Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Max-Planck-Forschungspreisträger kommt an die RUB: 750.000 Euro Preisgeld für Prof. Karl Galinsky

21.10.2009
Nachwuchsgruppe: Impulse für die Gedächtnisforschung

Der renommierte amerikanische Philologe Prof. Dr. Karl Galinsky erhielt gestern aus den Händen von Bundesbildungsministerin Annette Schavan den mit 750.000 Euro dotierten Max-Planck-Forschungspreis. Über die Auszeichnung freut sich insbesondere die Ruhr-Universität Bochum, denn mit dem Preisgeld baut Prof. Galinsky in Bochum eine Nachwuchsforschergruppe zur Gedächtnisforschung und Religionsgeschichte auf.

"Mit diesem Preis gelingt es uns, einen hochrangigen Forscher zeitweise und zugleich nachhaltig an die Ruhr-Universität Bochum-Universität zu binden", sagt Prof. Dr. Reinhold F. Glei (RUB-Seminar für Klassische Philologie), der Galinsky für die Nominierung vorgeschlagen hatte. "Wir erwarten davon entscheidende Impulse für die hiesige Forschungslandschaft."

RUB profitiert von Galinskys Erfahrung

Prof. Karl Galinsky ist "einer der vielseitigsten und innovativsten Köpfe" in der Kulturforschung. "Er stellt bedeutende Verbindungen zwischen der modernen Zivilisation und der Antike her und hat entscheidend zu einem neuen Verständnis der Kultur zur Zeit des römischen Kaisers Augustus beigetragen", heißt es in der Begründung der Jury zur Preisvergabe. Ab diesem Wintersemester wird Prof. Galinsky, verteilt auf etwa drei Jahre, für mehrere Aufenthalte an die Ruhr-Universität kommen. Als Kenner der internationalen Forschungslandschaft und Betreuer von Forschungsarbeiten in den USA, Argentinien, Griechenland und Deutschland wird er die Interdisziplinarität und Internationalität der Ruhr-Universität nachhaltig stärken. "Seine reichhaltigen Erfahrungen in neuen Methoden der Graduierten- und Postgraduiertenförderung, sowie in der kooperativen Forschung lassen nur höchste Erwartungen zu", so Prof. Glei. Eine enge Zusammenarbeit ist insbesondere mit dem Interdisizplinären Geisteswissenschaftlichen Kolleg "Dynamiken der Religionsgeschichte" geplant. Auch eine Kooperation mit der Mercator Research Group "Strukturen des Gedächtnisses" an der RUB ist angedacht.

Zur Person

Prof. Dr. Karl Galinsky wurde 1942 geboren und machte seinen Schulabschluss in Deutschland. Nach dem Abschluss seiner Doktorarbeit 1966 in Princeton wechselte an die University of Texas in Austin. 1972 wurde er dort zum Professor berufen. 1993 wurde er bereits mit dem Humboldt-Forschungspreis ausgezeichnet.

Max-Planck-Forschungspreis

Den mit insgesamt 1,5 Mio. Euro dotierten Forschungspreis verliehen die Alexander von Humboldt-Stiftung und die Max-Planck-Gesellschaft in diesem Jahr an zwei Wissenschaftler: Neben Prof. Galinsky wurde die deutsche Anglistin Aleida Assmann (Universität Konstanz) ausgezeichnet. Der Preis wird im jährlichen Wechsel jeweils in einem Teilgebiet der Natur- und Ingenieurwissenschaften, der Lebenswissenschaften oder der Geisteswissenschaften ausgeschrieben und aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung finanziert.

Weitere Informationen

Prof. Dr. Reinhold F. Glei, Seminar für Klassische Philologie der RUB, Tel. 0234/32-22761, E-Mail: reinhold.glei@rub.de

Redaktion: Meike Drießen / Jens Wylkop

Dr. Josef König | idw
Weitere Informationen:
http://www.rub.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Rudolf-Virchow-Preis 2017 – wegweisende Forschung zu einer seltenen Form des Hodgkin-Lymphoms
23.06.2017 | Deutsche Gesellschaft für Pathologie e.V.

nachricht Repairon erhält Finanzierung für die Entwicklung künstlicher Herzmuskelgewebe
23.06.2017 | Deutsches Zentrum für Herz-Kreislauf-Forschung e.V.

