Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Max-Planck-Forscher für Beiträge zur Auswertung biologischer Daten geehrt

11.07.2012
Martin Vingron wird Fellow der International Society for Computational Biology
Martin Vingron, Direktor am Max-Planck-Institut für molekulare Genetik in Berlin, ist zum Fellow der International Society for Computational Biology (ISCB) gewählt worden. Die ISCB ist die führende Vereinigung von Wissenschaftlern, die sich mit der Untersuchung von lebenden Systemen durch computergestützte Methoden beschäftigen. Die Auszeichnung wird am 15. Juli 2012 im Rahmen der ISMB - Intelligent Systems for Molecular Biology-Konferenz 2012 überreicht.

Vingron gehört zu den weltweit führenden Wissenschaftlern für die rechnergestützte Analyse und Verarbeitung biologischer Informationen. Der Mathematiker entwickelt Computerverfahren, mit denen große Mengen an molekularbiologischen Daten systematisch ausgewertet werden können. Sein besonderes Interesse gilt der Regulation der Genaktivität im Zusammenhang mit der Struktur und Entstehung von Säugetiergenomen. In seiner Abteilung arbeiten Mathematiker und Informatiker gemeinsam mit experimentell tätigen Biologen, um grundlegende Fragen zur Steuerung der Genaktivität und Regulation von einzelnen Genen zu beantworten.

Als ISCB Fellows werden seit 2009 Forscher geehrt, die herausragende Beiträge auf dem Gebiet der Bioinformatik geleistet haben. Von den etwa 3.000 ISCB-Mitgliedern aus insgesamt 70 Ländern wurden bislang erst 17 als Fellows ausgezeichnet. In diesem Jahr kommen weitere sechs hinzu. Vingron ist der erste in Deutschland tätige Wissenschaftler, der diese Auszeichnung erhält. Mit ihm geehrt werden Bonnie Berger, Peter Karp, Jill Mesirov und Pavel Pevzner aus den USA, Ron Shamir aus Israel und Gunnar von Heijne aus Schweden.

Martin Vingron wurde am 5.10.1961 in Wien geboren. Er studierte Mathematik an der Universität Wien und promovierte anschließend am European Molecular Biology Laboratory (EMBL) und der Universität Heidelberg. Von 1991 bis 1993 forschte er an der University of Southern California in Los Angeles. Es folgten Aufenthalte am Forschungszentrum Informationstechnik in St. Augustin bei Bonn und am Deutschen Krebsforschungszentrum in Heidelberg. 2000 wurde Vingron zum Direktor am Max-Planck-Institut für molekulare Genetik in Berlin und Leiter der Abteilung Bioinformatik berufen.

Seit 2001 ist er zudem Honorarprofessor am Fachbereich Mathematik und Informatik der Freien Universität Berlin. Seit 2006 ist er außerdem Direktor am CAS-MPG Partner Institute for Computational Biology in Shanghai, China, an dem er jedes Jahr mehrere Wochen verbringt. 2004 wurde Vingron zum Mitglied der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina gewählt. Ebenfalls in 2004 erhielt er gemeinsam mit Eugene W. Myers den Max Planck Forschungspreis.

Dr. Patricia Marquardt | Max-Planck-Institut
Weitere Informationen:
http://www.molgen.mpg.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht DFG fördert für weitere drei Jahre Forschungen zu Kieselalgen
22.03.2017 | Technische Universität Dresden

nachricht Effiziente Tools für bildgebende Studien
21.03.2017 | Justus-Liebig-Universität Gießen

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Designer-Proteine falten DNA

Florian Praetorius und Prof. Hendrik Dietz von der Technischen Universität München (TUM) haben eine neue Methode entwickelt, mit deren Hilfe sie definierte Hybrid-Strukturen aus DNA und Proteinen aufbauen können. Die Methode eröffnet Möglichkeiten für die zellbiologische Grundlagenforschung und für die Anwendung in Medizin und Biotechnologie.

Desoxyribonukleinsäure – besser bekannt unter der englischen Abkürzung DNA – ist die Trägerin unserer Erbinformation. Für Prof. Hendrik Dietz und Florian...

Im Focus: Fliegende Intensivstationen: Ultraschallgeräte in Rettungshubschraubern können Leben retten

Etwa 21 Millionen Menschen treffen jährlich in deutschen Notaufnahmen ein. Im Kampf zwischen Leben und Tod zählt für diese Patienten jede Minute. Wenn sie schon kurz nach dem Unfall zielgerichtet behandelt werden können, verbessern sich ihre Überlebenschancen erheblich. Damit Notfallmediziner in solchen Fällen schnell die richtige Diagnose stellen können, kommen in den Rettungshubschraubern der DRF Luftrettung und zunehmend auch in Notarzteinsatzfahrzeugen mobile Ultraschallgeräte zum Einsatz. Experten der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) schulen die Notärzte und Rettungsassistenten.

Mit mobilen Ultraschallgeräten können Notärzte beispielsweise innere Blutungen direkt am Unfallort identifizieren und sie bei Bedarf auch für Untersuchungen im...

Im Focus: Gigantische Magnetfelder im Universum

Astronomen aus Bonn und Tautenburg in Thüringen beobachteten mit dem 100-m-Radioteleskop Effelsberg Galaxienhaufen, das sind Ansammlungen von Sternsystemen, heißem Gas und geladenen Teilchen. An den Rändern dieser Galaxienhaufen fanden sie außergewöhnlich geordnete Magnetfelder, die sich über viele Millionen Lichtjahre erstrecken. Sie stellen die größten bekannten Magnetfelder im Universum dar.

Die Ergebnisse werden am 22. März in der Fachzeitschrift „Astronomy & Astrophysics“ veröffentlicht.

Galaxienhaufen sind die größten gravitativ gebundenen Strukturen im Universum, mit einer Ausdehnung von etwa zehn Millionen Lichtjahren. Im Vergleich dazu ist...

Im Focus: Giant Magnetic Fields in the Universe

Astronomers from Bonn and Tautenburg in Thuringia (Germany) used the 100-m radio telescope at Effelsberg to observe several galaxy clusters. At the edges of these large accumulations of dark matter, stellar systems (galaxies), hot gas, and charged particles, they found magnetic fields that are exceptionally ordered over distances of many million light years. This makes them the most extended magnetic fields in the universe known so far.

The results will be published on March 22 in the journal „Astronomy & Astrophysics“.

Galaxy clusters are the largest gravitationally bound structures in the universe. With a typical extent of about 10 million light years, i.e. 100 times the...

Im Focus: Auf der Spur des linearen Ubiquitins

Eine neue Methode ermöglicht es, den Geheimcode linearer Ubiquitin-Ketten zu entschlüsseln. Forscher der Goethe-Universität berichten darüber in der aktuellen Ausgabe von "nature methods", zusammen mit Partnern der Universität Tübingen, der Queen Mary University und des Francis Crick Institute in London.

Ubiquitin ist ein kleines Molekül, das im Körper an andere Proteine angehängt wird und so deren Funktion kontrollieren und verändern kann. Die Anheftung...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Lebenswichtige Lebensmittelchemie

23.03.2017 | Veranstaltungen

Die „Panama Papers“ aus Programmierersicht

22.03.2017 | Veranstaltungen

Über Raum, Zeit und Materie

22.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Cybersicherheit für die Bahn von morgen

24.03.2017 | Informationstechnologie

Schnell und einfach: Edge Datacenter fürs Internet of Things

24.03.2017 | CeBIT 2017

Designer-Proteine falten DNA

24.03.2017 | Biowissenschaften Chemie