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Mathematiker Jürgen Richter-Gebert erhält Ars legendi-Preis 2011

14.04.2011
Prof. Dr. Jürgen Richter-Gebert, Lehrstuhlinhaber für Geometrie und Visualisierung an der Technischen Universität München, erhält den Ars legendi-Preis für exzellente Hochschullehre 2011. Der vom Stifterverband mit 50.000 € dotierte und auf Vorschlag der Hochschulrektorenkonferenz (HRK) vergebene Preis wird in diesem Jahr in der Mathematik und den Naturwissenschaften vergeben. Die feierliche Verleihung findet am 2. Mai im Rahmen der HRK-Jahresversammlung in Heidelberg statt.

Professor Richter-Gebert wird sowohl für seine fachwissenschaftliche Lehre als auch für seine vielfältige Unterstützung und Motivierung der Studierenden ausgezeichnet. Er will die Studierenden zu einer aktiven Auseinandersetzung mit der Mathematik motivieren und zugleich Fähigkeiten wie Selbstreflexion, Teamfähigkeit und Vermittlungsfähigkeit fördern.

Dazu hat Professor Richter-Gebert eigene Seminarformen, wie etwa die „Reporterseminare“, entwickelt. Er legt großen Wert darauf, in seinem Unterricht auf die Studierenden in ihrer Individualität einzugehen und ihnen kontinuierlich unterstützende Rückmeldungen über ihre Leistungen zu geben.

Neben Zusatzveranstaltungen wie etwa den „Bonbon-Vorlesungen“ zur Vertiefung ausgewählter Themen bietet Jürgen Richter-Gebert seit Jahren selbst entwickeltes Begleitmaterial zur Unterstützung seiner Vorlesungen an, das er auf seinem Internet-Portal www.mathe-vital.de zur Verfügung stellt. Auf Anfrage erarbeitet er zudem auch Lehrmaterialien für Kollegen. Besonderes Augenmerk richtet Professor Richter-Gebert auf die Visualisierung mathematischer Probleme und hat zu diesem Zweck die Mathematik-Ausstellung „ix-quadrat“ entwickelt und ist an dem Programm Cinderella (www.cinderella.de) beteiligt.

Dieses Engagement und die Kreativität seiner Aktivitäten erklären, warum sich die Jury aus Mathematikern und Naturwissenschaftlern, Hochschuldidaktikern und Studierenden unter Leitung des HRK-Vizepräsidenten Professor Dr. Wilfried Müller einstimmig für Professor Richter-Gebert entschied. Nach Meinung der Jury, für die auch der Mathematisch-Naturwissenschaftliche Fakultätentag Gutachter stellte, unterstützt der ausgewiesene Wissenschaftler den Lernprozess der Studierenden in herausragender Weise und betreibt seine Lehre mit hoher Professionalität.

Der Ars legendi-Preis wird jährlich in einer bestimmten Disziplin bzw. Fächergruppe verliehen. Er soll die besondere Bedeutung der Hochschullehre für die Ausbildung des wissenschaftlichen Nachwuchses sichtbar machen und einen karrierewirksamen Anreiz schaffen, sich in der Hochschullehre zu engagieren und sie über den eigenen Wirkungskreis hinaus zu fördern. Die Qualität der Lehre soll sich als ein zentrales Gütekriterium für Spitzenhochschulen und als strategisches Ziel der Hochschulen etablieren. Der Ars legendi-Preis gehört zu den Kernelementen im programmatischen Schwerpunkt des Stifterverbandes, den Stellenwert der akademischen Lehre zu steigern.

Der Preis wird an einen Wissenschaftler oder eine Wissenschaftlerin – gegebenenfalls auch stellvertretend für ein Team – für herausragende und innovative Leistungen in Lehre, Prüfung, Beratung und Betreuung im grundständigen Studium verliehen. Für die Auszeichnung ist neben einer exzellenten Didaktik und Lehrqualität ausschlaggebend, inwieweit der Preisträger/die Preisträgerin über die eigenen Lehrveranstaltungen hinaus Impulse für die Weiterentwicklung der Hochschullehre gegeben hat.

Die Bewerbung erfolgt in der Regel auf Vorschlage der Fakultäten, Fachbereiche oder Fachschaften; auch Eigenbewerbungen sind zulässig.

Ansprechpartner:

Dr. Frank Stäudner,
Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft
Tel. 0201/8401-158
frank.staeudner@stifterverband.de
Susanne Schilden,
Hochschulrektorenkonferenz
Tel. 0228/887-152
presse@hrk.de

Susanne Schilden | idw
Weitere Informationen:
http://www.stifterverband.info
http://www.hrk.de

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