Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Martha C. Nussbaum erhält A.SK Social Science Award 2009

07.01.2009
WZB verleiht zum zweiten Mal hochdotierten Sozialwissenschafts-Preis

Die amerikanische Philosophin Martha C. Nussbaum erhält in diesem Jahr den mit 100.000 Euro dotierten A.SK Social Science Award, den das Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB) seit 2007 vergibt.

Das WZB würdigt damit die Forschungen Nussbaums über die Bedingungen menschlichen Zusammenlebens und soziale Gerechtigkeit. Die Preisverleihung findet am 17. Februar 2009 in Berlin statt.

Ihre akademische Laufbahn begann Martha C. Nussbaum an den Universitäten Harvard und Brown. Seit 1995 hat sie die Professur "Recht und Ethik" an der University of Chicago inne. Seit den 1980er Jahren entwickelte sie den von Nobelpreisträger Amartya Sen entworfenen "capabilities"-Ansatz weiter. Wohlfahrt misst sich danach nicht allein am Einkommen, sondern auch daran, inwieweit eine Gesellschaftsordnung den Fähigkeiten ("capabilities") von Menschen gerecht wird.

Dazu zählen die Fähigkeiten, sich wirtschaftlich zu betätigen und politisch zu engagieren, aber auch, emotionale und kreative Potenziale zu entfalten. Arm ist demnach, wer über diese Fähigkeiten nicht verfügt oder wem deren Ausübung verwehrt wird. Der "capabilities"-Ansatz ist inzwischen weithin anerkannt und bildet zum Beispiel die Grundlage für den "Human Development Index", den die Vereinten Nationen ihren globalen Entwicklungsberichten zugrunde legt. Darüber hinaus hat Nussbaum eine Vielzahl von Veröffentlichungen über Geschlechterfragen, Patriotismus und den Umgang mit ethnischer und religiöser Vielfalt vorgelegt.

Der A.SK Social Science Award zählt zu den weltweit höchstdotierten Auszeichnungen in den Sozialwissenschaften. Gestiftet hat ihn das chinesische Unternehmerpaar Angela und Shu Kai Chan. Das WZB verleiht den Preis alle zwei Jahre an einen Forscher, der einen grundlegenden Beitrag zu gesellschaftlichen und politischen Reformen leistet. Als erster Preisträger wurde 2007 der englische Ökonom Sir Anthony Atkinson für seine Arbeiten über soziale Ungleichheit geehrt.

Der Preis wird Martha C. Nussbaum am Vormittag des 17. Februar 2009 im Roten Rathaus verliehen. An diesem Tag feiert das WZB ebenfalls seinen 40. Geburtstag. Am Nachmittag hält die Preisträgerin im WZB einen Vortrag zum Thema "Religion and Social Justice".

Journalisten sind zu Preisverleihung und Vortrag der Preisträgerin herzlich eingeladen.

Um Anmeldung bis zum 27. Januar 2009 wird gebeten.

Pressekontakt:
Claudia Roth, Referat Information und Kommunikation, Tel.: 030-25491 510,
E-mail: claudia.roth@wzb.eu

Dr. Paul Stoop | idw
Weitere Informationen:
http://www.wzb.eu

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Heinz Maier-Leibnitz-Preise 2017: DFG und BMBF zeichnen vier Forscherinnen und sechs Forscher aus
23.02.2017 | Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)

nachricht Eine Milliarde Euro für die Hochschulmedizin
17.02.2017 | Deutsche Hochschulmedizin e.V.

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: „Vernetzte Autonome Systeme“ von acatech und DFKI auf der CeBIT

Auf der IT-Messe CeBIT vom 20. bis 24. März präsentieren acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) in Kooperation mit der Deutschen Messe AG vernetzte Autonome Systeme. In Halle 12 am Stand B 63 erwarten die Besucherinnen und Besucher unter anderem Roboter, die Hand in Hand mit Menschen zusammenarbeiten oder die selbstständig gefährliche Umgebungen erkunden.

Auf der IT-Messe CeBIT vom 20. bis 24. März präsentieren acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und das Deutsche Forschungszentrum für...

Im Focus: Kühler Zwerg und die sieben Planeten

Erdgroße Planeten mit gemäßigtem Klima in System mit ungewöhnlich vielen Planeten entdeckt

In einer Entfernung von nur 40 Lichtjahren haben Astronomen ein System aus sieben erdgroßen Planeten entdeckt. Alle Planeten wurden unter Verwendung von boden-...

Im Focus: Mehr Sicherheit für Flugzeuge

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem totalen Triebwerksausfall zum Einsatz kommt, um den Piloten ein sicheres Gleiten zu einem Notlandeplatz zu ermöglichen, und ein Assistenzsystem für Segelflieger, das ihnen das Erreichen größerer Höhen erleichtert. Präsentiert werden sie von Prof. Dr.-Ing. Wolfram Schiffmann auf der Internationalen Fachmesse für Allgemeine Luftfahrt AERO vom 5. bis 8. April in Friedrichshafen.

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem...

Im Focus: HIGH-TOOL unterstützt Verkehrsplanung in Europa

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt sich bewerten, wie verkehrspolitische Maßnahmen langfristig auf Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt wirken. HIGH-TOOL ist ein frei zugängliches Modell mit Modulen für Demografie, Wirtschaft und Ressourcen, Fahrzeugbestand, Nachfrage im Personen- und Güterverkehr sowie Umwelt und Sicherheit. An dem nun erfolgreich abgeschlossenen EU-Projekt unter der Koordination des KIT waren acht Partner aus fünf Ländern beteiligt.

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt...

Im Focus: Zinn in der Photodiode: nächster Schritt zur optischen On-Chip-Datenübertragung

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium allein – die stoffliche Basis der Chip-Produktion – sind als Lichtquelle kaum geeignet. Jülicher Physiker haben nun gemeinsam mit internationalen Partnern eine Diode vorgestellt, die neben Silizium und Germanium zusätzlich Zinn enthält, um die optischen Eigenschaften zu verbessern. Das Besondere daran: Da alle Elemente der vierten Hauptgruppe angehören, sind sie mit der bestehenden Silizium-Technologie voll kompatibel.

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Aufbruch: Forschungsmethoden in einer personalisierten Medizin

24.02.2017 | Veranstaltungen

Österreich erzeugt erstmals Erdgas aus Sonnen- und Windenergie

24.02.2017 | Veranstaltungen

Big Data Centrum Ostbayern-Südböhmen startet Veranstaltungsreihe

23.02.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Fraunhofer HHI auf dem Mobile World Congress mit VR- und 5G-Technologien

24.02.2017 | Messenachrichten

MWC 2017: 5G-Hauptstadt Berlin

24.02.2017 | Messenachrichten

Auf der molekularen Streckbank

24.02.2017 | Biowissenschaften Chemie