Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Metadaten aus der Cloud: Ausgezeichnete Idee, erfolgreicher Einsatz in Kultur- und Medienunternehmen

27.03.2013
Fraunhofer-Team gewinnt mit »mydec« Hauptpreis bei NUK-Businessplan-Wettbewerb – Erfolgreicher Einsatz des Produkts in der Staatsbibliothek Berlin

»mydec« ist eine Software zur automatischen und manuellen Medienerschließung für Kultur- und Medienorganisationen. Sie liefert Metadaten aus der Cloud, die es ermög­lichen Medieninhalte zu durchsuchen, miteinander zu kombinieren und im Web zu verteilen.

Im Businessplan-Wettbewerb der Initiative NUK Neues Unternehmertum Rheinland e.V. hat mydec jetzt einen von drei Hauptpreisen gewonnen: »Dieses inno­vative Produkt wurde von einem hoch professionellen Team hervorragend zu Papier gebracht. Besonders das hohe Marktpotenzial wurde nachvollziehbar dargestellt.

Die­ses Geschäftskonzept ließ keine Fragen offen«, so das Urteil der Jury über die am Fraunhofer IAIS entwickelte Plattform. Den Hauptpreis für das Konzept überreichten Josef Hastrich, stellvertretender Vorsitzender des Vorstands der Kreissparkasse Köln, und Dr. Thomas Weskamp, Principal des Kölner Büros der Unternehmensberatung McKinsey & Company, Inc., vom Vorstand des NUK Neues Unternehmertum Rheinland e.V.

Die Grundlage für die Produktentwicklung hat das Fraunhofer-Team um Dr. Stefan Paal, Dr. Stefan Eickeler und Dr. Michael Eble im THESEUS-Forschungsprogramm ge­schaffen. Der Businessplan-Wettbewerb von NUK war im Anschluss daran ein wichtiger Schritt für die Weiterentwicklung des Produkts: »Das kritische Feedback der NUK-Gut­achter ist für uns eine wichtige Unterstützung, um unser Produkt und den Businessplan zu verbessern«, betont Dr. Michael Eble den Wert der Teilnahme am Wettbewerb.

Das Fraunhofer-Team hat mydec im März 2013 auf der CeBIT in Hannover und auf dem Bibliothekarstag in Leipzig am Beispiel eines aktuellen Projektes vorgestellt: Die Software unterstützt die Staatsbibliothek Berlin und den Archivdienstleister ArchivIn­Form dabei, wertvolle Archive automatisch und manuell zu erschließen. Dazu hat die Berliner Staatsbibliothek die drei DDR-Tageszeitungen Neues Deutschland, Berliner Zeitung und Neue Zeit zunächst aufwendig digitalisiert. Anschließend wurden die Scans mit Fraunhofer-Technologien in einzelne Artikel segmentiert (Optical Layout Recog­niton, OLR) und mit optischer Zeichenerkennung (Optical Character Recognition, OCR) verarbeitet. Die dabei erzeugten Volltext- und Metadaten hat ArchivInForm nachbear­beitet.

Den Leserinnen und Lesern stehen damit in einem Web-Portal über 400.000 historische Zeitungsseiten als Originalansichten zur Verfügung. Gleichzeitig können sie im Volltext durchsucht werden. »Unsere historischen Zeitungen sind wertvolle Kulturgüter, die durch ihre digitale Präsentation einen deutlichen Mehrwert erfahren. Dazu ist mydec von Fraunhofer IAIS für uns ein nützliches Werkzeug, das automatische und manuelle Medienerschließung ermöglicht«, sagt Almut Ilsen, Projektleiterin »DDR-Zeitungs­portal« an der Staatsbibliothek zu Berlin.

mydec bündelt Technologien aus dem Forschungsprogramm THESEUS – etwa zur Artikelsegmentierung, zur Texterkennung oder zur Entfernung von Alterungseffekten. Partner wie der Bonner Digitalisierungs-Dienstleister ImageWare setzen die Techniken in Anwendungen wie elektronischen Lesesälen praktisch ein. »Wir unterstützen mit mydec bewusst die Kombination von automatischer und manueller Medienerschließung. Das hat zwei Gründe: Erstens ermöglichen wir damit die automatische und manuelle Erschließung in einer Umgebung. Zweitens lassen sich hohe Ansprüche an Qualität und Aufwand miteinander vereinbaren«, erläutert Dr. Stefan Paal, Leiter Dokumentenverarbeitung am Fraunhofer IAIS, die Motivation hinter der Produktentwicklung. Das Team des Fraunhofer IAIS bringt mydec ab sofort auch in das europäische Forschungsprogramm »Future Internet« ein und wird die Plattform dort zu einer offenen Service-Architektur für die integrierte Medienerschließung ausbauen.

