitut für Angewandte Optik und Feinmechanik, der Friedrich-Schiller-Universität Jena und des Helmholtz-Insituts im renommierten Fachblatt Nature Communications.

Aus einem ultraschnellen intensiven Laserpuls, den sie in die Faser einkoppeln, erzeugen die Wissenschaftler ein, für das menschliche Auge nicht sichtbares,...

Im Focus: Flexible proximity sensor creates smart surfaces

Fraunhofer IPA has developed a proximity sensor made from silicone and carbon nanotubes (CNT) which detects objects and determines their position. The materials and printing process used mean that the sensor is extremely flexible, economical and can be used for large surfaces. Industry and research partners can use and further develop this innovation straight away.

At first glance, the proximity sensor appears to be nothing special: a thin, elastic layer of silicone onto which black square surfaces are printed, but these...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

10. Uelzener Forum: Demografischer Wandel und Digitalisierung

26.07.2017 | Veranstaltungen

Clash of Realities 2017: Anmeldung jetzt möglich. Internationale Konferenz an der TH Köln

26.07.2017 | Veranstaltungen

2. Spitzentreffen »Industrie 4.0 live«

25.07.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Robuste Computer für's Auto

26.07.2017 | Seminare Workshops

Läuft wie am Schnürchen!

26.07.2017 | Seminare Workshops

Leicht ist manchmal ganz schön schwer!

26.07.2017 | Seminare Workshops