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Can we see monkeys from space? Emerging technologies to map biodiversity

An international team of scientists has proposed a new multi-disciplinary approach in which an array of new technologies will allow us to map biodiversity and the risks that wildlife is facing at the scale of whole landscapes. The findings are published in Nature Ecology and Evolution. This international research is led by the Kunming Institute of Zoology from China, University of East Anglia, University of Leicester and the Leibniz Institute for Zoo and Wildlife Research.

Using a combination of satellite and ground data, the team proposes that it is now possible to map biodiversity with an accuracy that has not been previously...

Im Focus: Klima-Satellit: Mit robuster Lasertechnik Methan auf der Spur

Hitzewellen in der Arktis, längere Vegetationsperioden in Europa, schwere Überschwemmungen in Westafrika – mit Hilfe des deutsch-französischen Satelliten MERLIN wollen Wissenschaftler ab 2021 die Emissionen des Treibhausgases Methan auf der Erde erforschen. Möglich macht das ein neues robustes Lasersystem des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnologie ILT in Aachen, das eine bisher unerreichte Messgenauigkeit erzielt.

Methan entsteht unter anderem bei Fäulnisprozessen. Es ist 25-mal wirksamer als das klimaschädliche Kohlendioxid, kommt in der Erdatmosphäre aber lange nicht...

Im Focus: Climate satellite: Tracking methane with robust laser technology

Heatwaves in the Arctic, longer periods of vegetation in Europe, severe floods in West Africa – starting in 2021, scientists want to explore the emissions of the greenhouse gas methane with the German-French satellite MERLIN. This is made possible by a new robust laser system of the Fraunhofer Institute for Laser Technology ILT in Aachen, which achieves unprecedented measurement accuracy.

Methane is primarily the result of the decomposition of organic matter. The gas has a 25 times greater warming potential than carbon dioxide, but is not as...

Im Focus: How protons move through a fuel cell

Hydrogen is regarded as the energy source of the future: It is produced with solar power and can be used to generate heat and electricity in fuel cells. Empa researchers have now succeeded in decoding the movement of hydrogen ions in crystals – a key step towards more efficient energy conversion in the hydrogen industry of tomorrow.

As charge carriers, electrons and ions play the leading role in electrochemical energy storage devices and converters such as batteries and fuel cells. Proton...

Im Focus: Die Schweiz in Pole-Position in der neuen ESA-Mission

Die Europäische Weltraumagentur ESA gab heute grünes Licht für die industrielle Produktion von PLATO, der grössten europäischen wissenschaftlichen Mission zu Exoplaneten. Partner dieser Mission sind die Universitäten Bern und Genf.

Die Europäische Weltraumagentur ESA lanciert heute PLATO (PLAnetary Transits and Oscillation of stars), die grösste europäische wissenschaftliche Mission zur...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Von Batterieforschung bis Optoelektronik

23.06.2017 | Veranstaltungen

10. HDT-Tagung: Elektrische Antriebstechnologie für Hybrid- und Elektrofahrzeuge

22.06.2017 | Veranstaltungen

„Fit für die Industrie 4.0“ – Tagung von Hochschule Darmstadt und Schader-Stiftung am 27. Juni

22.06.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Radioaktive Elemente in Cassiopeia A liefern Hinweise auf Neutrinos als Ursache der Supernova-Explosion

23.06.2017 | Physik Astronomie

Dünenökosysteme modellieren

23.06.2017 | Ökologie Umwelt- Naturschutz

Makro-Mikrowelle macht Leichtbau für Luft- und Raumfahrt effizienter

23.06.2017 | Materialwissenschaften