Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Mathematische Methoden zur Erforschung des Hepatitis-C-Virus

19.04.2011
Europäische Kommission fördert das internationale Projekt „PathoSys“ mit drei Millionen Euro

Mit der Entwicklung neuer mathematischer Methoden zur Erforschung des Wechselspiels zwischen Virus und Wirtszelle am Beispiel des Hepatitis-C-Virus beschäftigt sich ein an der Universität Heidelberg koordiniertes internationales Forschungsprojekt. In dem Verbundvorhaben „PathoSys“ arbeiten in zehn Arbeitsgruppen Virologen, Systembiologen, Mathematiker, Informatiker, Bioinformatiker und Molekularbiologen aus Deutschland, Frankreich, Zypern, Israel, der Türkei und Russland zusammen. Die Europäische Union fördert „PathoSys“ über einen Zeitraum von vier Jahren mit drei Millionen Euro. Das Projekt wird von Prof. Dr. Roland Eils und Dr. Lars Kaderali vom Forschungszentrum Bioquant koordiniert.

„Unser Hauptziel ist es, mit einem systembiologischen Ansatz neue Verfahren zu entwickeln, um dynamische Prozesse zu erforschen“, erläutert Dr. Lars Kaderali das Vorhaben des Forschungsprojekts. Die systembiologische Forschung verknüpft quantitative Methoden aus der Molekularbiologie mit Instrumenten aus Mathematik, Informatik und Systemwissenschaften, um ein Gesamtbild der dynamischen Vorgänge des Lebens zu schaffen. Bei „PathoSys“ wollen die Projektpartner anhand des Hepatitis-C-Virus die komplexe wechselseitige Beziehung zwischen Virus und Wirtszelle auf systembiologischer Ebene erforschen. Entwickelt werden sollen neue mathematische Algorithmen und Modelle, die ein erweitertes Verständnis dieser biologischen Prozesse liefern können.

Insgesamt arbeiten bei „PathoSys“ acht akademische und zwei industrielle Partner zusammen. Neben Einrichtungen aus Frankreich, Zypern, Israel und der Türkei umfasst das Konsortium auch zwei akademische und einen industriellen Partner in Russland, da die EU-Ausschreibung auch auf eine Stärkung der Zusammenarbeit mit Russland auf dem Gebiet der Systembiologie zielt. Im März 2012 werden die Projektpartner in St. Petersburg eine wissenschaftliche Konferenz zur Systembiologie veranstalten, die die zukünftige Zusammenarbeit vertiefen soll.

Von der Fördersumme der Europäischen Union gehen insgesamt knapp eine Million Euro an die Ruperto Carola, das Universitätsklinikum Heidelberg erhält zusätzlich rund 450.000 Euro. Die Förderung innerhalb des 7. Rahmenprogramms der Europäischen Kommission endet am 30. September 2014. Im Forschungszentrum Bioquant ist neben Prof. Eils und Dr. Kaderali Prof. Dr. Karl Rohr an dem Projekt beteiligt, in der Molekularen Virologie des Universitätsklinikums Prof. Dr. Ralf Bartenschlager und Dr. Marco Binder.

Informationen über „PathoSys“ können im Internet unter www.pathosys.eu abgerufen werden.

Kontakt:
Dr. Lars Kaderali
Bioquant
Telefon (06221) 54-51357
lars.kaderali@bioquant.uni-heidelberg.de
Kommunikation und Marketing
Pressestelle, Telefon (06221) 54-2311
presse@rektorat.uni-heidelberg.de

Marietta Fuhrmann-Koch | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-heidelberg.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Periimplantitis: BMBF fördert zahnärztliches Verbund-Projekt mit 1,1 Millionen Euro
21.02.2018 | Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald

nachricht Eva Luise Köhler Forschungspreis für Seltene Erkrankungen 2018 für Tübinger Neurowissenschaftler
21.02.2018 | Universitätsklinikum Heidelberg

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Vorstoß ins Innere der Atome

Mit Hilfe einer neuen Lasertechnologie haben es Physiker vom Labor für Attosekundenphysik der LMU und des MPQ geschafft, Attosekunden-Lichtblitze mit hoher Intensität und Photonenenergie zu produzieren. Damit konnten sie erstmals die Interaktion mehrere Photonen in einem Attosekundenpuls mit Elektronen aus einer inneren atomaren Schale beobachten konnten.

Wer die ultraschnelle Bewegung von Elektronen in inneren atomaren Schalen beobachten möchte, der benötigt ultrakurze und intensive Lichtblitze bei genügend...

Im Focus: Attoseconds break into atomic interior

A newly developed laser technology has enabled physicists in the Laboratory for Attosecond Physics (jointly run by LMU Munich and the Max Planck Institute of Quantum Optics) to generate attosecond bursts of high-energy photons of unprecedented intensity. This has made it possible to observe the interaction of multiple photons in a single such pulse with electrons in the inner orbital shell of an atom.

In order to observe the ultrafast electron motion in the inner shells of atoms with short light pulses, the pulses must not only be ultrashort, but very...

Im Focus: Good vibrations feel the force

Eine Gruppe von Forschern um Andrea Cavalleri am Max-Planck-Institut für Struktur und Dynamik der Materie (MPSD) in Hamburg hat eine Methode demonstriert, die es erlaubt die interatomaren Kräfte eines Festkörpers detailliert auszumessen. Ihr Artikel Probing the Interatomic Potential of Solids by Strong-Field Nonlinear Phononics, nun online in Nature veröffentlich, erläutert, wie Terahertz-Laserpulse die Atome eines Festkörpers zu extrem hohen Auslenkungen treiben können.

Die zeitaufgelöste Messung der sehr unkonventionellen atomaren Bewegungen, die einer Anregung mit extrem starken Lichtpulsen folgen, ermöglichte es der...

Im Focus: Good vibrations feel the force

A group of researchers led by Andrea Cavalleri at the Max Planck Institute for Structure and Dynamics of Matter (MPSD) in Hamburg has demonstrated a new method enabling precise measurements of the interatomic forces that hold crystalline solids together. The paper Probing the Interatomic Potential of Solids by Strong-Field Nonlinear Phononics, published online in Nature, explains how a terahertz-frequency laser pulse can drive very large deformations of the crystal.

By measuring the highly unusual atomic trajectories under extreme electromagnetic transients, the MPSD group could reconstruct how rigid the atomic bonds are...

Im Focus: Verlässliche Quantencomputer entwickeln

Internationalem Forschungsteam gelingt wichtiger Schritt auf dem Weg zur Lösung von Zertifizierungsproblemen

Quantencomputer sollen künftig algorithmische Probleme lösen, die selbst die größten klassischen Superrechner überfordern. Doch wie lässt sich prüfen, dass der...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Von festen Körpern und Philosophen

23.02.2018 | Veranstaltungen

Spannungsfeld Elektromobilität

23.02.2018 | Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - April 2018

21.02.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Vorstoß ins Innere der Atome

23.02.2018 | Physik Astronomie

Wirt oder Gast? Proteomik gibt neue Aufschlüsse über Reaktion von Rifforganismen auf Umweltstress

23.02.2018 | Biowissenschaften Chemie

Wie Zellen unterschiedlich auf Stress reagieren

23.02.2018 | Biowissenschaften Chemie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics