Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Mikro-Nano-Integration für die Praxis: Saarbrücker Ingenieure bei millionenschwerem Projekt dabei

09.05.2011
Vor Kurzem präsentierten saarländische Wissenschaftler auf der Hannover Messe eine Technologie, mit der sie die Qualität von Öl im laufenden Betrieb messen können.

So lassen sich die Umwelt schonen und Kosten sparen, da beispielsweise große Industriebetriebe ansonsten viel Geld für Laboranalysen ausgeben müssen, um die Ölqualität zu prüfen. Der ein oder andere Ölwechsel kann so erspart bleiben.

Das Saarbrücker Know-how fließt nun in ein Verbundprojekt mit einem Gesamtvolumen von 3,41 Millionen Euro, in dem insgesamt sieben Partner aus Wissenschaft und Wirtschaft vom Bundesforschungsministerium (BMBF) gefördert werden.

Das Zentrum für Mechatronik und Automatisierungstechnik (ZeMA), in dem Ingenieurwissenschaftler der Saar-Uni, der HTW sowie saarländischen Unternehmen an neuen Entwicklungen arbeiten, ist einer von sieben Projektpartnern, die an diesem neuen Projekt beteiligt sind. Das ZeMA ist in diesem Projekt, genannt NaMiFlu, für die Optimierung des kleinen optischen Ölqualität-Sensors verantwortlich. NaMiFlu steht für Nanotechnologie-basiertes Mikrosystem zum insitu-Fluidmonitoring.

„Wir wollen einerseits die Infrarotquelle des Sensors mittels Nanotechnologie verbessern und andererseits die Komponenten des Systems erproben und ihr Zusammenspiel optimieren“, erklärt Andreas Schütze, Professor für Messtechnik an der Saar-Uni und Geschäftsführer im ZeMA.

Durch die Verbesserung der Komponenten und deren Verkleinerung können später Sensoren in allen möglichen Bereichen eingesetzt werden, beispielsweise direkt auf dem Rollfeld zur Kontrolle der Hydraulikflüssigkeiten von Flugzeugen, aber auch für die Altersbestimmung von Frittierölen.

Beim Projekt „Ölalterung“, das die saarländischen Ingenieure Anfang April bei der Hannover Messe zeigten, stand der systematische Aspekt im Mittelpunkt. Welche Öle können mit der Sonde untersucht werden? Für welche Branchen ist die Sonde interessant? Die Entwicklung im Projekt NaMiFlu ist dagegen deutlich technologieorientierter. Hier dreht sich alles um die Verbesserung der Bauteile selbst, wobei insbesondere verschiedene nanotechnologische Schichten integriert werden sollen, um die optischen und mechanischen Eigenschaften der Sensorzelle zu optimieren.

NaMiFlu wird vom BMBF mit rund 1,7 Millionen Euro unterstützt im Programm Mikrosystemtechnik im Rahmen der Ausschreibung Mikro-Nano-Integration (MNI). 250.000 Euro davon erhält das ZeMA, das damit ein erstes großes Projekt des BMBF einwerben konnte. Koordiniert wird das Projekt von der Saarbrücker Hydac GmbH. Weitere Partner sind die EADS Deutschland GmbH (Ottobrunn), die FUCHS Schmierstoffe GmbH (Mannheim), die Micro-Hybrid Electronic GmbH (Hermsdorf), die Siegert Thinfilm Technology GmbH (Hermsdorf) sowie die TU Ilmenau.

