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Mechatronik-Studenten gewinnen internationalen Wettbewerb in China

15.06.2011
Ein Team von Mechatronik-Studenten der Saar-Uni konnte jetzt einen großen internationalen Erfolg feiern: Mit einem besonderen Hubschrauber-Modell belegten die Studenten den ersten Platz beim Internationalen Studentenwettbewerb iCan (International Contest of Applications in Nano-/Micro-Technology) in Peking und gewannen ein Preisgeld von 3000 Dollar. Zu dem Wettbewerb waren insgesamt 27 Studententeams aus 15 Ländern angetreten.

Wie eine fliegende Untertasse mit vier Rotoren an der Oberseite sieht der so genannte Quadrokopter der Mechatronik-Studenten aus. Dabei handelt es sich um einen Hubschrauber mit vier Rotoren, die unterschiedlich angesteuert werden. Dadurch kann der Quadrokopter flexibel vorwärts, seitwärts, hoch und tief fliegen.

Mit diesem Flugobjekt gewannen Jens Peter, Nikolai Helwig, Michael Wick und Martin Hübner den Internationalen Studentenwettbewerb iCan in China. Betreut wurde das Projekt von Mechatronik-Professor Helmut Seidel. „Unser Quadrokopter besitzt eine besondere Ultraschallsensorik. Damit kann er seine Flughöhe automatisch kontrollieren, gleichzeitig Hindernisse in Flugrichtung erkennen und ihnen automatisch ausweichen. Diese Fähigkeiten ihres Flugobjekts haben die Studenten in China eindrucksvoll vorgeführt“, erklärt Professor Seidel.

Gebaut hatten die Studenten den Quadrokopter für den deutschen Wettbewerb Cosima, der letzten Oktober beim Kongress des VDE (Verband der Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik e. V.) in Leipzig stattfand. Aufgrund ihres guten Beitrags lud der VDE das Team der Saar-Uni ein, an dem internationalen Wettbewerb in China teilzunehmen. Die Entwicklung des Flugobjektes hatte zunächst Spaßfunktion, allerdings sind solche Forschungen auch für den Alltag wichtig. „Namhafte Luftfahrtunternehmen haben grundsätzlich Interesse an solchen Entwicklungen, denn autonom fliegende unbemannte Objekte könnten bei einem Katastropheneinsatz oder bei Fernerkundungen in kontaminierten Gebieten wie beispielsweise rund um das havarierte Atomkraftwerk Fukushima eingesetzt werden“, so Professor Seidel.

Interessierte haben am kommenden Samstag (18. Juni) beim Tag der Offenen Tür der Saar-Uni, die Möglichkeit, den Quadrokopter live zu bewundern: Von 9 bis 14 Uhr lassen die Mechatronik-Studenten ihr Flugmodell auf der AC-Wiese in die Luft steigen.

Kontakt:
Prof. Dr. Helmut Seidel
Lehrstuhl für Mikromechanik, Mikrofluidik und Mikroaktorik
Tel.: 0681/302-3979
E-Mail: seidel@lmm.uni-saarland.de

Irina Urig | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-saarland.de

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