Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Mainzer Polymerforscher 2010 preisgekrönt

28.12.2010
Das Max-Planck-Institut für Polymerforschung kann auf ein erfolgreiches Jahr 2010 zurückblicken. Zahlreiche Wissenschaftler erhielten Preise für ihre herausragenden Forschungsprojekte.

Der Name Max Planck ist untrennbar mit exzellenten wissenschaftlichen Leistungen verknüpft. Diesem Anspruch wurden die Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für Polymerforschung (MPI-P) auch in 2010 gerecht: In den vergangenen 12 Monaten wurden die Forschungsergebnisse der Mainzer Polymerwissenschaftler mit einer Vielzahl von Preisen und Auszeichnungen prämiert. Zu den Geehrten zählten jedoch nicht nur die Direktoren des Instituts sondern auch der wissenschaftliche Nachwuchs konnte sich über Auszeichnungen freuen.

Grundlagenforschung unerlässlich

Die Preisträger des Max-Planck-Instituts für Polymerforschung sind ebenso vielfältig wie die Spitzenforschung, die sie betreiben. So darf sich Prof. Dr. Kurt Kremer Preisträger des „APS-Awards für Polymerphysik 2011“ der American Physical Society nennen. Den Preis für seine Leistungen zur Simulation von Polymereigenschaften via Computer, wird er im März 2011 auf der Frühjahrskonferenz der APS überreicht bekommen. Prof. Dr. Klaus Müllen, geschäftsführender Direktor des MPI-P, wurde bereits als Träger des „ACS-Awards für Polymerchemie 2011“ von der American Chemical Society benannt. Seine hervorragende Forschungsarbeit auf dem Gebiet der Polymersynthese wurde zudem mit einer weiteren bedeutenden Auszeichnung bedacht: Zu Beginn des Jahres nahm er in Osaka den „International Award“ der japanischen Gesellschaft für Polymerforschung entgegen. Ebenfalls mehrfach geehrt wurde Prof. Dr. Hans-Wolfgang Spiess. Für seine Pionierarbeit auf dem Gebiet der magnetischen Kernresonanz (NMR) erhielt er die angesehene „Zavoisky-Medaille“ der Russischen Akademien der Wissenschaften sowie den „Paul J. Flory Polymer Research Prize“. Spiess‘s Arbeiten ermöglichen die exakte Analyse der Struktur und Dynamik von Polymeren. In der Praxis finden seine Forschungsergebnisse vor allem in der medizinischen Diagnostik, genauer gesagt in der Magnetischen Resonanz-Tomographie (MRT) Anwendung.

Auch der Nachwuchs punktet

Neben den Direktoren des MPIP freuten sich auch mehrere Nachwuchsforscher über prestigeträchtige Auszeichnungen. Christoph Kins, Doktorand am MPI-P, wurde für seine herausragende Arbeit geehrt, die sich mit dem Verständnis der mechanischen Stärkung von Epoxidharzen beschäftigt. Meike Roth wurde für ihre Veröffentlichung zur Signalverstärkung durch Parawasserstoff in der NMR-Spektroskopie mit dem „Ernst-Award“ und dem „Wiley-Preis for Young Scientists“ ausgezeichnet. Frédéric Laquai, Leiter einer unabhängigen Nachwuchsforschungsgruppe am MPI-P, die sich mit organischer Optoelektronik beschäftigt, erhielt den „Walter Rose-Gedächtnispreis“. Mit der Ehrung honorierte die in Mainz ansässige Walter und Sibylle Kalkhof-Rose-Stiftung Laquais richtungsweisenden Beitrag zur Entwicklung von organischen Solarzellen und Leuchtdioden. Wissenschaft am MPI-P ist eine Symbiose aus theoretischer Fundierung und praktischer Anwendung: Treffendes Beispiel für diese duale Denkweise ist Aránzazu del Campos Projekt zur Entwicklung von heilungsfördernden Wundverbänden. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) zeichnete die Minerva-Forschungsleiterin dafür beim Innovationswettbewerb Medizintechnik aus und wird die Weiterentwicklung des Materials mit Zuschüssen fördern. Projektleiter Dariush Hinderberger wurde mit dem Otto-Röhm-Gedächtnispreis der gleichnamigen Stiftung geehrt. Hinderbergers Arbeitsgruppe beschäftigt sich mit weicher Materie, speziell biomedizinischen Systemen und den Mechanismen ihres Wirkstofftransports.

Bausteine für die Zukunft

Am MPI-P sind rund 350 Wissenschaftler, Stipendiaten, Doktoranden und Diplomanden auf der Suche nach den Bausteinen für die Zukunft. Ob Elektronik, Kleidung, Gesundheitsversorgung oder Energie: Die Mitarbeiter des Institutes leisten vielfältige Vorarbeiten zur Entwicklung effizienterer und ökologisch verträglicherer Anwendungen. Dazu ist die Vernetzung mit wissenschaftlichen Einrichtungen unterschiedlichster Fachrichtung in aller Welt unerlässlich. Sie wird daher stetig vorangetrieben. Das Institut ist mit seinen Forschungsthemen und mit seiner apparativen Ausstattung weltweit führend und ein Zentrum für den Austausch wissenschaftlichen Know-Hows.