Weitere Informationen:

Professor Dr. Andreas Schütze
Lehrstuhl für Messtechnik der Universität des Saarlandes
Tel.: (0681) 302-4663
E-Mail: schuetze@lmt.uni-saarland.de
Dipl.-Ing. Torsten Bley
Zentrum für Mechatronik und Automatisierungstechnik gGmbH
Tel. (0681) 302-5017
E-Mail: torsten.bley@mechatronikzentrum.de

Thorsten Mohr | idw
Weitere Informationen:
http://www.mechatronikzentrum.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Verleihung GreenTec Awards 2018 – Kategorie »Energie« am 24. April 2018 auf der Hannover Messe
23.04.2018 | Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE

nachricht 31,5 Millionen Euro für Forschungsinstitute der Innovationsallianz Baden-Württemberg (InnBW)
20.04.2018 | Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: BAM@Hannover Messe: Innovatives 3D-Druckverfahren für die Raumfahrt

Auf der Hannover Messe 2018 präsentiert die Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM), wie Astronauten in Zukunft Werkzeug oder Ersatzteile per 3D-Druck in der Schwerelosigkeit selbst herstellen können. So können Gewicht und damit auch Transportkosten für Weltraummissionen deutlich reduziert werden. Besucherinnen und Besucher können das innovative additive Fertigungsverfahren auf der Messe live erleben.

Pulverbasierte additive Fertigung unter Schwerelosigkeit heißt das Projekt, bei dem ein Bauteil durch Aufbringen von Pulverschichten und selektivem...

Im Focus: BAM@Hannover Messe: innovative 3D printing method for space flight

At the Hannover Messe 2018, the Bundesanstalt für Materialforschung und-prüfung (BAM) will show how, in the future, astronauts could produce their own tools or spare parts in zero gravity using 3D printing. This will reduce, weight and transport costs for space missions. Visitors can experience the innovative additive manufacturing process live at the fair.

Powder-based additive manufacturing in zero gravity is the name of the project in which a component is produced by applying metallic powder layers and then...

Im Focus: IWS-Ingenieure formen moderne Alu-Bauteile für zukünftige Flugzeuge

Mit Unterdruck zum Leichtbau-Flugzeug

Ingenieure des Fraunhofer-Instituts für Werkstoff- und Strahltechnik (IWS) in Dresden haben in Kooperation mit Industriepartnern ein innovatives Verfahren...

Im Focus: Moleküle brillant beleuchtet

Physiker des Labors für Attosekundenphysik, der Ludwig-Maximilians-Universität und des Max-Planck-Instituts für Quantenoptik haben eine leistungsstarke Lichtquelle entwickelt, die ultrakurze Pulse über einen Großteil des mittleren Infrarot-Wellenlängenbereichs generiert. Die Wissenschaftler versprechen sich von dieser Technologie eine Vielzahl von Anwendungen, unter anderem im Bereich der Krebsfrüherkennung.

Moleküle sind die Grundelemente des Lebens. Auch wir Menschen bestehen aus ihnen. Sie steuern unseren Biorhythmus, zeigen aber auch an, wenn dieser erkrankt...

Im Focus: Molecules Brilliantly Illuminated

Physicists at the Laboratory for Attosecond Physics, which is jointly run by Ludwig-Maximilians-Universität and the Max Planck Institute of Quantum Optics, have developed a high-power laser system that generates ultrashort pulses of light covering a large share of the mid-infrared spectrum. The researchers envisage a wide range of applications for the technology – in the early diagnosis of cancer, for instance.

Molecules are the building blocks of life. Like all other organisms, we are made of them. They control our biorhythm, and they can also reflect our state of...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

infernum-Tag 2018: Digitalisierung und Nachhaltigkeit

24.04.2018 | Veranstaltungen

Fraunhofer eröffnet Community zur Entwicklung von Anwendungen und Technologien für die Industrie 4.0

23.04.2018 | Veranstaltungen

Mars Sample Return – Wann kommen die ersten Gesteinsproben vom Roten Planeten?

23.04.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Demographie beeinflusst Brutfürsorge bei Regenpfeifern

25.04.2018 | Biowissenschaften Chemie

Die Zukunft des Fliegens auf dem Prüfstand

25.04.2018 | Maschinenbau

Rittal digitalisiert Fertigung - Produktion weltweit nach Industrie 4.0

25.04.2018 | HANNOVER MESSE

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics