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MHV-Preis an Isabelle Cherchneff-Parrinello

08.04.2010
Der Marie-Heim-Vögtlin-Preis des Schweizerischen Nationalfonds geht dieses Jahr an die Astrophysikerin Isabelle Cherchneff-Parrinello von der Universität Basel. Der Preis ehrt ihre aussergewöhnliche wissenschaftliche Leistung in der Erforschung des Ursprungs von Staub im frühen Universum und seine chemische Synthese in primitiven Supernovae.

Der MHV-Preis 2010 wird der Astrophysikerin Isabelle Cherchneff-Parrinello verliehen. Cherchneff-Parrinello ist Mutter zweier Kinder. Sie promovierte an der Universität von Michigan, Ann Arbor und hatte an der University of Manchester bereits eine "Lecturer"-Stelle in Astrophysik inne, als sie ihre wissenschaftliche Karriere aufgrund der Karriereentwicklung ihres Mannes - verbunden mit einem Ortswechsel in die Schweiz - und Kinderbetreuung für sieben Jahre unterbrechen musste. Mittels einer insgesamt dreijährigen Förderung durch das MHV-Programm konnte Cherchneff-Parrinello ihre wissenschaftliche Karriere an der Universität Basel erfolgreich fortsetzen und in ihrer Disziplin wieder an die Spitze gelangen.

Cherchneff-Parrinello erforscht den Ursprung von Staub im frühen Weltall und seine chemische Synthese in primitiven Supernovae. Eine Supernova ist das durch eine Explosion hervorgerufene, schnell eintretende, helle Aufleuchten eines Sterns am Ende seiner Lebenszeit, bei der der Stern selbst vernichtet wird. Ihre Arbeiten haben bisherige Schätzungen der Molekülproduktion, insbesondere der Produktion von Kohlenstoffmolekülen, durch Supernovae Explosionen revidiert und starke internationale Beachtung gefunden.

Die Preisübergabe findet am 16. Juni 2010 in Basel statt.

Für Wissenschaft und Familie
In Erinnerung an die erste Schweizer Ärztin, Marie Heim-Vögtlin, vergibt der SNF seit 1991 MHV-Beiträge. Die MHV-Beiträge richten sich an Frauen, die meist aufgrund von Betreuungspflichten für Kinder eine Unterbrechung oder Reduktion ihrer Forschungstätigkeit hinnehmen mussten und nun ihre Karriere in der Wissenschaft fortsetzen wollen. Da die MHV-Beiträge einen Mindestbeschäftigungsgrad von 50% erlauben, unterstützt dieses Förderungsinstrument des SNF zudem die Vereinbarkeit von Wissenschaft und Familie. Der MHV-Preis soll dazu beitragen, dass mehr junge Frauen eine Karriere in der Wissenschaft als erstrebenswert und vereinbar mit Kindern sehen.
Der MHV-Preis
Um dem Marie-Heim-Vögtlin (MHV)-Programm als erfolgreiches Förderinstrument zur Reintegration von Frauen in die Wissenschaft mehr Visibilität zu geben, vergibt der Schweizerische Nationalfonds (SNF) seit 2009 jährlich den MHV-Preis. Mit diesem Preis werden MHV-Beitragsempfängerinnen ausgezeichnet, die während der Förderung aussergewöhnliche wissenschaftliche Leistungen erbracht und eine ebensolche Karriereentwicklung vorzuweisen haben. Der MHV-Preis ist mit CHF 25'000.- dotiert.
Weitere Informationen:
Marie Heim-Vögtlin-Programm - MHV-Preis

Hans Syfrig Fongione | idw
Weitere Informationen:
http://www.unibas.ch

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