Stephan Imhof | Max-Planck-Institut
Weitere Informationen:
http://www.mpip-mainz.mpg.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Gewebe mit Hilfe von Stammzellen regenerieren
16.10.2017 | Albert-Ludwigs-Universität Freiburg im Breisgau

nachricht Dr. Philipp Schommers erhält Förderpreis für Klinische Infektionsforschung
16.10.2017 | Uniklinik Köln

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Sicheres Bezahlen ohne Datenspur

Ob als Smartphone-App für die Fahrkarte im Nahverkehr, als Geldwertkarten für das Schwimmbad oder in Form einer Bonuskarte für den Supermarkt: Für viele gehören „elektronische Geldbörsen“ längst zum Alltag. Doch vielen Kunden ist nicht klar, dass sie mit der Nutzung dieser Angebote weitestgehend auf ihre Privatsphäre verzichten. Am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) entsteht ein sicheres und anonymes System, das gleichzeitig Alltagstauglichkeit verspricht. Es wird nun auf der Konferenz ACM CCS 2017 in den USA vorgestellt.

Es ist vor allem das fehlende Problembewusstsein, das den Informatiker Andy Rupp von der Arbeitsgruppe „Kryptographie und Sicherheit“ am KIT immer wieder...

Im Focus: Neutron star merger directly observed for the first time

University of Maryland researchers contribute to historic detection of gravitational waves and light created by event

On August 17, 2017, at 12:41:04 UTC, scientists made the first direct observation of a merger between two neutron stars--the dense, collapsed cores that remain...

Im Focus: Breaking: the first light from two neutron stars merging

Seven new papers describe the first-ever detection of light from a gravitational wave source. The event, caused by two neutron stars colliding and merging together, was dubbed GW170817 because it sent ripples through space-time that reached Earth on 2017 August 17. Around the world, hundreds of excited astronomers mobilized quickly and were able to observe the event using numerous telescopes, providing a wealth of new data.

Previous detections of gravitational waves have all involved the merger of two black holes, a feat that won the 2017 Nobel Prize in Physics earlier this month....

Im Focus: Topologische Isolatoren: Neuer Phasenübergang entdeckt

Physiker des HZB haben an BESSY II Materialien untersucht, die zu den topologischen Isolatoren gehören. Dabei entdeckten sie einen neuen Phasenübergang zwischen zwei unterschiedlichen topologischen Phasen. Eine dieser Phasen ist ferroelektrisch: das bedeutet, dass sich im Material spontan eine elektrische Polarisation ausbildet, die sich durch ein äußeres elektrisches Feld umschalten lässt. Dieses Ergebnis könnte neue Anwendungen wie das Schalten zwischen unterschiedlichen Leitfähigkeiten ermöglichen.

Topologische Isolatoren zeichnen sich dadurch aus, dass sie an ihren Oberflächen Strom sehr gut leiten, während sie im Innern Isolatoren sind. Zu dieser neuen...

Im Focus: Smarte Sensoren für effiziente Prozesse

Materialfehler im Endprodukt können in vielen Industriebereichen zu frühzeitigem Versagen führen und den sicheren Gebrauch der Erzeugnisse massiv beeinträchtigen. Eine Schlüsselrolle im Rahmen der Qualitätssicherung kommt daher intelligenten, zerstörungsfreien Sensorsystemen zu, die es erlauben, Bauteile schnell und kostengünstig zu prüfen, ohne das Material selbst zu beschädigen oder die Oberfläche zu verändern. Experten des Fraunhofer IZFP in Saarbrücken präsentieren vom 7. bis 10. November 2017 auf der Blechexpo in Stuttgart zwei Exponate, die eine schnelle, zuverlässige und automatisierte Materialcharakterisierung und Fehlerbestimmung ermöglichen (Halle 5, Stand 5306).

Bei Verwendung zeitaufwändiger zerstörender Prüfverfahren zieht die Qualitätsprüfung durch die Beschädigung oder Zerstörung der Produkte enorme Kosten nach...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - Dezember 2017

17.10.2017 | Veranstaltungen

Intelligente Messmethoden für die Bauwerkssicherheit: Fachtagung „Messen im Bauwesen“ am 14.11.2017

17.10.2017 | Veranstaltungen

Meeresbiologe Mark E. Hay zu Gast bei den "Noblen Gesprächen" am Beutenberg Campus in Jena

16.10.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Sicheres Bezahlen ohne Datenspur

17.10.2017 | Informationstechnologie

Pflanzen gegen Staunässe schützen

17.10.2017 | Biowissenschaften Chemie

Den Trends der Umweltbranche auf der Spur

17.10.2017 | Ökologie Umwelt- Naturschutz