Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Michael Schindler erhält Robert-Koch-Postdoktoranden-Preis 2010

12.11.2010
Dr. Michael Schindler, Leiter der Nachwuchsgruppe „Virus-Pathogenese“ am Heinrich-Pette-Institut – Leibniz-Institut für Experimentelle Virologie in Hamburg, wird heute mit dem Postdoktoranden-Preis 2010 der Robert-Koch-Stiftung ausgezeichnet.

In Zusammenarbeit mit den Deutschen Gesellschaften für Hygiene und Mikrobiologie, Immunologie und Virologie vergibt die Robert-Koch-Stiftung diesen Preis jährlich an herausragende Nachwuchswissenschaftler, die einen grundlegenden Beitrag zum besseren Verständnis der Infektionskrankheiten leisten.

Michael Schindler erhält die Auszeichnung für seine Arbeiten auf dem Gebiet der AIDS-Pathogenese und der Evolution des HI-Virus und nahe verwandter Viren. Seit acht Jahren beschäftigt er sich mit der Frage, warum HI-Viren bei Menschen AIDS auslösen, während Infektionen mit nahe verwandten SI-Viren bei Affen in der Regel harmlos verlaufen.

In seinen Publikationen zeigte Schindler in Kooperation mit anderen Gruppen, wie das virale Protein Nef der SI-Viren vor einer tödlichen Immunschwäche schützen kann, dass dieser Schutz tatsächlich eine Rolle spielt, wenn Mangabenaffen natürlich infiziert werden. Außerdem identifizierte er in seinen umfangreichen Analysen verschiedener HIV und SIV Isolate einen viralen Faktor, der erklären könnte, warum sich der hoch infektiöse HIV-1 M-Stamm erfolgreich an Menschen anpassen und weltweit verbreiten konnte.

Am Heinrich-Pette-Institut erforscht Michael Schindler nicht nur die Rolle viraler Proteine während einer Infektion mit HIV und Hepatitis C Viren, sondern er untersucht auch zelluläre Faktoren, die den Infektionsverlauf beeinflussen und mit den viralen Proteinen wechselwirken. Erst kürzlich gelang es ihm und seiner Gruppe, ein schnelles und präzises Verfahren zu entwickeln, mit dem die Interaktion von Proteinen in lebenden Zellen nachgewiesen werden kann.

„Mit der Schaffung unabhängiger Nachwuchsgruppen ist es dem Heinrich-Pette-Institut gelungen, exzellente Nachwuchswissenschaftler nach Hamburg zu holen und ihnen hervorragende Bedingungen für ihre Forschung zu bieten. Die Vergabe des diesjährigen Robert-Koch-Postdoktoranden-Preises an Michael Schindler bestätigt uns in diesem Konzept. Wir gratulieren ihm sehr herzlich und wünschen ihm weiterhin viel Erfolg!“, freut sich Thomas Dobner, wissenschaftlicher Direktor des HPI. Mit nur 32 Jahren ist Michael Schindler bereits Autor und Ko-Autor von über 30 wissenschaftlichen Publikationen, die international in hoch angesehenen Zeitschriften veröffentlicht wurden. Auch zukünftig will sich Michael Schindler mit Faktoren beschäftigen, die den Krankheitsverlauf viraler Infektionen beeinflussen. Grundlagenforschung, die neue Ansätze für antivirale Strategien aufzeigen könnte.

Die Verleihung des Robert-Koch-Postdoktoranden-Preises 2010 findet am 12. November gemeinsam mit der diesjährigen Verleihung des Robert-Koch-Preises und der Verleihung der Robert-Koch-Medaille in Gold im Rahmen eines Festaktes in der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften statt.

Dr. Angela Homfeld | idw
Weitere Informationen:
http://www.hpi-hamburg.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Berührungslose Ladesysteme
16.11.2017 | Albert-Ludwigs-Universität Freiburg im Breisgau

nachricht Studenten nehmen mit Frühwarnsystem für Geisterfahrer an internationalem Wettbewerb in Peking teil
15.11.2017 | Universität des Saarlandes

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Ultrakalte chemische Prozesse: Physikern gelingt beispiellose Vermessung auf Quantenniveau

Wissenschaftler um den Ulmer Physikprofessor Johannes Hecker Denschlag haben chemische Prozesse mit einer beispiellosen Auflösung auf Quantenniveau vermessen. Bei ihrer wissenschaftlichen Arbeit kombinierten die Forscher Theorie und Experiment und können so erstmals die Produktzustandsverteilung über alle Quantenzustände hinweg - unmittelbar nach der Molekülbildung - nachvollziehen. Die Forscher haben ihre Erkenntnisse in der renommierten Fachzeitschrift "Science" publiziert. Durch die Ergebnisse wird ein tieferes Verständnis zunehmend komplexer chemischer Reaktionen möglich, das zukünftig genutzt werden kann, um Reaktionsprozesse auf Quantenniveau zu steuern.

Einer deutsch-amerikanischen Forschergruppe ist es gelungen, chemische Prozesse mit einer nie dagewesenen Auflösung auf Quantenniveau zu vermessen. Dadurch...

Im Focus: Leoniden 2017: Sternschnuppen im Anflug?

Gemeinsame Pressemitteilung der Vereinigung der Sternfreunde und des Hauses der Astronomie in Heidelberg

Die Sternschnuppen der Leoniden sind in diesem Jahr gut zu beobachten, da kein Mondlicht stört. Experten sagen für die Nächte vom 16. auf den 17. und vom 17....

Im Focus: «Kosmische Schlange» lässt die Struktur von fernen Galaxien erkennen

Die Entstehung von Sternen in fernen Galaxien ist noch weitgehend unerforscht. Astronomen der Universität Genf konnten nun erstmals ein sechs Milliarden Lichtjahre entferntes Sternensystem genauer beobachten – und damit frühere Simulationen der Universität Zürich stützen. Ein spezieller Effekt ermöglicht mehrfach reflektierte Bilder, die sich wie eine Schlange durch den Kosmos ziehen.

Heute wissen Astronomen ziemlich genau, wie sich Sterne in der jüngsten kosmischen Vergangenheit gebildet haben. Aber gelten diese Gesetzmässigkeiten auch für...

Im Focus: A “cosmic snake” reveals the structure of remote galaxies

The formation of stars in distant galaxies is still largely unexplored. For the first time, astron-omers at the University of Geneva have now been able to closely observe a star system six billion light-years away. In doing so, they are confirming earlier simulations made by the University of Zurich. One special effect is made possible by the multiple reflections of images that run through the cosmos like a snake.

Today, astronomers have a pretty accurate idea of how stars were formed in the recent cosmic past. But do these laws also apply to older galaxies? For around a...

Im Focus: Pflanzenvielfalt von Wäldern aus der Luft abbilden

Produktivität und Stabilität von Waldökosystemen hängen stark von der funktionalen Vielfalt der Pflanzengemeinschaften ab. UZH-Forschenden gelang es, die Pflanzenvielfalt von Wäldern durch Fernerkundung mit Flugzeugen in verschiedenen Massstäben zu messen und zu kartieren – von einzelnen Bäumen bis hin zu ganzen Artengemeinschaften. Die neue Methode ebnet den Weg, um zukünftig die globale Pflanzendiversität aus der Luft und aus dem All zu überwachen.

Ökologische Studien zeigen, dass die Pflanzenvielfalt zentral ist für das Funktionieren von Ökosys-temen. Wälder mit einer höheren funktionalen Vielfalt –...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Technologievorsprung durch Textiltechnik

17.11.2017 | Veranstaltungen

Roboter für ein gesundes Altern: „European Robotics Week 2017“ an der Frankfurt UAS

17.11.2017 | Veranstaltungen

Börse für Zukunftstechnologien – Leichtbautag Stade bringt Unternehmen branchenübergreifend zusammen

17.11.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Technologievorsprung durch Textiltechnik

17.11.2017 | Veranstaltungsnachrichten

IHP präsentiert sich auf der productronica 2017

17.11.2017 | Messenachrichten

Roboter schafft den Salto rückwärts

17.11.2017 | Innovative Produkte