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Masterstudent Stefan Wagner erhielt den Grand Prix 2014 beim internationalen „output award“

14.05.2014

„Generating Utopia“ überzeugte: Mit dem Preis werden die besten hundert Studienarbeiten weltweit ausgezeichnet

Der Masterstudent des Studiengangs Informationsdesign an der Hochschule Würzburg Schweinfurt, Stefan Wagner, hat mit seiner Arbeit “Generating Utopia" beim internationalen „output award“, bei dem die hundert besten Studienarbeiten in Design und Architektur weltweit ausgezeichnet werden, den „Grand Prix 2014“ gewonnen.

Die generierte Stadt ist Würzburg. Betreuende Professoren sind Erich Schöls sowie Dr. Gerhard Schweppenhäuser. Eine weitere Auszeichnung erhielt Jana Zölsch von der FHWS mit ihrem Film „Cyan“.

Stefan Wagner spricht vom „information visualization telling“, einem „Informationsvisualisierungserzählen“: „Generating Utopia ist eine Echtzeit-Datenvisualisierung, die zeigt, wie menschliche Lebensräume aussähen, wenn es möglich wäre, diese aufgrund des ortsbezogenen Verhaltens ihrer Bewohner umzugestalten.

Tagtäglich hinterlassen wir Informationsfragmente in den halböffentlichen Räumen des Internets. Diese Daten beziehen immer mehr auch die Orte ein, an denen wir uns im realen Leben befinden. Das soziale Netzwerk `Foursquare` beispielsweise gibt seinen Mitgliedern die Möglichkeit, ihre Präsenz an einem Ort durch sogenannte `Check-Ins` mit ihren Freunden zu teilen.

Doch die Daten, die wir in diesen sozialen Netzwerken hinterlassen, sind bei Weitem kein komplettes Abbild unseres realen Lebens: Sie repräsentieren lediglich den Teil davon, den wir nach außen zeigen wollen. Somit stellt jeder Datensatz ein persönliches Wunschbild, eine Utopie seines Urhebers dar, die dieser unterbewusst nach seinen Vorstellungen, Vorlieben und sicherlich auch nach den Erwartungen, die andere an ihn haben, ausrichtet.

`Generating Utopia` soll diese Utopie sichtbar machen und zeigen, wie menschliche Lebensräume sich verändern könnten, wenn es möglich wäre, diese unter Berücksichtigung ortsbezogener Daten aus sozialen Netzwerken umzugestalten. Für die Visualisierung werden sämtliche `Check-Ins` einzelner Bewohner des Raumes Würzburg aus dem sozialen Netzwerk `Foursquare` herangezogen. Die Landschaft wird aus der Überführung von realen Karten-Datensätzen in ein 3D-Modell generiert und dann aufgrund der `Check-In` Daten transformiert.“

Weitere Informationen:

http://www.fhws.de
http://www.open-output.org/about/award/selection
http://www.creativeapplications.net/processing/generating-utopia-transforming-la...
http://andsynchrony.net/
http://www.designmadeingermany.de/2013/23070/
http://www.open-output.org/janaz/project/25247

Katja Klein | idw - Informationsdienst Wissenschaft

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