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Millionenförderung für MHH-Spitzenforscher

13.11.2012
Immunologe Professor Reinhold Förster erhält höchsten Wissenschaftspreis der EU / Förderung von 2,5 Millionen Euro über fünf Jahre

Hohe Auszeichnung für Spitzenforscher Professor Dr. Reinhold Förster von der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH): Der Leiter des Institutes für Immunologie hat den höchsten und begehrtesten Wissenschaftspreis der EU erhalten – einen „ERC Advanced Grant" des Europäischen Forschungsrates (ERC).

Die damit verbundene fünfjährige Förderung beläuft sich auf insgesamt 2,5 Millionen Euro. Mit „ERC Advanced Grants" werden herausragende und bereits etablierte Wissenschaftler gefördert.

Die einzigen Kriterien zur Vergabe der Fördermittel sind die wissenschaftliche Exzellenz des Antragstellers und des geplanten Projektes. „Die Vergabe des ,ERC Advanced Grant’ an Professor Förster ist auch ein großartiger Erfolg für die MHH und unterstreicht ihre internationale Spitzenposition im Schwerpunkt der Immunitäts- und Entzündungsforschung", sagt MHH-Präsident Professor Dr. Dieter Bitter-Suermann.

Professor Förster und sein Team erforschen die Wanderung von Immunzellen. Ständig patrouillieren die Wächter- und Abwehrzellen des Immunsystems durch fast alle Gewebe unseres Körpers. Für einen Standortwechsel werden die Immunzellen durch Lymphgefäße aus den Geweben zurück in den Blutkreislauf transportiert. Lymphknoten sind als zentrale Kontrollstationen in diese Lymphgefäße eingebaut, um den aus dem Gewebe kommenden Strom an Flüssigkeit und Zellen zu überwachen, ob Keime in den Körper eingedrungen sind.
Lange Zeit war dabei unklar, über welche Routen die verschiedenen Immunzellen in den Lymphknoten eintreten, und welche Signale dafür sorgen, dass sie tatsächlich in die Lymphknoten gelangen. Professor Förster und sein Institut haben vor kurzem eine neue Mikro-Injektionstechnik entwickelt, die es erlaubt, markierte Immunzellen direkt in die winzigen Lymphgefäße narkotisierter Versuchsmäuse zu injizieren. Die sogenannte Zwei-Photonen-Laser-Scanning-Mikroskopie ermöglicht es anschließend, die leuchtenden Zellen auf ihren Wegen in den nächsten Lymphknoten „live" zu beobachten.

„Mit der jetzt zusätzlich verfügbaren Forschungsförderung wollen wir im Detail verstehen, wie es Zellen schaffen, aus den Lymphgefäßen in die Lymphknoten einzuwandern. Dieses Wissen wird uns helfen, sogenannte zelluläre Vakzinen zu verbessern, die derzeit als neue Behandlungsmethode von Krebserkrankungen untersucht werden", erläutert der Preisträger. „Ebenso ist es nun möglich, das Metastasierungsverhalten von Tumoren in die Lymphknoten gezielter zu untersuchen und gegebenenfalls auch zu unterbinden." Auch der wissenschaftliche Nachwuchs wird von dem Projekt profitieren. Bis zu sieben zusätzliche Doktoranden und promovierte Wissenschaftler sollen für das Projekt rekrutiert werden.

Weitere Informationen erhalten Sie bei Professor Dr. Reinhold Förster, Telefon (0511) 532-9721, foerster.reinhold@mh-hannover.de.

Stefan Zorn | idw
Weitere Informationen:
http://www.mh-hannover.de

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