Weitere Informationen:

http://www.iais.fraunhofer.de/mydec.html
Produkt-Webseite mydec
http://www.neuesunternehmertum.de/bpw-2013-hauptpreistraeger-stufe-1 NUK Businessplan-Wettbewerb
http://www.heise.de/newsticker/meldung/Berliner-Staatsbibliothek-digitalisiert-DDR-Tageszeitungen-1812537.html

Heise-Artikel zum Einsatz von mydec in der Staatsbibliothek Berlin

http://zefys.staatsbibliothek-berlin.de/ddr-presse
Webseite zum Projekt »DDR-Presse«

Katrin Berkler | Fraunhofer-Institut
Weitere Informationen:
http://www.iais.fraunhofer.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht DFG bewilligt drei neue Forschergruppen und eine neue Klinische Forschergruppe
22.09.2017 | Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)

nachricht Millionen für die Krebsforschung
20.09.2017 | Julius-Maximilians-Universität Würzburg

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: The pyrenoid is a carbon-fixing liquid droplet

Plants and algae use the enzyme Rubisco to fix carbon dioxide, removing it from the atmosphere and converting it into biomass. Algae have figured out a way to increase the efficiency of carbon fixation. They gather most of their Rubisco into a ball-shaped microcompartment called the pyrenoid, which they flood with a high local concentration of carbon dioxide. A team of scientists at Princeton University, the Carnegie Institution for Science, Stanford University and the Max Plank Institute of Biochemistry have unravelled the mysteries of how the pyrenoid is assembled. These insights can help to engineer crops that remove more carbon dioxide from the atmosphere while producing more food.

A warming planet

Im Focus: Hochpräzise Verschaltung in der Hirnrinde

Es ist noch immer weitgehend unbekannt, wie die komplexen neuronalen Netzwerke im Gehirn aufgebaut sind. Insbesondere in der Hirnrinde der Säugetiere, wo Sehen, Denken und Orientierung berechnet werden, sind die Regeln, nach denen die Nervenzellen miteinander verschaltet sind, nur unzureichend erforscht. Wissenschaftler um Moritz Helmstaedter vom Max-Planck-Institut für Hirnforschung in Frankfurt am Main und Helene Schmidt vom Bernstein-Zentrum der Humboldt-Universität in Berlin haben nun in dem Teil der Großhirnrinde, der für die räumliche Orientierung zuständig ist, ein überraschend präzises Verschaltungsmuster der Nervenzellen entdeckt.

Wie die Forscher in Nature berichten (Schmidt et al., 2017. Axonal synapse sorting in medial entorhinal cortex, DOI: 10.1038/nature24005), haben die...

Im Focus: Highly precise wiring in the Cerebral Cortex

Our brains house extremely complex neuronal circuits, whose detailed structures are still largely unknown. This is especially true for the so-called cerebral cortex of mammals, where among other things vision, thoughts or spatial orientation are being computed. Here the rules by which nerve cells are connected to each other are only partly understood. A team of scientists around Moritz Helmstaedter at the Frankfiurt Max Planck Institute for Brain Research and Helene Schmidt (Humboldt University in Berlin) have now discovered a surprisingly precise nerve cell connectivity pattern in the part of the cerebral cortex that is responsible for orienting the individual animal or human in space.

The researchers report online in Nature (Schmidt et al., 2017. Axonal synapse sorting in medial entorhinal cortex, DOI: 10.1038/nature24005) that synapses in...

Im Focus: Tiny lasers from a gallery of whispers

New technique promises tunable laser devices

Whispering gallery mode (WGM) resonators are used to make tiny micro-lasers, sensors, switches, routers and other devices. These tiny structures rely on a...

Im Focus: Wundermaterial Graphen: Gewölbt wie das Polster eines Chesterfield-Sofas

Graphen besitzt extreme Eigenschaften und ist vielseitig verwendbar. Mit einem Trick lassen sich sogar die Spins im Graphen kontrollieren. Dies gelang einem HZB-Team schon vor einiger Zeit: Die Physiker haben dafür eine Lage Graphen auf einem Nickelsubstrat aufgebracht und Goldatome dazwischen eingeschleust. Im Fachblatt 2D Materials zeigen sie nun, warum dies sich derartig stark auf die Spins auswirkt. Graphen kommt so auch als Material für künftige Informationstechnologien infrage, die auf der Verarbeitung von Spins als Informationseinheiten basieren.

Graphen ist wohl die exotischste Form von Kohlenstoff: Alle Atome sind untereinander nur in der Ebene verbunden und bilden ein Netz mit sechseckigen Maschen,...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

11. BusinessForum21-Kongress „Aktives Schadenmanagement"

22.09.2017 | Veranstaltungen

Internationale Konferenz zum Biomining ab Sonntag in Freiberg

22.09.2017 | Veranstaltungen

Die Erde und ihre Bestandteile im Fokus

21.09.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

11. BusinessForum21-Kongress „Aktives Schadenmanagement"

22.09.2017 | Veranstaltungsnachrichten

DFG bewilligt drei neue Forschergruppen und eine neue Klinische Forschergruppe

22.09.2017 | Förderungen Preise

Lebendiges Gewebe aus dem Drucker

22.09.2017 | Biowissenschaften Chemie